Stormarn
Tischtennis

Bargteheide will um den Aufstieg mitspielen

Leon Abich (22), Neuzugang vom TSV Sasel, wird bei den Bargteheidern hinter Ole Markscheffel an Position zwei spielen.

Leon Abich (22), Neuzugang vom TSV Sasel, wird bei den Bargteheidern hinter Ole Markscheffel an Position zwei spielen.

Foto: Thomas Jaklitsch

Herren des TSV starten am Sonnabend mit Heimspiel gegen den TSV Eintracht Bledeln in die neue Regionalligasaison.

Bargteheide. „Wir können es kaum erwarten, dass es endlich los geht“, sagte Florian Keck. Die Ungeduld der Tischtennisherren des TSV Bargteheide hat einen Grund: Erstmals nach zehnjähriger Regionalliga-Zugehörigkeit starten die Stormarner als Mitfavorit in die Saison. Die Bargteheider machen aus ihrem Ziel, in die 3. Bundesliga Nord aufsteigen zu wollen, kein Geheimnis.

Überblick rund um die Bargteheider Ambitionen

Die hohen Ambitionen sind eng mit einem Namen verknüpft: Neuzugang Leon Abich, der vom Regionalligarivalen TSV Sasel kam und mit Ole Markscheffel zusammen das obere Paarkreuz bildet. „Wir sind jetzt von eins bis sechs so aufgestellt, dass wir auf allen Positionen positive Bilanzen spielen können, sagte Keck. Das soll am Ende in den Meistertitel münden.

Wer ist der Neue? Warum wollen die Bargteheider in die 3. Bundesliga? Wer sind die härtesten Rivalen im Titelkampf? Wie stark ist der erste Gegner? Das Abendblatt gibt einen Überblick.

Neuzugang Leon Abich wollte ursprünglich zum klassenhöheren TSV Schwarzenbek wechseln. Als Bargteheides Spitzenspieler Ole Markscheffel davon Wind bekam, dass Abich nach vier Jahren in Sasel auf der Suche nach einer neuen Herausforderung war, überzeugte er ihn, in sein Team zu kommen. Zwei Umstände seien entscheidend gewesen, sagte Abich. „Die Ambitionen von Mannschaft und Verein, und dass ich mit fast allen Spielern gut befreundet bin.“

Keck und Abich haben als Jugendliche fast täglich miteinander trainiert. Constantin Velling kenne er von vielen überregionalen Wettkämpfen, so der 22-Jährige. Und zu Ole Markscheffel hat Abich ein besonderes Verhältnis: Ihre Freundinnen Lea und Tessa sind nämlich Schwestern. Keck: „Weil er kein Fremder ist, war seine Integration ins Team auch völlig unproblematisch.“

Abich begann erst mit zwölf Jahren beim SC Poppenbüttel mit dem Tischtennis, wurde 2015 trotzdem deutscher Jugendmeister und zuletzt viermal hintereinander Hamburger Meister im Herren-Einzel. Er lebt in einer WG im Hamburger Stadtteil Barmbek und studiert an der Uni Sozialwissenschaften und Sport auf Lehramt.

Die Mannschaft besteht neben Ole Markscheffel, Leon Abich, Florian Keck und Constantin Velling noch aus Kapitän Christian Velling und Chris Albrecht. Im Bedarfsfall kann auch auf Akteure der in der Oberliga spielenden Zweitvertretung zurückgegriffen werden. Einige von ihnen haben schon bewiesen, dass sie zumindest im unteren Paarkreuz in der Regionalliga konkurrenzfähig sind.

Größter Rivale im Kampf um den Titel dürfte der TTS Borsum sein, der von der Papierform her sogar noch einen Tick stärker einzuschätzen ist. „Unser großes Plus, das am Ende vielleicht den Ausschlag gibt, ist aber der tolle Teamspirit“, sagte Keck. „Während viele andere Mannschaften nur am Spieltag zusammenkommen, trainieren wir zusammen und sehen uns auch außerhalb der Sporthalle regelmäßig.“ An einen Alleingang des Duos glaubt Bargteheides Nummer drei nicht. „Die Liga ist insgesamt stärker als in den Vorjahren. Es gibt noch einige andere brandgefährliche Mannschaften wie Poppenbüttel oder den TTC Doppel, die uns Probleme bereiten können, wenn sie in bester Aufstellung spielen und einen guten Tag haben.“

Der erste Gegner ist der MTV Eintracht Bledeln. Das Heimspiel gegen den Aufsteiger aus der niedersächsischen Gemeinde Algermissen beginnt am Sonnabend (14. September) um 15.30 Uhr in der Turnhalle der Carl-Orff-Schule (Segeberger Straße 1). Alles andere als ein Sieg der Stormarner wäre eine große Enttäuschung. „Wir müssen trotzdem auf der Hut sein“, sagte Keck warnend. „Der Gegner hat ein gutes oberes Paarkreuz. Aber auf den hinteren Positionen sollten wir deutlich stärker sein.“ Allerdings hatten die Bargteheider in der Vergangenheit desöfteren Schwierigkeiten am ersten Spieltag: Vor einem Jahr hat es in eigener Halle gegen den TSV Lunestedt auch nur zu einem 8:8 gereicht.

Ziel ist der Aufstieg in die 3. Bundesliga Nord. „Nach so vielen Jahren in der Regionalliga ist der Wunsch da, sich noch einmal einer neuen Herausforderung zu stellen“, sagte Keck. „Alle haben total Lust, das mal für ein, zwei oder mehr Jahre auszuprobieren, auf höherem Niveau zu spielen.“ Ganz besonders gilt das natürlich für Ole Markscheffel und Leon Abich, die seit Jahren zu den dominierenden Spielern der Regionalliga Nord gehören.

Alle Spiele des TSV Bargteheide: Vorrunde: gegen Eintracht Bledeln (14. September, 15.30 Uhr), gegen den SC Poppenbüttel (19. Oktober, 13.30 Uhr), beim SV Union Salzgitter (26. Oktober, 15 Uhr), beim TSV Sasel (9. November, 14.30 Uhr), gegen die Füchse Berlin (10. November, 13.30 Uhr), bei den SF Oesede (23. November, 16 Uhr), gegen den TTC Düppel (1. Dezember, 13.30 Uhr), beim SV Bolzum (7. Dezember, 15.15 Uhr), beim TTS Borsum (8. Dezember, 14 Uhr), gegen SV Bolzum (25. Januar, 15.30 Uhr); Rückrunde: bei Eintracht Bledeln (15. Februar, 18 Uhr), gegen den TTS Borsum (16. Februar, 13.30 Uhr), beim TTC Düppel (22. Februar, 17 Uhr), bei den Füchsen Berlin (23. Februar, 15 Uhr), gegen den TSV Sasel (7. März, 15.30 Uhr), gegen die SF Oesede (28. März, 15.30 Uhr), gegen Union Salzgitter (29. März, 13.30 Uhr), beim SC Poppenbüttel (18. April, 16 Uhr)