Stormarn
Grosshansdorf

Turngemeinschaft will in Regionalliga aufsteigen

Die TG Großhansdorf Bargteheide (hinten v. l.): Emma Kastien, Sherin Mari, Lola Sagener, Emma Biemann, Alste Schoeder, vorn: Annika Schiller, Linne Visscher, Selina Julian, Sofia Freire Mendes, Karolina Zaczkowski

Die TG Großhansdorf Bargteheide (hinten v. l.): Emma Kastien, Sherin Mari, Lola Sagener, Emma Biemann, Alste Schoeder, vorn: Annika Schiller, Linne Visscher, Selina Julian, Sofia Freire Mendes, Karolina Zaczkowski

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Die neu gegründete TG Großhansdorf Bargteheide kämpft an diesem Sonntag in Bayern um den Sprung in die vierthöchste Wettkampfklasse.

Grosshansdorf. Gänsehaut-Feeling pur ist garantiert, wenn die Turnerinnen der TG Großhansdorf Bargteheide an diesem Sonntag im bayerischen Unterföhring gegen zehn weitere Teams um einen von drei freien Startplätzen für die kommende Regionalliga-Saison kämpfen. „Die Mädchen sind angespannt. Gegen Mannschaften aus ganz Deutschland anzutreten, birgt für die meisten unserer Turnerinnen eine neue Erfahrung“, sagt Abteilungsleiterin Eike Biemann vom SV Großhansdorf.

Mit Frauke von Seelen, Biemanns Pendant beim TSV Bargteheide, gründete die Großhansdorferin für das Abenteuer „Aufstiegswettkampf in die Regionalliga“ eine Turngemeinschaft aus beiden Vereinen. Von der Oberligamannschaft des SVG dabei sind Emma Kastien, Lola Sagener, Emma Biemann, Alste Schroeder, Linne Visscher, Selina Julian und Sofia Freire Mendes. Vom Landesligisten TSV Bargteheide mit von der Partie sind Karolina Zaczkowski, Sherin Mari und Annika Schiller. Im Sportzentrum Unterföhring wird nach dem internationalen Code de Pointage geturnt. Der internationale Standard, der – bis auf wenige Ausnahmen – auch in der Oberliga geturnt wird, stellt höhere Anforderungen an die Turnerinnen. Er sieht am Boden, Stufenbarren, Sprung und Schwebebalken mehr spektakuläre Akrobatik und schwierige Flugteile als in der Landes-, Verbands- oder Bezirksliga vor.

Aufstieg würde hohe Kosten für Übernachtungen nach sich ziehen

Die Erfolgsaussichten kann Biemann nicht einschätzen. „Ich kenne keine der anderen Mannschaften, deshalb fällt es schwer, einen Vergleich zu ziehen“, sagt die Großhansdorferin. Gänzlich chancenlos scheinen die Stormarnerinnen aber nicht zu sein: Anfang November besuchte Sherin Mari in Buchholz (Niedersachsen) einen Wettkampftag der Regionalliga Nord. Einen großen Leistungsunterschied zu den Anforderungen der Oberliga stellte die blonde Bargteheiderin dabei nicht fest.

„Da eine Qualifikation nicht nötig war, wollte Sherin unbedingt mit einer Mannschaft aus Stormarn bei dem Aufstiegswettkampf für die Regionalliga mitmachen“, sagt Biemann. „Ich sehe die Fahrt nach Unterföhring auch stückweit als Belohnung für eine trainingsintensive Saison.“ Für die Fahrt nach Bayern haben sich die Stormarnerinnen einen Kleinbus gemietet, übernachtet wird bei der Schwester von Biemann. Sollte die TG Großhansdorf Bargteheide den Sprung in die vierthöchste Turnliga schaffen, wird die kommende Saison auch finanziell eine Herausforderung. Biemann: „In der Regionalliga stehen vier anstelle von bisher drei Wettkampftage auf dem Programm. Bei höheren Meldegebühren, steigenden Wettkampfrichter- und Übernachtungskosten müssten wir für jeden Wettkampftag knapp 1000 Euro zahlen.“