Stormarn
VOLLEYBALL

Oststeinbek verliert trotz bester Saisonleistung

Trainer Timo Timpe war mit der Darbietung seiner Mnanschaft zufrieden.

Trainer Timo Timpe war mit der Darbietung seiner Mnanschaft zufrieden.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Volleyballmänner sind nach 1:3 gegen VfL Pinneberg weiter Schlusslicht in der Dritten Liga Nord. Kader bleibt weitgehend zusammen.

Oststeinbek.  Die gute Nachricht vorab: Gegen den VfL Pinneberg haben die Volleyballmänner des Oststeinbeker SV die mit Abstand beste Saisonleistung abgeliefert. Die nicht so erfreuliche Mitteilung: Die „Pirates“ unterlagen gegen die favorisierten Gäste mit 1:3 (23:25, 16:25, 28:26, 26:28). Der Tabellenletzte der Dritten Liga Nord kassierte somit bereits seine 14. Saisonniederlage.

„Die jungen Spieler haben gezeigt, dass sie seit dem Saisonbeginn in ihrer Entwicklung einen großen Schritt nach vorn gemacht haben“, sagt Timo Timpe. Stellvertretend lobt Oststeinbeks Coach den Auftritt des erst 17-jährigen Leonard Lindhoff. „Leo hat ein sensationelles Spiel gemacht, zumal wir ihn erst vor Kurzem vom Mittelblocker zum Außenangreifer umfunktioniert haben.“ Mit dem gleichaltrigen Hendrik Buße steht dem Trainer eine weitere gleichwertige Alternative zur Verfügung. „Leo aufzustellen war eine Bauchentscheidung und kein Entschluss gegen Hendrik“, so Timpe. Als weitere Option für den Außenangriff kann der Coach neben dem erfahrenen Björn Domroese auf den ebenfalls 17 Jahre alten Justin Jezerski zurückgreifen. „Er hat sich ebenfalls weiterentwickelt, gehört aber erst seit dieser Saison zum Kader und verfügt somit noch nicht über die Erfahrung wie Leo oder Hendrik“, sagt der Coach der „Pirates“.

Den Einbruch im zweiten Durchgang erklärt der 40-Jährige folgendermaßen: „Die Enttäuschung, den ersten Satz nach hartem Fight verloren zu haben, war der jungen Mannschaft deutlich anzumerken. Da sind die Spieler einfach noch nicht abgeklärt genug.“

Partie war zum Ende des vierten Satzes spannend

Im dritten Abschnitt bot sich den Zuschauern in der Walter-Ruckert-Halle ein anderes Bild: Nach deutlicher Leistungssteigerung und zwei abgewehrten Matchbällen sicherten sich die Hausherren den Satz mit 28:26.

Satz vier stand bis zum letzten Ballwechsel auf des Messers Schneide. „Da hatten die Pinneberger einfach das Glück auf ihrer Seite, meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen“, sagt Timpe. Lächelnd fügt er nach kurzer Pause hinzu: „Es war eine Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe, die eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte, aber Unentschieden gibt es ja im Volleyballsport bekanntlich nicht.“

Nächster Gegner ist der fünftplatzierte SC Potsdam

Kommendes Wochenende ist spielfrei. Die Zeit will Timpe nutzen, um im Training weiter an technischen Abläufen zu feilen und die Mannschaft auf die kommende Herausforderung einzustellen. Und die hat es in sich: Am 16. Februar müssen die „Pirates“ auswärts beim Tabellenfünften SC Potsdam antreten. Das Hinspiel ging mit 3:1 an die Brandenburger.

Timpe verspricht: „Wenn es den Spielern gelingt, nahtlos an die Form der Pinneberg-Begegnung anzuknüpfen, werden wir nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.“ Mindestens ein Zähler, den eine Mannschaft für eine knappe Niederlage erhält, wäre im Kampf um den Klassenerhalt auch dringend nötig. In den verbleibenden fünf Partien müssen die Stormarner unbedingt punkten, um die zweite Mannschaft des Kieler TV noch vom vorletzten Tabellenrang zu verdrängen. Als Tabellenzehnter würde der OSV am Saisonende zwar weiterhin einen Abstiegsplatz belegen, hätte aber bei günstiger Konstellation in den anderen Spielklassen die besseren Karten.

OSV will Antrag auf Verleib in der Dritten Liga stellen

Nachdem zahlreiche Leistungsträger den Drittligisten zum Ende der vergangenen Saison aus unterschiedlichsten Gründen verlassen hatten, wurde am Meessen mit dem Thema Abstieg offen umgegangen. Oststeinbeks sportlicher Leiter erklärt das. „Uns blieb nichts anderes übrig, als die seit Langem angestrebte Verjüngung der Mannschaft konsequent voranzutreiben. Deshalb war der Kampf um den Klassenerhalt auch von Beginn an ein Thema“, sagt Steffen Trommeshauser. „Mit einigen jungen Spielern haben wir Gespräche geführt, die in beide Richtungen – Ligaverbleib und Abstieg in die Regionalliga – gingen. Mit den anderen Spielern werden wir uns zeitnah zusammensetzten. Die bisherigen Reaktionen waren durchweg positiv, ein Auseinanderbrechen des Kaders ist also nicht zu befürchten.“

Beim Deutschen Volleyball-Verband werden die Oststeinbeker einen Antrag auf einen Verbleib in der Dritten Liga stellen. „Ein Abstieg könnte uns erspart bleiben, auch wenn es sportlich nicht reicht“, sagt Trommeshauser. Allerdings fällt eine Entscheidung erst einige Wochen nach dem Saisonfinale am 6. April fallen. Erst dann erfährt der Deutsche Volleyball-Verband, welche Mannschaften von ihrem Aufstiegsrecht Gebrauch machen. Ein Zünglein an der Waage könnte dabei die zweite Mannschaft des VC Olympia Berlin sein, die außer Konkurrenz am Spielbetrieb der Dritten Liga Nord teilnimmt. Die Berliner könnten eine weitere Saison drittklassig bleiben oder kommendes Jahr in der Zweiten Bundesliga antreten.