Stormarn
3. Bundesliga Nord

Wieder kein Sieg für Sieker Tischtennisherren

Sieks Nummer zwei Valentin Nad Nemedi verspielte im Doppel mit Adrian Wiecek eine 2:1-Satzführung.

Sieks Nummer zwei Valentin Nad Nemedi verspielte im Doppel mit Adrian Wiecek eine 2:1-Satzführung.

Foto: Thomas Jaklitsch

Trotz Partien auf Augenhöhe: Die Sportler unterliegen in der 3. Bundesliga Nord Aufsteiger TTC Champions Düsseldorf mit 1:6.

Siek.  Wenn die Tischtennisherren des SV Siek die Forderung von Teammanager Klaus Bergmann nach sechs Punkten aus den letzten vier Hinrundenspielen noch erfüllen wollen, müssen schon in den verbleibenden Kellerduellen gegen die Tabellennachbarn SC Buschhausen, TTC Ruhrstadt Herne und TSV Schwarzenbek drei Siege her. Denn gegen Aufsteiger TTC Champions Düsseldorf ließen die Stormarner die erste Gelegenheit aus, weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Die Sieker unterlagen mit 1:6, bleiben damit Vorletzter in der 3. Bundesliga Nord.

Gegner spielte nicht einmal in Bestbesetzung

Ganz so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der Leistungsunterschied nicht. Die Stormarner waren in mehreren Matches auf Augenhöhe, wehrten sich fast dreieinhalb Stunden gegen die Niederlage. „Letztlich war der Gegner aber besser, das muss man anerkennen“, sagte Bergmann. „In einem umkämpften Fünfsatz-Match am Ende die zwei, drei entscheidenden Punkte zu machen, ist ja auch ein Qualitätsmerkmal.“

Im Gegensatz zu den Siekern spielte der Gegner noch nicht einmal in Bestbesetzung: Die Düsseldorfer waren ohne ihren Spitzenspieler Aleksandar Karakasevic angereist, der sich bei einem Unfall mit einem E-Scooter verletzt hatte.

Den Ehrenpunkt für die Sieker gewann Daniel Cords, der gegen Minh Tran Le einen 1:2-Satz-Rückstand noch in ein 3:2 wandelte. Cords hatte anfangs Schwierigkeiten mit dem Linkshänder, der oft gleich mit dem ersten Schlag die Entscheidung suchte. Bergmann mahnte nach dem ersten Satz zur Ruhe und riet, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und den Gegner zu größerem Risiko zu zwingen. „Er hat diese Hinweise angenommen und gut umgesetzt“, sagte der Teammanager. Am Ende hatte der Sieker auch das Glück, dass sein Gegner etwas nervös wurde. Das traf im Parallelspiel allerdings nicht auf Florian Wagner zu, den Kontrahenten von Rimas Lesiv. Der Düsseldorfer hatte das bessere und glücklichere Ende auf seiner Seite – dabei hatte der junge Litauer im Sieker Trikot im Schlussdurchgang sogar zwei Matchbälle. Bergmann: „Das war schade, hätte an der Niederlage aber auch nicht viel geändert.“

Manager glaubt weiterhin an die Mannschaft

Sehenswert waren vor allem die beiden Auftritte von Valentin Nad Nemedi und Adrian Wiecek gegen den Abwehrspezialisten Evgueny Chtchetinine. Beide droschen immer wieder mit voller Wucht auf den kleinen weißen Ball ein. Doch fast jedes Mal retournierte der Weißrusse, brachte selbst die unmöglichsten Bälle zurück und hetzte die beiden Sieker von einer Ecke in die andere. „Da waren einige sehr spektakuläre Ballwechsel dabei, die allein schon das Eintrittsgeld wert waren“, sagte Abteilungsleiter Stefan Zilz. Letztlich verloren aber Nad Nemedi in vier und Wiecek in fünf Sätzen.

Zilz war wie viele in der Halle vom Auftritt der Gäste angetan. „Wenn sie so weiter spielen, sind sie ein ernstzunehmender Anwärter für Platz zwei oder drei“, sagte Zilz. Platz eins, da sind sich alle Experten einig, ist für Spitzenreiter Hertha BSC Berlin reserviert, der seiner Favoritenrolle mit mit sechs Siegen aus sechs Spielen bislang eindrucksvoll gerecht wurde. Wo die Sieker (2:10 Punkte) am Ende landen werden, könnte auch von den beiden Begegnungen am kommenden Wochenende beim Tabellenviertletzten in Buschhausen (5:7) und bei Schlusslicht Herne (0:10) abhängen.

Aber selbst wenn es dort nicht zu den erhofften vier Punkten reichen sollte, sei noch längst nichts verloren, sagte Bergmann. „Ich glaube an die Mannschaft, bin weiterhin fest vom Klassenerhalt überzeugt. Zur Not holen wir die Punkte dafür in der Rückrunde, in der wir den Vorteil haben, sechsmal zu Hause und nur dreimal auswärts zu spielen.“

SV Siek – TTC Champions Düsseldorf, Doppel: Daniel Cords/Rimas Lesiv – Evgueni Chtchetinine/Minh Tran Le 8:11, 8:11, 7:11; Adrian Wiecek/Valentin Nad Nemedi – Roko Tosic/Florian Wagner 11:8, 5:11, 11:7, 4:11, 9:11; Einzel: Wiecek – Tosic 11:6, 5:11, 8:11, 5:11; Nad Nemedi – Chtchetinine 15:17, 11:7, 2:11, 5:11; Cords – Tran Le 6:11, 11:5, 2:11, 11:7, 11:9; Lesiv – Wagner 11:9, 11:13, 9:11, 11:7, 13:15; Wiecek – Chtchetinine 16:14, 12:14, 11:9, 8:11, 6:11