Stormarn
Oststeinbeker SV

Unsportlichkeiten haben Mathias Reß zum Rücktritt veranlasst

Oststeinbeks Fußballer hatten sich gegen Altengamme vier Rote Karten eingehandelt und  daraufhin nach einer Führung noch mit 1:3 verloren.

Oststeinbeks Fußballer hatten sich gegen Altengamme vier Rote Karten eingehandelt und daraufhin nach einer Führung noch mit 1:3 verloren.

Foto: Thomas Jaklitsch

Der bisherige Liga-Obmann und Presesprecher der Oststeinbeker Bezirksligafußballer reagierte auf die Vorkommnisse beim Pokalspiel.

Oststeinbek.  Mathias Reß hat sich gegenüber der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn zu den Gründen für seinen Rücktritt als Liga-Obmann und Pressesprecher beim Oststeinbeker SV geäußert. Drei Tage nach der 1:3-Niederlage der Bezirksligafußballer im Achtelfinale des Oddsetpokals gegen den SV Altengamme sagte er: „Während des Spiels und am Tag danach sind Dinge passiert, die ich mit meinem Naturell nicht vereinbaren kann.“

Der OSV hatte die Partie gegen den eigentlich deutlich unterlegenen Landesligaclub aus Altengamme nach einer 1:0-Führung durch mehrere Undiszipliniertheiten fahrlässig aus der Hand gegeben (wir berichteten). Vier Oststeinbeker flogen vom Platz. In der Halbzeitpause kam es zu einem Handgemenge vor den Kabinen, nach Abpfiff wurde der Schiedsrichter Björn Lassen (Barsbütteler SV) auch von einigen Zuschauern beschimpft. Reß verzichtete daraufhin, wie sonst üblich, über den offiziellen Internet-Auftritt einen ausführlichen Spielbericht zu veröffentlichen. Auf Facebook schrieb er lediglich: „Heute ist es einfach nur schwer, für diese Undiszipliniertheiten und Unsportlichkeiten unseres Teams und Teilen unserer Zuschauer Worte zu finden.“ Am Tag darauf erklärte der 35-Jährige seinen Rücktritt von allen Ämtern.

Er wünsche dem OSV weiterhin viel Erfolg, betonte Reß. „Ich hoffe, dass die Spieler das Ruder herumreißen und in der Liga weiterhin um die Meisterschaft kämpfen können. Das sind eigentlich alles ganz feine und liebe Jungs. Viele haben mich angerufen, sich entschuldigt und mich gebeten, zu bleiben. Aber ich muss jetzt erst mal etwas Abstand gewinnen.“ Trainer Simon Gottschling und Reß’ Vorgänger Michael Baaß, der noch als Betreuer tätig ist, wollten sich zu den Folgen des Rücktritts zunächst nicht äußern.