Stormarn
FUSSBALL

Derby: Oststeinbek und Ohe trennen sich 2:2

Agit Aydin (r., Oststeinbeker SV) und Martin-Felix Schröder (FC Voran Ohe) im Kampf um den Ball.

Agit Aydin (r., Oststeinbeker SV) und Martin-Felix Schröder (FC Voran Ohe) im Kampf um den Ball.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

m Kreisduell der Landesligafußballer sorgt Ohes Daniel Gläser in der Nachspielzeit für die Punkteteilung.

Oststeinbek. Auch in dieser Saison bleiben die Fußballer des FC Voran Ohe Stormarns Nummer eins im Bereich des Hamburger Fußball-Verbands – zumindest, wenn es nach den direkten Duellen geht. Im Rückspiel gegen den Oststeinbeker SV erarbeiteten sich die Reinbeker durch einen leidenschaftlichen Endspurt ein 2:2 (0:0)-Remis, nachdem sie die erste Auflage des Kreisduells im vergangenen August 3:1 gewonnen hatten. In der Tabelle der Hansa-Staffel bleibt Ohe als Tabellenvierter damit weiterhin acht Punkte vor dem Aufsteiger.

Beide Teams mussten insbesondere in der Innenverteidigung ersatzgeschwächt antreten. Bei den Hausherren gab notgedrungen Osman Shadab sein Startelfdebüt. Der 23-Jährige war bisher erst einmal eingewechselt worden. Die Gäste agierten in der Abwehrzentrale mit dem etatmäßigen Außenverteidiger Daniel Gläser sowie Martin-Felix Schröder, der normalerweise im Mittelfeld zu Hause ist.

Erste Halbzeit bleibt torlos

Im ersten Durchgang waren einige Unstimmigkeiten zu sehen, Tore fielen aber keine. Das änderte sich kurz nach dem Seitenwechsel, als Agit Aydin die Oststeinbeker auf Vorlage von Nicklas Frers in Führung brachte (50. Minute). Der Ausgleich fiel im direkten Gegenzug: Marco Braesen erlief einen missglückten Rückpass von Revin Köksal und traf aus spitzem Winkel (51.). Wiederum nur neun Minuten später jubelte wieder der OSV. Kannafa Adamou stocherte den Ball ins Netz. In der Folge übten die Gäste mit langen Bällen Druck aus und kamen zu zahlreichen Standardsituationen. In der ersten Minute der Nachspielzeit führte die dritte Ecke hintereinander zum Endstand. Der aufgerückte Aushilfs-Innenverteidiger Gläser, der zuvor schon an den Innenpfosten geköpft hatte, erzielte den umjubelten Ausgleich. Der ausgewechselte Phil Krieter lief auf das Feld, sah Gelb-Rot.

Ohes Trainer zufrieden mit Leistung und Ergebnis

Ohes Trainer zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und der Leistung seiner Schützlinge. „Wenn man sieht, mit welcher Viererkette wir gespielt haben, war das sehr gut“, sagte Rainer Seibert. „Es war sehr imponierend, wie sie nach dem 1:2 auf den Ausgleich gedrängt und sogar nach dem 2:2 noch auf Sieg gespielt haben. Der Wille stimmte, das war Motivation pur.“

Seiberts Trainerkollege Simon Gottschling trauerte dagegen den verpassten Punkten hinterher. Der OSV ist nun seit sechs Partien sieglos. „Das wäre sehr wichtig gewesen. Wir hatten mehr Spielanteile, waren solide. Aber uns fehlt momentan der letzte Pass“, sagte Gottschling. „In den letzten zehn Minuten haben wir die Ordnung verloren, die langen Bälle nicht unterbunden. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fällt. Ich habe schon überlegt, früher in die Kabine zu gehen, um das Schicksal dadurch vielleicht zu beeinflussen.“

Oststeinbeker SV: Joost – Youness Sbou, Köksal, Shadab, Fehlandt – Morad Sbou – Voigt, Aydin – Örün (72. Youssef Sbou) – Adamou, Frers (82. Spring) FC Voran Ohe: Lenz – Lang, Schröder, Gläser, Ohl – Kaufmann (46. Andersson), Saqib – Krieter (80. Fischer), Woost, M. Gassmann (85. Gordon) – Braesen Tabelle Landesliga Hansa: 1. VfL Lohbrügge 17 Spiele/76:20 Tore/48 Punkte … 4. Ohe 16/42:31/29… 8. Oststeinbek 17/28:30/21...