Stormarn
Pferdesport

Reittalente feiern gemeinsam das Saisonende

Stormarn Teilnehmer (hinten v. l.): Anna Cecila Wagg (PS Granderheide), Carlotta Schauenburg, Zoë Hinck, Rasmus Heinemann (alle RV Am Bredenbeker Teich), Benedix Steindl (RFG Bargfeld-Stegen), Kiara Kühl (PS Granderheide), Felipa Sollorz (RFV Hoisdorf), Lilly Marleen Wittig (RFG Bargfeld-Stegen). Vorn: Emily Schepky (PS Granderheide), Carlina von Scheffer (RV Am Bredenbeker Teich), Césarine von Eicken (PS Granderheide), Lilli Elen Seidel (RG Ahrensfelde), Hanna Unverhau (RFG Bargfeld-Stegen) und Dominique Grewe (RG Ahrensfelde).

Stormarn Teilnehmer (hinten v. l.): Anna Cecila Wagg (PS Granderheide), Carlotta Schauenburg, Zoë Hinck, Rasmus Heinemann (alle RV Am Bredenbeker Teich), Benedix Steindl (RFG Bargfeld-Stegen), Kiara Kühl (PS Granderheide), Felipa Sollorz (RFV Hoisdorf), Lilly Marleen Wittig (RFG Bargfeld-Stegen). Vorn: Emily Schepky (PS Granderheide), Carlina von Scheffer (RV Am Bredenbeker Teich), Césarine von Eicken (PS Granderheide), Lilli Elen Seidel (RG Ahrensfelde), Hanna Unverhau (RFG Bargfeld-Stegen) und Dominique Grewe (RG Ahrensfelde).

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

700 Teilnehmer beim 8er-Team-Finaltag in Elmshorn. Mit dabei auch viele Stormarner. Voraussetzung war eine Wertnote von acht oder besser.

Elmshorn.  Für Schleswig-Holsteins Reiternachwuchs ist der 8er-Team-Finaltag in Elmshorn längst der krönende Abschluss einer langen Saison. Die diesjährige Veranstaltung in der Fritz-Thiedemann-Halle war für rund 700 junge Pferdesportler – unter ihnen auch viele Stormarner – einerseits Belohnung für eine stilistisch saubere, korrekte und pferdefreundliche Reitweise, andererseits Ansporn, möglichst schnell in die nächst höhere Leistungsklasse aufzusteigen.

Qualifiziert für die sechste Auflage der Veranstaltung war jeder, der innerhalb eines Jahres eine Prüfung mit der Note 8,0 oder besser in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit oder Fahrsport abgeschlossen hatte. „Eine Einladung für den 8er-Team-Finaltag ist unter den ambitionierten Nachwuchsreitern heiß begehrt“, sagte Nina Stiller, Sprecherin des Pferdesportverbands Stormarn (KPSV). „Die Sweat- oder Poloshirts, die jeder erhält, werden gepflegt und mit Stolz getragen.“

Von der gleich zu Beginn der Veranstaltung durch die mit rund 1000 Besuchern rappelvollen Zuschauerränge hin und her schwappende La-Ola-Welle ließ sich auch Dieter Medow mitreißen. „Einfach beeindruckend, was hier für eine Stimmung herrscht“, sagte der Vorsitzende des Pferdesportverbands Schleswig-Holstein. „Mit dem Finaltag wollen wir die Gelegenheit nutzen, den jungen Reitern, den Eltern und Unterstützern am Jahresende noch einmal Danke zu sagen. Ohne ihre tatkräftige Hilfe, die gleichfalls eine gute Koordination erfordert, wären die Kinder und Jugendlichen nicht dort, wo sie jetzt sind.“

PS Granderheide mit 17 Teilnehmer zweitstärkster Verein

Die Vereine mit der höchsten Anzahl an 8er-Team-Mitgliedern erhielten eine Urkunde: Mit jeweils 17 Teilnehmern teilten sich der PS Granderheide und der RFV Bad Segeberg Rang zwei – hinter dem RFV Elmshorn, der 20 Teammitglieder stellte. Als Einzelsportlerin extra geehrt wurde Felipa Sollorz in der Kategorie Vielseitigkeitsreiterei: Mit einer Note von 9,5 bei einem Stilgeländeritt der Klasse A** erzielte die 14-Jährige vom RFV Hoisdorf die höchste Wertung. „Der Finaltag ist für mich immer etwas ganz besonderes“, sagt die junge Hoisdorferin. Sie ist bereits zum vierten Mal dabei. „Die Atmosphäre ist einmalig, zudem treffe ich viele Freunde und Bekannte, die ich von den Turnieren her kenne.“

Wie junge Pferde für Prüfungen vorbereitet werden und was ein junger Reiter tun muss, um eine gute Beurteilung zu bekommen, erklärte Kathleen Krönke während eines Kurzlehrgangs an drei unterschiedlichen Nachwuchspferden. „Auf dem Sprung zu Prüfungen der L- oder M-Klasse sollte sich jeder junge Dressurreiter immer wieder selbst hinterfragen und die eigenen reiterlichen Fähigkeiten analysieren“, sagt die Grand-Prix-Reiterin. „Von Gefühlen und dem richtigen Timing hängt im Reitsport sehr viel ab.“

Viele gute Reitvereine mit hervorragenden Ausbildern

Anschließend gab Fahrsportlerin Louise Reinke eine Demonstration ihres Könnens. Seit Jahresbeginn ist die 25 Jahre alte Schleswigerin Mitglied im Bundeskader. 2020 rückt Reinke mit ihren selbst ausgebildeten Ponys in den Championatskader auf. Sie sagt: „Der Fahrsport ist spektakulär. Das zeigt sich immer wieder bei Veranstaltungen wie dem 8er-Team-Finaltag, wenn das Publikum begeistert mitgeht.“ Tjark Nagel gab am Ende interessante Einblicke in die Grundlagen des Springsports. „Für einen jungen Nachwuchsreiter ist der Schritt von der A-Klasse hin zur L- oder M-Prüfung ein gewaltiger“, sagt er. „Nur wer in den Distanzen zwischen zwei Hindernissen sicher ist, bekommt später auch die Höhe hin“, sagte der ehemalige Nationenpreisgewinner.

Um den Nachwuchs macht er sich keine Sorgen. „In Schleswig-Holstein gibt es viele gute Reitvereine mit hervorragenden Ausbildern. Das System mit Sichtungsprüfungen, Stützpunkttraining und Nachwuchskadern nimmt die jungen Talente an die Hand und zeigt ihnen einen Weg, die reiterlichen Fähigkeiten stetig zu verbessern.“

Mit seinem sogenannten Perspektivkader will der Kreispferdesportverband Stormarn die Lücke zwischen der Vereinsarbeit im Kreis und dem Landeskader schließen. Nominierungskriterien sind neben der sportlichen Leistung die Charaktereigenschaften der Jugendlichen. Die angebotenen Lehrgangs-Themen sind auf Reiter beider Disziplinen zugeschnitten. Springreiter lernen dabei die Dressurarbeit besser kennen, Dressurreiter steigern ihr Know-how im Springparcours.

Für Stiller ist der 8er-Team-Finaltag der perfekte Einstieg in eine Kette von Fördermaßnahmen. „Auch wenn Reiten eher eine Einzelsportart ist, stärkt ein derartiges Format den Teamgedanken“, sagte die KPSV-Sprecherin. Für kommenden Freitag hat sie gemeinsam mit den Vorstandskollegen des KPSV den neuen Kader für 2020 nach Ahrensburg zu einem Bowling-Abend eingeladen.