Stormarn
Basketball

Neuzugänge sorgen beim Ahrensburger TSV für Zuversicht

Wollen unter die ersten Sechs: Ahrensburgs Headcoach Sebastian Eickhoff (v. l.) mit Juanita Reichart, Jennifer Struve, Marit Maaring, Fabienne Fayaz, Isabella Meyer, Celine Nguyen, Caroline Schwarz, Laura Karacic, Mara Baumann, Femke Schmarbeck und Co-Trainer Stefan Lukas.

Wollen unter die ersten Sechs: Ahrensburgs Headcoach Sebastian Eickhoff (v. l.) mit Juanita Reichart, Jennifer Struve, Marit Maaring, Fabienne Fayaz, Isabella Meyer, Celine Nguyen, Caroline Schwarz, Laura Karacic, Mara Baumann, Femke Schmarbeck und Co-Trainer Stefan Lukas.

Foto: Ha

Die Stormarner Basketballerinnen starten mit einem Heimspiel gegen den Eimsbütteler TV in die neue Saison der 2. Regionalliga Nord.

Ahrensburg.  Am morgigen Sonnabend ist es endlich soweit: Die Basketballdamen des Ahrensburger TSV starten in die neue Spielzeit der 2. Regionalliga Nord. Beginn der Heimbegegnung gegen den ambitionierten Aufsteiger Eimsbütteler TV in der Sporthalle an der Schimmelmannstraße ist um 17 Uhr. Anschließend folgen die Spiele gegen den Vorjahresvierten BBC Rendsburg Suns sowie beim Dauerrivalen SC Rist Wedel II. Ein schwereres Auftaktprogramm hätte es für die Mannschaft von Coach Sebastian Eickhoff kaum geben können.

Von fünf Spielerinnen hat sich der Verein verabschiedet. Dafür dürfen sich die Zuschauer auf neun neue Gesichter freuen. Vor der Partie gegen den Aufsteiger aus Hamburg gibt das Abendblatt einen Überblick über die Saison, den neu zusammengestellten Kader und die sportlichen Ziele des Vereins.

Die Vorbereitung: Wichtige Spielpraxis haben die Ahrensburgerinnen durch die Teilnahme an drei Turnieren gesammelt. Zum Abschluss bat Eickhoff seine Mannschaft zudem in ein dreitägiges Trainingslager in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). „Die neuen Spielerinnen haben sich hervorragend in das Mannschaftsgefüge integriert“, sagt der Coach. „Die intensive Vorbereitung hat auch gezeigt, dass der neue Kader sich durch ein hohes Verständnis für taktische und technisch Abläufe auszeichnet und Dinge, die ich im Training anspreche, schnell umsetzt.“

Das Trainergespann: Als hauptverantwortlicher Trainer der Ahrensburgerinnen geht Sebastian Eickhoff in seine fünfte Regionalligaspielzeit. 2014 stieg der heute 39-Jährige als Assistent des damaligen Headcoaches Carsten Schittkowski bei den „Twisters“ ein. Eickhoff unterstützen wird – wie schon in der abgelaufenen Spielzeit – Co-Trainer Stefan Lukas.

Abgänge: Mit den beiden Jugendnationalspielerinnen Louisa Moritz und Mathilda Hähner haben zwei Leistungsträgerinnen der vergangenen Saison den Verein verlassen. Hähner möchte in der 1. Regionalliga bei Aufsteiger SC Alstertal-Langenhorn sportlich den nächsten Schritt wagen. Moritz wechselte vom Ahrensburger TSV – dieser war acht Jahre lang ihr Heimatverein – ebenfalls zum SC Alstertal-Langenhorn. Für die „Junior Hurricanes“, das U-18-Nachwuchsteam der BG ’89 Rotenburg/Scheeßel, wird sie weiterhin in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga antreten. In Rotenburg gehört sie auch zum Kader der Zweitligadamen. Pia Schulz, Merle Schrader und Kiana Schneider gönnen sich eine Pause vom Basketballsport und konzentrieren sich auf die Herausforderungen in Schule und Ausbildung.

Zugänge: Mit der Verpflichtung der ehemaligen estländischen Nationalspielerin Marit Maaring ist Eickhoff ein wahrer Transfer-Coup gelungen. Die 28 Jahre alte Aufbau- und Flügelspielerin lebt seit Juni in Deutschland. Zuvor ging sie in ihrer Heimat einige Jahre in der höchsten Spielklasse auf Punktejagd.

Aus Karlsruhe stieß die 19-jährige Mara Baumann zum Kader der „Twisters“. Die Centerspielerin wird den Ahrensburger TSV zudem als Schiedsrichterin und Co-Trainerin der W14-Mädchen unterstützen. Juanita Reichart spielte zuvor für den hessischen Verein TSV Butzbach. Die 21 Jahre alte Centerspielerin lebt seit einem halben Jahr in Hamburg und fand beim ATSV eine neue sportliche Heimat. Flügelspielerin Vanessa Hoen sammelte bereits in der 2. Regionalliga Bayerns Erfahrung, bevor es die 26 Jahre alte Flügelspielerin aus beruflichen Gründen ebenfalls nach Hamburg zog. Aus der eigenen Jugend rückten Isabella Meyer (16), Louise Krause (15) und Amelie Felsch (14) auf.

Femke Schmarbeck (31) – eine erfahrene Ober- und Regionalligaspielerin – wird als junge Mutter zunächst nur bei der Trainingsgestaltung eine wichtige Rolle übernehmen, bei Personalnot aber in die Bresche springen. Mit einem Doppelspielrecht verstärkt Lena Mecking (18) von TuRa Harksheide das Aufbau- und Flügelspiel.

Vom Kader der vergangenen Saison geblieben sind Celine Kim Nguyen, Fabienne Fayaz, Marie Diers, Jennifer Struve, Laura Karacic und Caroline Schwarz.

Saisonziel: Den Druck auf die Mannschaft will Eickhoff nicht unnötig erhöhen. „Auch wenn das Team sehr ambitioniert ist, Rang sechs und damit einen Platz besser als in der vergangenen Spielzeit ist zum jetzigen Zeitpunkt ein realistisches Ziel“, sagt der Coach. „Die Mannschaft hat an Qualität gewonnen. Sollten wir erfolgreich in die neue Spielzeit starten, können wir gern weiter nach oben orientieren.“

Die Auftaktgegner: Aufsteiger Eimsbütteler TV wird Eickhoff sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Kader der Hamburgerinnen ist gespickt mit ehemaligen Regionalligaspielerinnen. Beim Hoppers-Cup, einem der drei Vorbereitungsturniere, bei dem die „Twisters“ starteten, unterlagen die Ahrensburgerinnen dem ETV. Gegen den BBC Rendsburg Suns – Gegner am zweiten Spieltag – standen die Stormarnerinnen in der abgelaufenen Spielzeit beide Male auf verlorenem Posten. Und die Zweitvertretung des SC Rist Wedel dürfte wieder einmal zur Wundertüte werden. „Vor einer Begegnung den Kader der Wedelerinnen einzuschätzen, ist sehr schwer“, sagt Eickhoff. „Manchmal verstärken sie ihren Kader mit Spielerinnen aus der 1. Regionalliga.“

Am 3. November könnte es in der Sporthalle Am Steinberg in Wedel sogar ein Wiedersehen mit einer ehemaligen Trainerin der Ahrensburger geben. 2012 trainierte die ehemalige Nationalspielerin Katharina Kühn gemeinsam mit Marc Köpp zunächst die U17-Basketballmädchen des Ahrensburger TSV in der weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL), danach ein Jahr die Metropolitan Baskets Hamburg – eine damals extra für die WNBL neu gegründete Spielgemeinschaft aus dem Ahrensburger TSV und dem SC Rist Wedel.