Stormarn
VOLLEYBALL

Oststeinbeks Abstieg ist noch nicht endgültig

Das Trainerteam des Oststeinbeker SV: Sebastian Lemke (l.), und Timo Timpe.

Das Trainerteam des Oststeinbeker SV: Sebastian Lemke (l.), und Timo Timpe.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Volleyballmänner beantragen Verbleib in der Dritten Liga. Verband entscheidet erst nach dem Meldeschluss am 30. April.

Oststeinbek.  Sportlich haben die Volleyballmänner des Oststeinbeker SV den Klassenerhalt in der Dritten Liga Nord nicht geschafft. Aufgrund möglicher Auf- und Abstiegskonstellationen in den oberen und unteren Ligen ist ein Ligaverbleib für die Stormarner dennoch möglich. Deshalb werden die Oststeinbeker beim Deutschen Volleyball-Verband für kommende Spielzeit auch einen Antrag auf eine erneute Teilnahme am Spielbetrieb der Dritten Liga einreichen.

Ob nun Regionalliga oder weiterhin dritthöchste Spielklasse – die Ungewissheit scheint die Stimmung am Meessen nicht zu trüben. „Die Gefühlslage der Spieler ist in Ordnung. Ich habe keinerlei Bedenken, dass die Mannschaft auseinanderbricht“, sagt Kapitän Jannis Lange. „Jedem von uns war von Beginn an klar, dass wir es mit einem stark verjüngten Team sehr schwer haben werden. Nun ist jeder erst einmal froh, dass eine anstrengende und schwierige Saison hinter uns liegt.“

Oststeinbek unterliegt zum Saisonende Eimsbüttel 0:3

Auch Timo Timpe ist erleichtert, endlich durchatmen zu können. „Mental war die Saison – abgesehen von den beiden Erfolgserlebnissen gegen den VfK Südwest Berlin und Kieler TV II – für mich sehr aufreibend“, sagt der Trainer der Oststeinbeker. „Die jungen Spieler haben sich zwar ein großes Stück weiterentwickelt, die Mannschaft hat aber nicht den ganz großen Schritt vollzogen, den ich mir erhofft hatte.“

Dass die Oststeinbeker zum Saisonfinale beim 0:3 (15:25, 15:25, 19:25) auswärts gegen den Eimsbütteler TV auf verlorenem Posten standen, darf an dieser Stelle als Randnotiz erwähnt werden. „Die Luft war definitiv raus“, so Oststeinbeks Coach. Als Trainer lebt Timpe den Volleyball-Sport 24 Stunden am Tag. „Während der Saison kreisen meine Gedanken ständig um die Frage, an welchen Stellschrauben wir drehen können, um erfolgreich zu sein“, sagt der Coach, der Oststeinbeks Volleyballer gemeinsam mit Sebastian Lemke betreut hat. „Oder ob der nächste Gegner für uns in Schlagdistanz ist und – je nachdem wie die Antwort ausfällt – wie ich die kommenden Trainingseinheiten gestalte.“

Die Entscheidung, ob die „Pirates“ in der Dritten Liga bleiben oder nicht, betrifft direkt auch die zweite Mannschaft des OSV. Als Meister des Verbandsliga würden die „Cowboys“ in die Regionalliga Nord aufsteigen, sofern dem Team von Timpe ein Abstieg erspart bleibt.

Den Meldeschluss für die jeweiligen Ligen haben die Volleyballverbände auf den 30. April terminiert. Timpe: „Bis dahin müssen wir uns noch gedulden,erst dann wissen wir definitiv, wohin die Reise geht.“

Für den 7. Mai haben Oststeinbeks Volleyballer die Spieler, Trainer und Betreuer zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. „In aller Ruhe werden wir gemeinsam die vergangenen Monate Revue passieren lassen und uns Gedanken machen, wie und in welcher Zusammensetzung es weitergeht. Die Frage der Ligazugehörigkeit ist bis dahin ja geklärt“, sagt Timpe. Der Coach erklärt gleichzeitig, dass er grundsätzlich bereit wäre, ligaunabhängig die „Pirates“ eine weitere Saison zu trainieren.

Sebastian Lemke trainiert die Polizei-Nationalmannschaft

Co-Trainer Sebastian Lemke bleibt dem Verein sicher erhalten. „Ich werde auf jeden Fall weitermachen, dass habe ich den Verantwortlichen gegenüber bereits erklärt“, sagt der Polizeibeamte. Angesprochen auf seinen momentanen Gemütszustand antwortet Lemke mit einem Lächeln: „Um die sportliche Misere mache ich mir derzeit keine Gedanken, mein Fokus gilt den Deutschen Polizeimeisterschaften im Volleyball.“

Lemke ist der Trainer der Hamburger Mannschaft, gleichzeitig auch Coach der deutschen Polizei-Nationalmannschaft. Die Hamburger trafen am gestrigen Donnerstag im Finale auf die Berliner Auswahl, die sich mit 3:1 gegen die Hanseaten durchsetzte.

Auch Steffen Trommeshauser schaut lieber nach vorn als zurück. „Ich bin tiefenentspannt, nun müssen wir noch abwarten, in welcher Liga wir kommende Saison antreten“, sagt der sportliche Leiter der Oststeinbeker. „Seit Saisonbeginn planen wir zweigleisig, Pläne sowohl für die eine, als auch für die andere Möglichkeit liegen längst in der Schublade.“