Stormarn
2. Regionalliga Nord

Bargteheides Basketballer verlieren nur knapp

Der Bargteheider Steffen Hönicke (M.) ist schneller als die beiden Ex-Profis Andreas Hasenkamm (l.) und Deon McDuffie.

Der Bargteheider Steffen Hönicke (M.) ist schneller als die beiden Ex-Profis Andreas Hasenkamm (l.) und Deon McDuffie.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Regionalligateam hält bei 80:87 gegen den mit vier Ex-Profis angetretenen Tabellendritten RW Cuxhaven gut mit.

Bargteheide.  Seinen Gefühlen lässt Said Ghalamkarizadeh an der Seitenlinie freien Lauf wie kaum ein anderer Trainer in der 2. Regionalliga Nord. „Ich bin einfach ein sehr emotionaler Mensch“, sagt der Headcoach der Basketballer des TSV Bargteheide. „Daher ist es manchmal besser für alle Beteiligten, wenn ich nach einer Niederlage zunächst nichts sage und den Ärger erst einmal sacken lasse. Die Erfahrung zeigt, dass ich mit einer gewissen zeitlichen Distanz einige Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehe.“

Somit war auch der Ärger über die 80:87 (34:39)-Heimpleite vor rund 150 Zuschauern gegen den Tabellendritten RW Cuxhaven bei ihm nur von kurzer Dauer. „Gegen ein mit vier ehemaligen Profispielern besetztes Team mit lediglich sieben Punkten Unterschied zu verlieren ist sicherlich keine Schande“, sagt der Trainer. Ghalamkarizadeh spricht von Darron McDuffie (30 Punkte), Deon McDuffie (21), Andreas Hasenkamm (13) und Edward Seward (11), die mit 75 Zählern beinahe im Alleingang für die sechste Saisonniederlage der Stormarner sorgten.

Schwächephase im zweiten Viertel entscheidende für die Niederlage

Dass sein Ton der Mannschaft gegenüber in der Schlussphase einer Begegnung auch ungemütlicher werden kann, erklärt der Trainer wie folgt: „Jeder im Team lebt den ,Bees-Basketball’ mit der gleichen Intensität. Wenn ein Spieler sich kurz hintereinander mehrere leichte Ballverluste leistet und ich ihn deshalb verbal härter rannehme, will ich nur vermeiden, dass wir zum Schluss mit leeren Händen dastehen. Bei allen Emotionen müssen wir uns aber immer wieder bewusst werden, dass wir Amateursportler sind, da gehören Fehler einfach dazu.“

Die Niederlage gegen Cuxhaven sieht Bargteheides Trainer in einer schwächeren Phase in der ersten Halbzeit begründet. Er sagt: „Das zweite Viertel holte sich Cuxhaven mit 30:14. Davon haben wir uns nicht mehr erholt, obwohl die Mannschaft Charakter gezeigt und bis zum Ende 100 Prozent gegeben hat.“

Das knappe Ergebnis zum Schluss will der Coach aber auch nicht überbewerten. Ghalamkarizadeh: „Cuxhaven ist eine Spitzenmannschaft, die – falls es für sie noch einmal eng geworden wäre – spielerisch sicherlich die entsprechenden Mittel parat gehabt hätte.“

Bargteheidern fehlten drei Leistungsträger

Die Gäste begannen mit einer Zonendeckung, stellten im zweiten Viertel auf Mannverteidigung um. „Das zeigt, dass der Gegner uns anfangs unterschätzt hat. Mit unserem dynamischen Angriffsspiel konnten wir sie zunächst gehörig unter Druck setzen“, sagt der Trainer.

Während die Gäste in Bestbesetzung antraten, fehlten den „Bees“ mit den langzeitverletzten Nikolas Schümann, Lukas Fleischhauer und Gerrit Reimers gleich drei Leistungsträger. Auch Boris Heimann meldete sich kurzfristig krank und fehlte im Spielaufbau.

Top-Scorer des Tabellenneunten war Steffen Hönicke mit 31 Punkten, vor Vincent Beckmann (13), Jacob Gäde und Tobias Schümann (je 12). „Dass gleich vier Spieler zweistellig punkten, zeigt, wie ausgeglichen der Kader besetzt ist“, sagt Ghalamkarizadeh. Für die weiteren Zähler sorgten Fabian Klevemann (8), Moritz Hansen und Sebastian Wichmann (je 2).

Der Coach lobte nach der hart, aber nicht unfair geführten Begegnung besonders Tobias Schümann, Drazen Bogicevic sowie Fabian Kleveman und Sebastian Wichmann. „Wie Tobias unter dem eigenen Korb den Gegner geblockt hat, Drazen in der Defensive konsequent zur Sache gegangen ist und Fabian und Sebastian geackert haben, war schon klasse“, so der Coach.

Punkte für den Klassenerhalt müssen gegen andere Gegner geholt werden

Die Punkte für den Ligaverbleib müsse seine Mannschaft nicht gegen Spitzenteams wie Cuxhaven, sondern gegen andere Mannschaften holen. Allerdings rechne er sich auch für kommenden Sonntag, 8. Dezember (16 Uhr, Datumer Chaussee), gegen den Überraschungs-Tabellenzweiten BG Halstenbek/Pinneberg einiges aus.

Fest steht: Am letzten Spieltag der Hinrunde am Sonnabend, 14. Dezember (17 Uhr, Sporthalle am Louise-Zietze-Weg), wollen sich die Bargteheider in eigener Halle unbedingt mit einem Sieg gegen den Tabellenvorletzten BG Hamburg-West in die vierwöchige Winterpause verabschieden. Ghalamkarizadeh: „Jeder Zuschauer kann sicher sein, dass die Mannschaft bis zur letzten Sekunde alles gibt – das ist eben Teil unserer ,Bees-Mentalität’.“