Stormarn
Triathlon

Udo van Stevendaal ist wieder Deutscher Meister

Udo van Stevendaal vom SV Großhansdorf

Udo van Stevendaal vom SV Großhansdorf

Foto: BERND KALLERT / HA -Ausriss

Der 51 Jahre alte Ausdauersportler aus Ahrensburg setzt sich in Beilngries (Bayern) über die Kurzdistanz durch.

Beilngries.  „Am liebsten würde ich meine Form jetzt zwei Wochen lang einfrieren“, sagt Udo van Stevendaal lachend und spielt damit auf die Ende des Monats in Lausanne (Schweiz) stattfindenden Weltmeisterschaften an. Der 51-Jährige ist im Moment bester Laune. Kein Wunder: Er hat bei den Deutschen Meisterschaften im Triathlon über die Kurzdistanz die Altersklasse TM50 dominiert. Der für den SV Großhansdorf startende Ahrensburger benötigte für die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen im bayerischen Beilngries 1:56,40 Stunden – damit war er fast achteinhalb Minuten schneller als der zweitplatzierte Michael Bock (Tri-Team Freiburg). „Schade war allerdings, dass ich davon beim Zieleinlauf noch nichts wusste“, sagt van Stevendaal. „Weil alle Teilnehmer auf vier verschiedene Startgruppen verteilt waren, die im Fünf-Minuten-Abstand auf die Strecke gingen, habe ich erst später erfahren, dass ich gewonnen habe.“

Zweiter großer Erfolg innerhalb von einer Woche

Van Stevendaal belegte in dem stark besetzten Teilnehmerfeld zudem altersklassenübergreifend den fünften Platz. 25 Athleten wurden bei dem im Naturpark Altmühltal ausgetragenen Wettkampf in den verschiedenen Altersklassen Deutsche Meister – für vier von ihnen war es der zweite Titel innerhalb von nur einer Woche. Auch der Ahrensburger hatte schon wenige Tage zuvor in Bremen über die Sprint-Distanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) triumphiert.

Der Ausdauerathlet ist derzeit in der Form seines Lebens. Im Frühjahr war er schon Weltmeister im Duathlon und Europameister im Triathlon geworden. „Egal, was in Lausanne noch passiert, diese Saison hat schon jetzt alle meine Erwartungen weit übertroffen“, sagt van Stevendaal.

Der 51-Jährige ist in der Form seines Lebens

Den Grundstein für seinen vierten großen Titel in diesem Jahr legte er beim Schwimmen im während des Wettbewerbs für die Schifffahrt gesperrten Main-Donau-Kanal. „Ich hatte wieder Glück, einen guten Vordermann zu erwischen, der förmlich durch das Feld gepflügt ist und mit dem ich gerade noch mithalten konnte“, so van Stevendaal. „Ich habe nur seine Füße im Blick gehabt, brauchte mich sonst nicht zu orientieren und konnten mich ganz aufs Schwimmen konzentrieren.“ 22,22 Minuten bedeuteten für ihn dann auch die schnellste jemals in einem Wettkampf erreichte Zeit.

Van Stevendaal: „Gute Schwimmleistung hat mich beflügelt“

Van Stevendaal: „Auf dem Rad habe ich gleich gemerkt, dass ich gute Beine habe. Aber das Schwimmergebnis hat mich noch einmal zusätzlich beflügelt.“ Selbst zwei kleine Zwischenfälle konnten ihm nichts anhaben. Nach dem Wechsel aufs Rennrad saß zunächst die Lasche eines Schuhs nicht richtig. Erst nach 500 Metern hatte er das Missgeschick behoben. Später wurde er während der Fahrt von einer Wespe in die Schläfe gestochen. Das Insekt hatte sich bei hohem Tempo zwischen Helm und Sonnenbrille verfangen. Während des Rennens habe ihn das wegen der hohen Adrenalin-Ausschüttung kaum beeinträchtigt, sagte van Stevendaal. „Aber nach dem Wettkampf ist das eine Auge ziemlich zugeschwollen.“