Stormarn
Tischtennis

Sportler aus Bargteheide bleiben in Abstiegsgefahr

Bargteheides Mannschaftskapitän Christian Vmen/regionalligaelling rückt dank seiner starken Hinrunden-Ergebnisse im Team möglicherweise eine Position auf.

Bargteheides Mannschaftskapitän Christian Vmen/regionalligaelling rückt dank seiner starken Hinrunden-Ergebnisse im Team möglicherweise eine Position auf.

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Tischtennisherren hoffen in der Regionalliga auf eine starke Rückrunde. Die Ahrensburger wollen Vizemeister werden.

Bargteheide/Ahrensburg.  Die „Unentschieden-Könige“ der Tischtennis-Regionalliga können ja doch noch gewinnen: Die Herren des TSV Bargteheide – die bislang fünfmal und damit deutlich öfter als jede andere Mannschaft in der Nord-Staffel 8:8 gespielt haben – besiegten das noch punktlose Schlusslicht TSV Rostock Süd mit 9:3 und feierten damit zum Hinrundenabschluss erst ihren zweiten Sieg in dieser Saison.

„Von der Papierform her war das natürlich ein Pflichtsieg, aber trotzdem kein Selbstläufer“, sagte Bargteheides Teamsprecher Florian Keck. „Die Rostocker wissen auch, wie man mit Schläger und Ball umgeht. Aber wir haben eine konzentrierte Leistung gezeigt.“ Der Sieg, zu dem Keck, Ole Markscheffel (je 2), Chris Albrecht, Christian Velling, Constantin Velling, Keck/Albrecht und Velling/Velling die Punkte beitrugen, verhalf den Bargteheidern in der Tabelle auf den sechsten Rang.

Mehrere Mannschaften auf ähnlichem Niveau

Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt allerdings nur einen Zähler. Und die Abstiegszone ist nur zwei Punkte entfernt – kein Grund also, sich schon zu sicher zu fühlen, denn so ausgeglichen wie in dieser Saison war das Feld noch nie. Tabellenführer Hannover 96 und Schlusslicht Rostock einmal ausgeklammert haben alle Mannschaften ein ähnliches Niveau. Da kann jeder noch Vizemeister werden – oder eben absteigen. Die Bargteheider sind mit ihrem bisherigen Abschneiden zufrieden. Keck: „Es gab ein oder zwei Spiele, in denen wir einen Sieg vergeben haben, aber auch ein oder zwei Begegnungen, in denen wir mit Glück noch einen Punkt geholt haben – beispielsweise gegen Lunestedt und Bolzum, in denen wir schon 5:8 hinten lagen.“

Im Hinblick auf einen drohenden Abstieg macht Keck sich keine Sorgen: „Ich zähle uns nicht zu den drei schwächsten Mannschaften der Liga und glaube, dass wir uns in der Rückrunde noch steigern und etwas konstanter spielen können“, sagte er.

Die Bargteheider werden personell mindestens eine Änderung vornehmen. Der bisher an Position sechs spielende Leo Schultz zieht sich in die zweite Mannschaft zurück, dafür rückt Luca Meder ins Regionalligateam auf. Der 18-Jährige hat mit zwölf Siegen aus 15 Matches maßgeblichen Anteil daran, dass Bargteheides Reserve in der Verbandsoberliga Nord auf dem zweiten Tabellenplatz steht. „Wir trauen ihm auch bei uns eine positive Bilanz zu. Er hat schon vereinzelt in der Regionalliga ausgeholfen“, sagte Keck.

Stormarner spielen im Doppel stark

Potenzial sehen die Bargteheider aber auch im Doppel: Dort hat sich mit Keck und Albrecht erst eine Paarung gefunden, die verlässlich punktet. „Alle anderen Varianten haben bisher noch nicht so funktioniert“, sagte Keck. „Deshalb haben wir dort experimentiert und viel hin und her getauscht. Mit Luca ergeben sich dort jetzt neue Möglichkeiten.“

Kreisrivale TTG 207 Ahrensburg/Großhansdorf liegt nur einen Punkt vor den Bargteheidern. Nach vier Siegen in Serie – darunter am letzten Hinrundenspieltag ein 9:1 gegen Rostock – sind die Stormarner allerdings so etwas wie die Mannschaft der Stunde. „Nach dem schwachen Start haben wir zu alter Stärke zurückgefunden“, sagte TTG-Leiter Torben Günter.

Sollten die Ahrensburger daran in der am 13. Januar mit dem Auswärtsspiel beim TSV Sasel beginnenden zweiten Saisonhälfte anknüpfen können, hält Günter sogar die Vizemeisterschaft für realistisch. Zuvor müssen sich die Ahrensburger allerdings eines Luxusproblems entledigen. Es gilt noch in dieser Woche die Frage zu klären, wen sie zur Rückrunde als Nummer sechs melden. Till Cassens, der die gesamte Hinserie wegen eines mehrmonatigen Aufenthalts in Südafrika verpasst hatte, oder einen seiner beiden Vertreter Jan-Ole Penderak oder Christopher Hahn.

Die TTG 207 muss ein Luxusproblem lösen

Günter: „Jeder wäre eine gute Lösung. Wir müssen bei der Entscheidung auch berücksichtigen, was das Beste für die zweite Mannschaft ist, für die es ja in der Verbandsoberliga Nord nicht so rosig aussieht.“

Jan-Ole Penderak hat sich mit zuletzt starken Leistungen für eine Weiterbeschäftigung in der ersten Mannschaft empfohlen: Beim Sieg gegen die Rostocker, die in Carsten Tesing übrigens einen ehemaligen TTG-Spieler in ihren Reihen hatten, besiegte er Chris Rehberg klar in drei Sätzen und gewann zudem an der Seite von Christian Witter gegen das gegnerische Spitzendoppel Tomasz Rakowski und Sven Stürmer.

Die übrigen Punkte beim fünften Saisonsieg holten Kai Enno Kleffel (2), Witter, Daniel Schildhauer, Adrian Weyhe, Sven Brockmüller und Kleffel/Schildhauer.