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Bargteheider gewinnen den Bargfeld-Cup

Bargteheides Fußballer jubeln mit dem Pokal. Auch Bargfelds Obmann Rüdiger Schmidt (oben rechts) durfte mit auf das Siegerfoto.

Bargteheides Fußballer jubeln mit dem Pokal. Auch Bargfelds Obmann Rüdiger Schmidt (oben rechts) durfte mit auf das Siegerfoto.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Kreisligafußballer feiern souveränen 6:1-Finalsieg gegen den Gastgeber. VfL Tremsbüttel sichert sich den dritten Platz.

Bargfeld-Stegen. Sie wurden von der Konkurrenz schon nach den ersten Gruppenspielen als Hauptanwärter auf den Titel ausgemacht und bestätigten ihre Favoritenrolle auch im Finale: Die Kreisligafußballer des TSV Bargteheide haben sich durch ein 6:1 (2:0) im Finale gegen den Gastgeber Bargfelder SV den 22. Raiffeisenbank-Cup gesichert. „Ich bin stolz auf die Jungs“, sagte Trainer Kevin Bothstede.

Lediglich im für den Turnierverlauf praktisch bedeutungslosen Spiel gegen den SC Elmenhorst (3:3) hatte die neuformierte Mannschaft, die nach dem Rückzug aus der Verbandsliga nun neu angreifen will, nicht überzeugt. Zuvor gab es ein 2:1 gegen den TuS Hoisdorf und sogar ein 7:1 gegen den klassenhöheren VfL Tremsbüttel. Im Finale gegen den neuen Kreisliga-Rivalen ließen die Weinroten dann überhaupt nichts anbrennen. Die Partie war nach einer halben Stunde praktisch entschieden, denn die Bargfelder mussten nicht nur die Tore von Florian Henk (19., 29. Minute) schlucken, sondern auch den berechtigten Platzverweis gegen Torben Lembke (26.). Der Abwehrspieler holte sich wegen Meckerns früh die erste Gelbe Karte ab und sah 20 Minuten darauf wegen Foulspiels Gelb-Rot.

Die Überzahl nutzte Bargteheide zu vier weiteren Toren durch Sandro Schönberger (47.), Jan Luca Schulz (49., 55.) und Enver Cicek (58.). Die Gastgeber verkürzten nur noch durch Ermal Thaqi, ehe der TSV mit Pokal und Bierfass den ersten Titel der Saison bejubelte.

Bargfeld peilt in der Kreisliga einstelligen Tabellenplatz an

Trotz der deutlichen Final-Pleite war aber auch der Bargfelder SV zufrieden mit dem Turnierverlauf. Lediglich der Rückzug des TuS Hoisdorf nach dem ersten Spieltag (wir berichteten) sowie die witterungsbedingte Absage des Spiels um Platz fünf zwischen dem SC Elmenhorst und der SG ElBa flossen negativ in das Fazit des Bargfelder Fußballobmanns Rüdiger Schmidt ein. „Ansonsten war es sehr gut. Es kamen noch mehr Zuschauer als im vergangenen Jahr. Ich habe das Gefühl, dass das Turnier mit seiner familiären Atmosphäre immer weiter an Attraktivität gewinnt.“

Auch in der Zukunft will Schmidt auf ein Teilnehmerfeld setzen, das sich aus eher unterklassigen Clubs aus der Region zusammensetzt. Viele Derbys, möglichst viele ausgeglichene Partien, das sei das beste für den Raiba-Cup.

Nach dem Vorbereitungsturnier ist vor der Kreisliga – und dort wollen die Bargfelder nicht noch einmal eine Saison wie die vergangene erleben, als lange Zeit sogar der Abstieg drohte. „Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz“, sagte Schmidt. Dafür wurde ordentlich umgebaut. Neuer Cheftrainer ist Frank Witte, der nach seiner turbulenten Tätigkeit beim TSV Bargteheide II eigentlich eine Pause einlegen wollte. Doch Schmidt, der einst am Waldweg unter dem Trainer Witte spielte, ließ nicht locker. „Er hat schließlich wegen seiner Verbundenheit zum Verein zugesagt. Mir war wichtig, einen externen Trainer zu holen, damit sich jeder Spieler neu beweisen muss.“

Team muss drei Monate auf Carsten Rüder warten

Der Kader des BSV wurde deutlich vergrößert. „Weil wir viele Studenten hatten, die immer wieder gefehlt haben, mussten wir oft auf Spieler aus der zweiten Mannschaft oder sogar von den Alten Herren zurückgreifen. Es war schwierig, Routine in die Abläufe zu bekommen“, sagte Schmidt. „Das sieht jetzt deutlich besser aus.

Allerdings muss das Team drei Monate lang auf Carsten Rüder verzichten. Der Toptorjäger geht zunächst auf Reisen. Dafür ist dessen Sturmkollege Julian Schöner zurück. Größte Baustelle ist – wie in der vergangenen Saison – die Torwart-Position, auf der bislang lediglich zwei junge Keeper zur Verfügung stehen. Schmidt: „Wir suchen noch nach einem erfahrenen Mann.“

Den dritten Platz beim Raiba-Cup sicherte sich der VfL Tremsbüttel durch ein 4:3 (1:1) über den VfL Oldesloe. Für den Verbandsligisten trafen Sebastian Haupt (11., 72.), Frederik Kühn (70.) und Jonas Fahrenkrog (77.). Janis Ruge (18.), Jesse Neumann (76.) und Vedat Bingöl waren für die Kreisstädter erfolgreich.

Tremsbüttels Trainer Marc Mandel sah bei seinem Team, das im Turnierverlauf auch zwei herbe Pleiten hatte einstecken müssen, noch „deutliche konditionelle Probleme, da wir erst dreimal trainiert haben. Ich bin optimistisch gestimmt, wir stellen uns aber auf den Abstiegskampf ein und müssen jetzt drei Wochen richtig Gas geben.“ Am kommenden Wochenende reist der VfL ins Trainingslager nach Neuruppin.