Stormarn
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SV Eichede feiert seinen Matchwinner Christian Peters

Christian Peters wurde erst in der 68. Minute eingewechselt und erzielte in der Verlängerung beide Tore für Eichede.

Christian Peters wurde erst in der 68. Minute eingewechselt und erzielte in der Verlängerung beide Tore für Eichede.

Foto: Thomas Jaklitsch / Thomas JAKLITSCH

Der Stürmer schießt die Oberligafußballer beim TSV Bargteheide mit zwei späten Toren zum 2:0 ins Pokalfinale. Details zum Spiel.

Bargteheide.  Es kommt so, wie es sich viele Stormarner Fußballfans seit der Auslosung der Kreispokal-Runden erhofft hatten: Wenn am 1. Mai 2020 im Oldesloer Kurparkstadion das Finale steigt, treffen die beiden Oberligisten aufeinander. Nach dem SV Preußen Reinfeld zog auch der SV Eichede in das Endspiel ein, setzte sich nach 120 umkämpften Minuten mit 2:0 (0:0) beim Kreisliga-Tabellenführer TSV Bargteheide durch.

Für Eichede endet damit eine dreijährige Final-Abstinenz. Im Mai will der SVE den seither amtierenden Pokalsieger aus Reinfeld entthronen. „Der Wettbewerb ist schon sehr wichtig für uns, insbesondere, weil es in den vergangenen Jahren nicht so erfolgreich lief. Den ersten Schritt haben wir jetzt geschafft“, sagte Trainer Denny Skwierczynski.

In Bargteheide hatte der gegenüber dem vorangegangen Punktspiel auf neun Positionen veränderte SVE allerdings lange Probleme mit dem drei Klassen tiefer spielenden Gegner. Klare Torchancen waren Mangelware. Die besten Möglichkeiten des Favoriten besaßen Torge Maltzahn, Gerrit Schubring und Tom Wittig im ersten Durchgang sowie Niko Hasselbusch nach der Pause. Auf der anderen Seite vergaben Jan Luca Schulz, David Timmermann und Jannis Rieger Halbchancen.

Peters trifft aus zentraler Position zum erlösenden 1:0

Für die Entscheidung sorgte erst der eingewechselte Christian Peters in der Verlängerung. Nach Vorarbeit von Hasselbusch, der drei Verteidiger aussteigen ließ und Peters bediente, traf der Angreifer aus zentraler Position zum erlösenden 1:0 (94. Minute). Beim 2:0 von Peters in der 111. Minute spielte Eichede bereits in doppelter Überzahl: Timmermann hatte kurz vor der Verlängerungs-Halbzeit wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen (104.). Louis Hinze kassierte kurz nach dem Seitenwechsel wegen Meckerns seine zweite Gelbe Karte (106.). Bargteheides Co-Trainer Marc Rieger sagte: „Wir haben einige Karten durch zu harte Entscheidungen bekommen. Da reagieren wir leider manchmal über.“ Nach dem Schlusspfiff handelte sich der eingewechselte Frank Meier wiederum wegen Meckerns sogar noch die dritte Bargteheider Ampelkarte.

Trotz der Platzverweise und der knappen Niederlage zeigte sich der Underdog zurecht stolz. „Ich habe keinen großen Klassenunterschied gesehen. Wir haben hohen läuferischen Aufwand betrieben und können mit der Leistung sehr, sehr zufrieden sein“, sagte Rieger.

Auch vom Gegner kam Lob: „Sie haben ein gutes Spiel gemacht, alles aus sich herausgeholt, sind viel gelaufen und haben auch immer wieder versucht, Konter zu setzen“, sagte Skwierczynski. Die Leistung der eigenen Mannschaft bewertete er so: „Es war ein schwieriger Auftritt. Wir mussten uns mehr und länger strecken, als erhofft. Wir haben nicht von Beginn an die richtige Einstellung gefunden und sind nicht so in die Zweikämpfe gekommen.“

Für Bargteheider geht es mit zwei Englischen Wochen weiter

Die zweite Halbzeit und die Verlängerung habe ihm besser gefallen. Skwierczynski: „Trotz der nicht so guten Leistung sind wir ruhig geblieben und hatten in der Verlängerung mehr Power. Am Ende war es ein verdienter Sieg.“

In der Oberliga wartet auf die Eicheder nun eine ganz andere Hausnummer. Am kommenden Sonntag ist das Starensemble des Tabellenzweiten Phönix Lübeck zu Gast im Ernst-Wagener-Stadion (14 Uhr, Matthias-Claudius-Straße). Nach erheblichen Startschwierigkeiten kam der Titelfavorit mächtig ins Rollen, holte aus den vorangegangen neun Partien acht Siege und ein Remis. „Gegen so einen Gegner hat man immer noch einen Tick mehr Motivation. Das müssen wir vernünftig kanalisieren“, sagte Skwierczynski. Der SVE, der im Hinspiel 0:3 unterlag, muss sicher auf Evgenij Bieche (geschwollener Fuß, Verdacht auf Bänderriss) und möglicherweise auf Gerrit Schubring (Hüftprobleme) verzichten.

Für die Bargteheider geht es im Aufstiegsrennen mit zwei Englischen Wochen weiter. Auch ohne die Langzeitverletzten Lenn Postel (dreifacher Bänderriss) und Thore Jüttner (Sportverbot nach Schulter-OP) will der Tabellenführer ungeschlagen bleiben. „Das Ziel aus den letzten vier Spielen sind zehn Punkte“, sagte Co-Trainer Rieger. Zunächst wartet am Sonntag (14 Uhr, Hamburger Straße) der abstiegsbedrohte SSV Großensee.

TSV Bargteheide: Krüger – Hinze, Schermer, Naward, Torge (95. Wohlert) – Henk (111. Meydaner), Lemanski – Timmermann, Rieger (90. Meier), Krüger – Schulz

SV Eichede: Thomä – Ehlers, Schubring, Ostermann – Brügmann (46. Zaske), Pichelmann – Heskamp, Maltzahn, Wittig (90.+1 Richter) – Hasselbusch, Kathmann (68. Peters)