Stormarn
FUSSBALL

Reinfeld jubelt über nächsten Sieg

„Toooor.“ Trainer Michael Clausen freut sich in der Nachspielzeit über den Treffer von Phillip Hackbarth zum 3:1-Endstand.

„Toooor.“ Trainer Michael Clausen freut sich in der Nachspielzeit über den Treffer von Phillip Hackbarth zum 3:1-Endstand.

Foto: Thomas Jaklitsch / Thomas JAKLITSCH

Oberliga-Aufsteiger dreht gegen den SV Frisia Risum-Lindholm einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Erfolg.

Reinfeld.  Jetzt hat Mark Heinze seinen Ruf als Edel-Joker wohl endgültig weg. Vor einer Woche hatte er eine Minute nach seiner Einwechselung für die Oberligafußballer des SV Preußen Reinfeld zur zwischenzeitlichen 5:0-Führung bei Inter Türkspor Kiel getroffen. Diesmal war er im wichtigen Heimspiel gegen den SV Frisia Risum-Lindholm erst wenige Sekunden auf dem Platz, als er mit energischem Einsatz einen Zweikampf im Mittelfeld gewann und den Ball dann genau in den Lauf von Stürmer Kristof Rönnau spielte. Mit dieser starken Aktion leitete der 26-Jährige die Wende für seine Mannschaft ein.

Joker Mark Heinze leitet die Wende ein

Rönnau bediente mit einem Querpass Dennis Lie, der zum 1:1 traf (61. Minute). In der Schlussphase machten die Reinfelder daraus noch einen 3:1 (0:1)-Sieg. Das 2:1 war fast eine Kopie des Ausgleichstores, mit den selben Protagonisten, nur in vertauschten Rollen: Lie bediente Rönnau, der den Ball an Torwart Johnny Nestler vorbei ins Netz schob (84.). Als Phillip Hackbarth in der Nachspielzeit zum 3:1 traf, riss auch Michael Clausen jubelnd die Arme in die Höhe. „Das ist ein Bigpoint für uns“, sagte der Trainer. „Neben dem Ergebnis hat mich hat vor allem die Art und Weise beeindruckt, wie meine Mannschaft gegen eine so robuste und gestandene Oberligamannschaft einen Rückstand noch gedreht hat.“

Reinfeld in der zweiten Halbzeit stärker

Bis zur Pause war die Partie ausgeglichen, wobei der Gegner die etwas besseren Chancen hatte. Ein Stellungsfehler des anfangs in zwei, drei Situationen unsicher wirkenden Christoph Böckelmann ermöglichte Risum-Lindholms Eduard Klemmer eine scharfe Flanke von rechts auf den völlig ungedeckten Finn Kalisch, der per Kopfball zum 0:1 traf (27.). Nach dem gleichen Strickmuster wäre kurz vor der Pause beinahe das 0:2 gefallen. Reinfeld hatte jedoch Glück, dass der gegnerische Angriffshüne beim Abschluss zu sehr in Rücklage geriet und der Ball deshalb überweg ging.

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Reinfelder die Initiative. Clausen: „Der Gegner hat uns aufgezwungen, das Spiel zu machen, und meine Mannschaft hat das angenommen. Wir haben zunehmend an Ballsicherheit gewonnen und viele gute Aktionen gehabt.“ Dabei fehlte neben Außenverteidiger Benedikt Decker der bislang beste Ballverteiler, Neuzugang Philipp Bosbach. „Ich will nicht sagen, dass man ihr Fehlen nicht gemerkt hat“, sagte Clausen. „Aber Phillip Hackbarth wird beispielsweise immer stärker, mit Vjekoslav Taritas haben wir auf der Außenbahn eine echte Waffe, und Lie und Rönnau haben auch ein starkes Spiel gemacht.“

Punktgleich mit SV Eichede und Phönix Lübeck

Als Tabellensiebter, direkt hinter dem punktgleichen Kreisrivalen SV Eichede und dem hochkarätig verstärkten Mitaufsteiger Phönix Lübeck, lässt es sich am Bischofsteicher Weg in jedem Fall gut leben. „Zwölf Punkte aus sieben Spielen sind mehr, als wir erwartet haben“, so Clausen. Wenn der Klassenneuling kürzlich gegen den TSV Bordesholm nicht einen Sieg verschenkt hätte, sähe es sogar noch besser aus. Clausen: „Wir wachsen in die Spielklasse hinein, können mit langjährigen Oberligamannschaften auf Augenhöhe agieren.“

Preußen fahren als Favorit nach Kropp

Und kommendes Wochenende fährt der Aufsteiger sogar als Favorit zum Tabellenvorletzten TSV Kropp, der bislang erst einen Punkt geholt hat. „Wenn wir dort noch einmal gewinnen, wäre das optimal“, sagte der Coach. „Denn danach kommen die richtigen Klopper-Spiele auf uns zu.“

Preußen Reinfeld: Jonas Marschner – Vogel, Böckelmann, Grimm, Witten – Jonathan Marschner, Schroeder (58. Heinze) – Lie (90. Rhein), Hackbarth, Taritas – Rönnau (85. Treichel)