Stormarn
Pferdesport

Verband nominiert 34 Stormarner Reittalente

Der Perspektivkader für die Saison 2019.

Der Perspektivkader für die Saison 2019.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Die Mitglieder des Perspektivkaders sind zwischen zwölf und 16 Jahre alte und kommen vom Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiten.

Ahrensburg.  Der Kreispferdesportverband (KPSV) Stormarn hat 34 vielversprechende Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitstalente für seinen Perspektivkader nominiert. „Die Auswahl ist ein Beleg für die hervorragende Jugendarbeit, die unsere Reitvereine in Stormarn das Jahr über leisten“, sagt die KPSV-Vorsitzende Iris Genwo. „Die weitere Entwicklung jedes Einzelnen werden wir mit Spannung verfolgen.“ In den Kader neu aufgenommen wurden Philippa Emilia Bleck (15) und Maximiliane Witthoefft (12) vom PS Granderheide, Antonia Brandt (15) und Greta Schultchen (14) vom RV Am Bredenbeker Teich sowie Reka Sickelmann (15) und Fynn Jesse Hess (12) vom RFV Hamberge. Ebenfalls neu dabei sind Emilia Busch (13, RV Tangstedt), Mick Salzmann (15, RV Mittelstormarn) und Felipa Sollorz (13, RFV Hoisdorf).

Anlässlich einer ersten Zusammenkunft der Kadermitglieder bot Florentine Markworth einen Fitness-Workshop an. Die Verbandsärztin des Pferdesportverbands Schleswig-Holstein referierte über gesunde Ernährung und zeigte, wie jeder anhand von Fitness- und Dehnübungen eine bessere Kondition und Beweglichkeit erlangen kann. Genwo gab dem Reitnachwuchs Tipps zur Verbesserung der mentalen Stärke.

Der Charakter der Jugendlichen ist auch ein Nominierungskriterium

Der Kreisverband nominierte im Jahr 2011 erstmals die besten Reittalente für seinen neu etablierten Nachwuchskader. Mit dem Förderprogramm will der Verband die Lücke zwischen der Vereinsarbeit im Kreis und dem Landeskader schließen. Genwo: „Nominierungskriterien sind neben der sportlichen Leistung auch die Charaktereigenschaften der Jugendlichen.“ Deshalb spielen die Ranglistenpunkte eines Turnierjahres bei der Nominierung eine ebenso große Rolle wie das Verhalten der Jugendlichen gegenüber den Trainern, den Eltern und den Mitstreitern.

„Weiterhin prüfen wir, ob die jungen Talente im täglichen Training gefördert und fachkundig in die richtige Richtung gelenkt werden“, sagt Kaderbetreuerin Nina Stiller. Das jeweilige Pony oder Pferd eines Kandidaten spiele dabei eine tragende Rolle. „Ein Kandidat muss die Möglichkeit haben, auf längere Sicht ein gutes Pferd zu reiten. Dabei vertrauen wir auch den Empfehlungen der Trainer.“

Für eine Nominierung spielt ein abschließendes Sichtungsturnier im Herbst eine wichtige, aber nicht alles entscheidende Rolle. Stiller: „Dieses Jahr hat sich kein weiterer Kandidat aufgedrängt. Die gezeigten Leistungen haben unsere bis dahin getroffene Auswahl jedenfalls bestätigt.“ Der KPSV hatte seine Kandidaten bei verschiedenen Reitsport-Veranstaltungen schon das ganze Jahr über beobachtet. Denn ein Pferd, aber auch ein junger Reiter, kann immer Mal einen schlechten Tag erwischen. Stiller: „Deshalb ist letztendlich das ganze Paket entscheidend.“ Als weitere Aktivitäten plant der KPSV zunächst im Januar ein Fall- und Sturztraining, im März eine Sitzschulung im Sattel. Vor Beginn der Turniersaison treffen sich die Kadermitglieder noch einmal zu einem Grillabend. „Die Teilnehmer sollen nicht nur fit durch den Winter kommen, sie sollen sich auch näher kennenlernen“, sagt Stiller.

Seit einiger Zeit steht die Vielseitigkeitsreiterei wieder mehr im Fokus des Kreispferdesportverbands. „Mit Sven Lux haben wir einen äußerst engagierten Trainer, der einige sehr gute Vielseitigkeitstalente entdeckt hat“, sagt Stiller. „Die Vielseitigkeitsreiterei mit den drei Disziplinen Dressur, Springen und Geländeritt hat in der Förderung mittlerweile den Stellenwert, den sie verdient.“

Eine wichtige Säule des Perspektivkaders sind die ethischen Grundsätze der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Regel Nummer sieben lautet in der Kurzfassung: „Die Nutzung des Pferdes im Reitsport muss sich an seiner Veranlagung, seinem Leistungsvermögen und seiner Leistungsbereitschaft orientieren. Die Beeinflussung durch nicht pferdegerechte Einwirkungen ist abzulehnen und muss geahndet werden“. Der KPSV achtet strikt auf die Einhaltung der Regeln. Da jedoch die meisten jungen Pferdesportler die unterschiedlichen Werte von klein auf an verinnerlicht haben, sind schwarze Schafe eher selten.

Die Berufung in den Perspektivkader gilt zunächst für ein Jahr. Sie kann am Ende für den gleichen Zeitraum verlängert werden. Sie endet bei einem Wechsel in einen anderen Verband, bei groben Verstößen gegen die ethischen Grundsätze. In dem Kalenderjahr, in dem ein Kaderschützling seinen 17. Geburtstag feiert, scheidet er ebenfalls aus. Gleiches gilt bei einem Aufstieg in den Landeskader.

Das ist zuletzt den Springreiterinnen Frederike und Catharina Staack vom PS Granderheide, den Dressurreiterinnen Emilia Jensen (PS Granderheide) und Raika-Marie Rosch (RV Ahrensburg-Ahrensfelde) sowie der Vielseitigkeitssportlerin Rebecca Gerken (RV Floggensee) gelungen.

Das sind die weiteren Mitglieder des Perspektivkaders: Melanie Hornung (15), Chiara Pein (16), Anne Sophie Wenzel (15), Lana Meyer-Williams (15), Gina Sophie Knaak (15), Kiara Kühl (15), Finja Cordes-Schniedermeier (13), Amelie Josepha Hagen (14), Rose Oatley (12), Julia Schefe (15), Cornelius Speck (16) und Eva-Maria Speck (16, alle PS Granderheide), Helen Dierk (15), Hannah Schimmelpfeng (16), Janne Charlotte Clausen (16), Anna Schröder (16, alle RV Ahrensburg-Ahrensfelde), Sarah Marie Pesel (15, RV Oststeinbek-Harvighorst), Marie Reinold (15), Sophie-Elisabeth Grube (15), Anna Mareike Koll (16, alle RFV Hamberge), Lissa-Sophie Breuer (16, RFG Bargfeld-Stegen), Paulina Ghaussy (16, RV Am Bredenbeker Teich), Dominique Grewe (14), Lilli Elen Seidel (14, beide RGS Ahrensfelde), Maxin Sassermann (15, RV Tangstedt).