Stormarn
FUSSBALL

Alle Favoriten erreichen zweite Pokalrunde

Kopfballduell zwischen Eichedes Jendrik Brügmann (2. v. l.) und Arber Aslani vom WSV Tangstedt.

Kopfballduell zwischen Eichedes Jendrik Brügmann (2. v. l.) und Arber Aslani vom WSV Tangstedt.

Foto: JUERGEN NUPPENAU / HA

Eichedes Fußballer gewinnen Kreispokalspiel in Tangstedt mit 6:0, Titelverteidiger Reinfeld siegt in Bargfeld sogar mit 7:0

Tangstedt.  Wer sich auf den Weg zum Topspiel der ersten Kreispokal-Runde machte, musste ernsthaft eine Absage befürchten. Rund um das Kleine Alsterstadion des WSV Tangstedt gewitterte es, Starkregen überspülte Straßen in Hamburg und Norderstedt. Kurz hinter der Grenze zu Stormarn aber war davon plötzlich kaum etwas zu spüren. Über der hübschen Anlage strahlte während der gesamten Partie der Sonnenuntergang, und überhaupt war es ein angenehmer Fußballabend – jedenfalls für den SV Eichede. Die Gäste setzten sich beim klassentieferen Gegner souverän mit 6:0 (3:0) durch.

Mittelstürmer Ugur Dagli trifft viermal

Trainer Denny Skwierczynski hatte zuvor von „einem der schwersten möglichen Lose“ gesprochen und folgerichtig auf eine größere Rotation verzichtet. Im Angriff setzte der Coach allerdings anders als zuletzt in der Oberliga wieder auf Ugur Dagli und bewies damit ein gutes Gespür. Den Mittelstürmer bekam der Verbandsligist nie in den Griff. Daglis nahezu identische Kopfballtore zum 1:0 und 3:0 nach präzisen Flanken von Bennet Zaske (12. Minute) und Lars Newrzella (32.) sorgten für die vorzeitige Entscheidung. Auch im zweiten Durchgang gelang Dagli ein Doppelpack (62., 70.). Außerdem trafen Fynn Rathjen (22.) und Christian Peters (60.).

Trainer spricht von „ordentlichem Auftritt“

Skwierczynski sah bei der Partie gegen den harmlosen WSV zwar noch Luft nach oben, zeigte sich aber insgesamt zufrieden: „Wir haben es über weite Strecken gut gemacht und nichts anbrennen lassen. Es war ein ordentlicher Auftritt.“

Auf dem Weg zum erhofften Pokalgewinn – es wäre der erste seit 2016 – trifft der SVE in drei Wochen auf Kreisklasse-Club SV Hammoor. Ein Aufeinandertreffen mit Oberliga-Rivale Preußen Reinfeld, der zuletzt dreimal in Folge triumphierte und den SVE vergangene Saison aus dem Wettbewerb beförderte, ist übrigens erst im Finale möglich.

Reinfeld will Titel verteidigen

Auch der Titelverteidiger gab sich in Runde eins keine Blöße. Bei Kreisligist Bargfelder SV setzte sich die Mannschaft von Trainer Michael Clausen mit 7:0 (3:0) durch. Zeitweise schien der Favorit dabei eher einen internen Wettbewerb im Lattenschießen auszufechten. Stolze fünfmal trafen die Gäste die Querstange. Etwas weiter unten landeten die Abschlüsse von Vjekoslav Taritas (17.), Benedict Schröder (28., 57.), Maximilian Grimm (40., 77.), Dennis Lie (51.) und Patrick Witten (75.). „Das war eine eindeutige Angelegenheit, obwohl einige Spieler nicht dabei waren“, sagte Clausen, der unter anderem auf Stammkeeper Jonas Marschner und Torjäger Kristof Rönnau (beide beruflich verhindert) verzichten musste. Neben dem Klassenerhalt in der Oberliga sei die erfolgreiche Titelverteidigung ein klares Ziel, sagte Clausen: „Wir wollen zum vierten Mal hintereinander den Kreispokal holen.“ In Runde zwei wartet Kreisliga-Spitzenclub FSG Südstormarn auf die Preußen.

SSC Hagen feiert ebenfalls ein Schützenfest

Der einzige Pokalsieger dieses Jahrzehnts, der nicht Eichede oder Reinfeld heißt, ist der SSC Hagen Ahrensburg. Als Verbandsligist sind die Schlossstädter in dieser Saison zwar klarer Außenseiter, trotzdem nehme er den Wettbewerb ernst und hoffe auf den Final-Einzug, sagte Trainer Carsten Holst nach dem lockeren 6:0 (3:0) seiner sehr jungen Startelf beim VfR Todendorf (Kreisklasse A). Sebastian Pott (18., 25.), Brian Techen (44.), Tarek Thun (55., 80.) und Lasse Möller (65.) schossen den SSC in die zweite Runde.

Zwölf von 16 Partie schon ausgetragen

arnIn den bislang zwölf von 16 ausgetragenen Erstrunden-Partien setzte sich kein einziger klassentieferer Gegner durch. Heimsiege gab es nur in drei Vergleichen zwischen Staffel-Rivalen. Im Kreisligaduell mit dem SSV Großensee gewann die FSG Südstormarn nach Toren von Frederic Thiedemann (27.), Dennis Paulsen (33.), Dennis Ratzlaff (54., 65.), Fabian Kagens (73.) und Sascha Bern (83.) mit 6:1 (2:1). Tom Koss (13.) hatte die Gäste in Führung gebracht. In der spannendsten Partie verpassten die Roter Stern Kickers Ahrensburg (Kreisklasse B) ihren ersten Zweitrunden-Einzug seit sechs Jahren um wenige Augenblicke und unterlagen dem SV Siek letztlich mit 1:5 nach Verlängerung. Ein von Laurin Koop verwandelter Elfmeter in der Schlussminute rettete Siek, nachdem Finn Mathys (74.) für die Gäste getroffen hatte. In der Verlängerung waren erneut Koop (93.) und dreimal Cem Cetin (105., 119., 120.) erfolgreich. Der dritte Heimsieg gelang dem Delingsdorfer SV beim 4:0 (1:0) gegen den A-Klassen-Rivalen FC Ahrensburg.

Im Kreisliga-Duell zwischen dem SVT Bad Oldesloe und Spitzenreiter TSV Bargteheide setzten sich die Gäste nach mühevoller erster Hälfte mit 4:2 (0:1) durch. Jonas Borrek brachte den Außenseiter in Führung (34.), später verkürzte Enes Serbest auf 2:3 (85.). Für den TSV trafen Nieck Noor Naward (51.), Julius Hülle (67.), Jannis Rieger (69.) und Lenn Postel (90.).

Einen Kantersieg landete Kreisligist TuS Hoisdorf, der sich beim SV Rehhorst (C-Klasse) 18:0 (7:0) durchsetzte. JuS Fischbek (Kreisliga) gewann 6:1 (3:0) bei A-Klassist SV Meddewade, während der SV Hammoor (A-Klasse) den B-Klasse-Club TSV Badendorf mit 11:0 (8:0) abschoss.