Stormarn
Basketball

Bargteheide verliert Abwehrschlacht in Hamburg

Der Bargteheider Arne List (Mitte) kann den Ball nach hartem Block der Hamburger Ali Kabukcu (l.) und Benjamin Schäfer nicht festhalten.

Der Bargteheider Arne List (Mitte) kann den Ball nach hartem Block der Hamburger Ali Kabukcu (l.) und Benjamin Schäfer nicht festhalten.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Regionalliga-Basketballer unterliegen BG Hamburg-West mit 53:60. Die „Bees“ sind bei Standardsituationen zu harmlos.

Bargteheide.  Kämpferisch haben die Basketballmänner des TSV Bargteheide alles gegeben, spielerisch über weite Phasen überzeugt. Am Ende aber standen die „Bees“ mit leeren Händen da. Said Ghalamkarizadeh brachte es nach der 53:60 (23:26) Auswärtsniederlage bei der BG Hamburg-West auf den Punkt: „Wir haben einfach keinen Zugriff, kein Rezept gegen die konsequent hart zur Sache gehende Abwehr der Hamburger gefunden“, sagte der Trainer der Stormarner. „Wenn wir uns im Gegenzug auch noch jede Menge Fehlwürfe leisten, ist der Ausgang der Partie quasi programmiert.“

An der individuellen Qualität seiner Mannschaft lässt Ghalamkarizadeh keinen Zweifel. Verständlich: Mit Tobias Schümann (Platz vier, 271 Punkte) und Jacob Gäde (Rang zehn, 238 Zähler) hat der Liganeuling zwei der Top-Ten-Schützen der 2. Regionalliga Nord in den Reihen. „Den Vergleich Eins-gegen-Eins würden unsere fünf besten Akteure für sich entscheiden“, sagte er. „Als Mannschaft tritt die BG Hamburg dagegen wesentlich abgeklärter auf. Ihnen reichen 60 Punkte zum Sieg, indem sie unter dem eigenen Korb einfach nichts anbrennen lassen.“ Gegen die Hanseaten war Steffen Hönicke mit 18 Punkten sicherster Werfer – vor Jacob Gäde, der auf 14 Zähler kam.

Interimscoach konnte Mannschaft noch nicht umkrempeln

Ghalamkarizadeh übernahm die „Bees“ vor rund zwei Monaten als Interimscoach. „Gewisse taktische Dinge und Spielzüge lassen sich in der Kürze der Zeit nicht einstudieren“, sagte er. Ein weiteres Manko: Mitten im Abstiegskampf zeigen die Bargteheider zwar den nötigen Biss, lassen aber bei Standardsituationen immer wieder die nötige Treffsicherheit vermissen. Von der Freiwurflinie aus waren sie im bisherigen Saisonverlauf bei 323 Versuchen lediglich 182-mal erfolgreich.

In der Tabelle sind die „Bees“ vier Spieltage vor dem Saisonende auf den letzten Rang gerutscht. Zwei Zähler trennen sie vom zehntplatzierten SC Rist Wedel II und damit vom rettenden Ufer. Allerdings hätten die Wedeler – die sowohl das Hin- als auch das Rückspiel gewonnen haben – bei Punktgleichheit am Saisonende durch den direkten Vergleich die Nase vorn. Klar ist: Nur bei einem Heimerfolg am kommenden Sonnabend (16. März, 17 Uhr, Louise-Zietz-Weg) gegen die auf Rang acht liegende BG Halstenbek/Pinneberg dürfen die Stormarner weiterhin vom Klassenerhalt träumen. Motiviert sind die „Bees“ allemal: Nach dem blutleeren Auftritt bei der 39:100-Pleite im Hinspiel haben sie noch eine Rechnung offen.

Blick soll nach vorn gerichtet werden

Jacob Gäde spricht seinen Teamkameraden aus der Seele: „Die Zuversicht ist da, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen“, sagte der 21 Jahre alte Flügelspieler der Bargteheider. Mit der Niederlage bei der BG Hamburg West hat er abgeschlossen. Er sagte: „Das ist abgehakt, der Fokus auf die kommenden Aufgaben gerichtet. Was war, können wir nicht beeinflussen, was vor uns liegt dagegen schon.“ An der Situation in der Tabelle hat sich nicht viel geändert: Der TSV Bargteheide und der Kieler TB bilden mit jeweils zehn Punkten die Abstiegszone. Die BSG Bremerhaven und die zweite Mannschaft des SC Rist Wedel mit jeweils zwei Zählern mehr auf dem Konto belegen die Plätze zehn und neun. Ghalamkarizadeh: „Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst. Wenn wir aus den verbleibenden vier Begegnungen sechs Punkte holen, haben wir gute Chancen auf den Ligaverbleib.“

Zwei Siege am Saisonende sollen Ligaverbleib sichern

Eine Partie haben die Bargteheider bewusst ausgeklammert. Nach dem Heimauftritt gegen die Halstenbeker wartet am 30. März der verlustpunktfreie Spitzenreiter Weser Baskets BTS Neustadt. Alles andere als eine Niederlage käme einer Sensation gleich.

Wichtiger für Ghalamkarizadeh seien am vorletzten Spieltag die Partie auswärts beim Tabellensechsten Bramfelder SV und zum Saisonfinale die Heimbegegnung gegen den fünftplatzierten Walddörfer Sportverein. „Gegen die Walddörfer haben wir in der Hinrunde knapp verloren, gegen Bramfeld sogar gewonnen“, so der Coach.