Stormarn
Extremsport

Barsbütteler Schwimmerin durchquert Fehmarnbelt

Bereit für die Beltquerung: Spitzenschwimmerin Lotta Steinmann (l.) nimmt von Julia Beckmann, Leiterin der HanseBelt-Geschäftsstelle, einen HanseBelt-Schwimmanzug entgegen.

Bereit für die Beltquerung: Spitzenschwimmerin Lotta Steinmann (l.) nimmt von Julia Beckmann, Leiterin der HanseBelt-Geschäftsstelle, einen HanseBelt-Schwimmanzug entgegen.

Foto: IHK/Tietjen / HA -Ausriss

Lotta Steinmann aus Barsbüttel will von Dänemark aus die 21 Kilometer durch die Ostsee bis nach Fehmarn schwimmen.

Barsbüttel.  Für Extremschwimmerin Lotta Steinmann ist die Durchquerung des Fehmarnbelts sportlich die bisher größte Herausforderung. Die körperliche und mentale Belastung, denen sich die 19-Jährige auf der 21 Kilometer langen Strecke zwischen der Insel Fehmarn und der dänischen Küste vor Rødby aussetzt, werden enorm hoch sein. „Sämtliche Gefühle und Gedanken schalte ich deshalb unterwegs aus, um mich lediglich auf das Ankommen zu fokussieren, denn nur darum geht es mir“, sagt die blonde Langstreckenschwimmerin von der SG Stormarn Barsbüttel.

Erster Startversuch am Montag

Sobald das Wetter es zulässt, hat Steinmann vom heutigen Montag noch bis Sonntag die Möglichkeit, sich dem härtesten Solomarathon in der Ostsee zu stellen. Der Start ist aufgrund der derzeitigen Strömungsverhältnisse von Dänemark aus geplant. Sobald Steinmann vor Rødby in die Ostsee steigt, wird sie von einem Begleitboot eskortiert, darf dieses aber nicht berühren. Sorgen bereiten ihr nicht nur die teilweise tückischen Strömungen, sondern auch die unberechenbare Drift unterwegs. „Die Strömung kann bis zu einer Stärke von 3,6 Kilometern in der Stunde anwachsen. Hinzu kommt bei zunehmendem Seitenwind auch noch die starke Abweichung vom Kurs, dadurch würde sich die Distanz verlängern“, sagt Steinmann. „Zudem muss ich höllisch auf kreuzende Frachtschiffe achten, denn die haben Vorfahrt.“

Die 19-Jährige will für Fehmarnbelt-Region werben

Der Verein HanseBelt unterstützt sie bei ihrem Vorhaben. Denn symbolisch will die 19-Jährige mit der Aktion auch für das Zusammenwachsen der Fehmarnbelt-Region werben. Noch trennt eine Meerenge Fehmarn und Lolland. In rund zehn Jahren soll ein Tunnel unter dem Fehmarnbelt die bisherigen Fährverbindungen ergänzen.