Stormarn
Schwimmen

Schwimmtalent ist Vierfach-Vizemeisterin

Elea Linka hat gut Lachen. 2018 war für die 17-Jährige sportlich ein äußerst erfolgreiches Jahr

Elea Linka hat gut Lachen. 2018 war für die 17-Jährige sportlich ein äußerst erfolgreiches Jahr

Foto: Privat / HA

Das Abendblatt stellt die Kandidaten für die Wahl zu Stormarns Sportler des Jahres. Heute: Elea Linka von der SG Stormarn Barsbüttel.

Barsbüttel.  Vor eineinhalb Jahren steckte Elea Linka noch tief in der Krise. Das tägliche Training im Hamburger Dulsbergbad brachte der damals 16-Jährigen keinen Spaß mehr. Demzufolge entsprachen ihre Leistungen am Bundesstützpunkt Schwimmen Hamburg/Schleswig-Holstein nicht mehr den Anforderungen.

Aufgeben war für die blonde Schwimmerin allerdings keine Option. Der Traum von einem Start bei einem großen internationalen Wettkampf lebte weiter in ihr. Elea traf eine wichtige Entscheidung. Sie wechselte zur SG Stormarn Barsbüttel. Am Soltausredder entwickelte sie wieder Freude am leistungsorientierten Schwimmsport.

Ihr Talent und Trainingsfleiß mit bis zu elf Übungseinheiten in der Woche zahlten sich schnell aus. Über 1500 Meter Freistil verbesserte sie ihre Zeit innerhalb des vergangenen Jahres um 45 Sekunden, über 400 Meter Lagen unterbot sie ihre alte Bestmarke um mehr als fünf Sekunden. Für Furore sorgte Elea (Jahrgang 2001) bei den in Berlin ausgetragenen deutschen Jahrgangs-Meisterschaften. Dort gewann sie über 800 Meter Freistil die Silbermedaille.

Elea bevorzugt die langen Distanzen

Gleich dreimal silbernes Edelmetall sicherte sich die mittlerweile 17-Jährige danach bei den in Mölln ausgetragenen Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen. Über siebeneinhalb und fünf Kilometer belegte sie bei den weiblichen Junioren jeweils den zweiten Platz. Mit der weiblichen 3x1,25-Kilometer-Jugend-Staffel wurde Elea gemeinsam mit den Vereinskameradinnen Lotta Steinmann und Lisa Sophie Selle ebenfalls deutsche Vizemeisterin.

Auch der Saisonausklang lief für die junge Barsbüttelerin blendend: Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin unterbot sie in der offenen Klasse ihre eigene Bestmarke über 800 Meter Freistil um elf Sekunden, über 400 Meter Lagen erreichte sie das B-Finale. Elea lächelt und sagt: „Der gelungene Saisonabschluss ist zugleich Motivation und Antrieb für kommende Aufgaben.“

Eleas sehnlichster Traum – einen großen internationalen Wettkampf zu bestreiten – ging vergangenes Jahr auch in Erfüllung: Mitte Juli startete das Talent bei den Jugend-Europameisterschaften auf Malta. Bei ihrem EM-Debüt belegte Elea über 7,5 Kilometer immerhin Rang 17.

Die Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule unterhält eine Kooperation mit der SG Stoba

In direkter Nachbarschaft zur Schwimmhalle besucht Elea die zwölfte Klasse der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule. Mit der Barsbütteler Lehranstalt unterhält die SG Stoba seit Langem eine Kooperation. Die Schwimmgemeinschaft nutzt einige der schulischen Räumlichkeiten für ihr Landtraining. Die Trainer der SG Stoba empfehlen im Gegenzug den jugendlichen Schwimmern einen Schulwechsel an den Soltausredder.

2020 stehen für Elea die Abiturprüfungen auf dem Plan. Zurzeit kann sie sich gut vorstellen, Medizin zu studieren. „Jura ist allerdings auch eine Option, festlegen möchte ich mich da noch nicht“, sagt sie. Die 17-Jährige kommt aus einer schwimmbegeisterten Familie. Die Mutter, Schwester und ihr Bruder betrieben ebenfalls leistungsmäßig Schwimmsport.

Dass bei der Wahl zum Stormarner Sportler des Jahres gleich drei Nominierte aus dem Schwimmsport kommen (siehe Infokasten), gefällt Elea. „Schwimmen zählt in Deutschland leider immer noch zu den Randsportarten, für die sich die Medien – von einigen Ausnahmen einmal abgesehen – kaum interessieren“, sagt die 17-Jährige. „Wenn der Schwimmsport nicht stärker in den Fokus rückt, wird sich diesbezüglich auch in absehbarer Zukunft nichts ändern.“ Sportliches Ziel der Barsbüttelerin in diesem Jahr ist neben der erneuten EM-Qualifikation eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen. Diese werden Ende Juni in Burghausen (Bayern) ausgetragen. „Das tägliche Training ist schon jetzt auf lange Distanzen abgestimmt“, erzählt Elea.

Acht Kilometer hat sie vor Kurzem im Stück absolviert. Auf einer 25-Meter-Bahn, wie der in Barsbüttel, sind dazu zwangsläufig 319 Rollwenden nötig. „Jede Einzelne nutze ich zum Zählen der absolvierten Meter“, sagt Elea, deren Trainingseinheiten nicht zu einseitig auf lange Distanzen ausgelegt sein darf. „Damit am Ende nicht die Geschwindigkeit leidet, enthält der Trainingsplan zur Abwechslung immer wieder kurze Distanzen, die ich mit vollem Einsatz angehe“, erzählt Elea und lacht, „ohne mir dabei die Zeit mit Zählen der Rollwenden zu vertreiben.“

Als Leser können Sie bei der Sportlerwahl mitmachen und gewinnen. Die Teilnahme ist ganz einfach. Wählen Sie in jeder Kategorie einen Kandidaten aus, notieren die Namen in Druckbuchstaben auf einer frankierten Postkarte und senden diese an den Kreissportverband (KSV) Stormarn, Lübecker Straße 35, 23843 Bad Oldesloe. Die Teilnahme ist ebenfalls per E-Mail (info@ksv-stormarn.de) oder auf der Internetseite des KSV (www.ksv-stormarn.de) möglich. Einsendeschluss ist 31. Januar 2019. Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost.