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Reinfeld verliert Spitzenspiel gegen Oldenburg

Reinfelds PaulTreichel (M.) springt höher als Oldenburgs Kevin Wölk, der später wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah.

Reinfelds PaulTreichel (M.) springt höher als Oldenburgs Kevin Wölk, der später wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah.

Foto: Thomas Jaklitsch / Thomas JAKLITSCH

Landesligafußballer bleiben trotz verdienter 1:2-Niederlage Tabellenführer. Am Dienstag Kreispokal-Viertelfinale bei FSG Südstormarn.

Reinfeld.  Das konnte ja nicht ewig so weiter gehen: Nach neun Siegen hintereinander haben die Landesligafußballer des SV Preußen Reinfeld wieder einmal ein Punktspiel verloren. „Auch wenn wir bis zum Schluss an einem Unentschieden schnuppern durften, ist die Niederlage hochverdient. Der Gegner hatte ein deutliches Plus an hochkarätigen Chancen“, sagte Trainer Michael Clausen nach dem 1:2 (0:2) im Spitzenspiel gegen den Oldenburger SV.

Ausgerechnet der zuletzt so starke Jonas Marschner brachte den Gegner mit einem groben Patzer frühzeitig auf die Siegerstraße. Der Schlussmann brachte einen Freistoß von Kevin Wölk nicht unter Kontrolle, Pascale Janner (23. Minute) nutzte den Fehler zum 0:1. Kurz darauf unterstrich Daniel Junge seine Torjäger-Qualitäten, als er einen Konter stark zum 0:2 abschloss (29.).

Reinfelder wirkten oft zu umständlich

Kurz vor und nach dem Seitenwechsel hatten die Reinfelder bei Aluminiumtreffern von Lucas Irmler (45.) und Junge (47.) dann Glück, dass die Oldenburger nicht schon frühzeitig alles klar machten. Die Reinfelder, die dank des besseren Torverältnisses trotzdem Spitzenreiter bleiben, zeigten in der ersten Halbzeit fast nichts von dem, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte. „Wir waren gar nicht richtig auf dem Platz, haben uns nicht eine vernünftige Chance erspielt“, sagte Clausen. „Für die zweiten 45 Minuten haben wir uns dann vorgenommen, mehr Mut zu haben, den Kopf hochzukriegen, um irgendwie noch den Turnaround zu schaffen.“

Tatsächlich kam seine Mannschaft besser ins Spiel, vor allem nach der Gelb-Roten Karte gegen Kevin Wölk (54.) wegen wiederholtem Foulspiel spielte sich das Geschehen überwiegend um den Oldenburger Strafraum ab. Die Gastgeber wirkten jedoch oft zu umständlich, rieben sich in Einzelaktionen auf. Mehr als der 16. Saisontreffer von Kristof Rönnau (76.) zum 1:2 gelang nicht. Kurz zuvor hatte der eingewechselte Paul Treichel Oldenburgs Schlussmann Felix Prokoph mit einem abgefälschten Schuss zu einer Glanzparade gezwungen.

Trainer beklagt „Zeitschinden“ der Gegner

Für Clausen kam der Leistungseinbruch seiner Mannschaft nicht völlig unerwartet: „Das hat sich schon abgezeichnet. Wir haben keine gute Trainingswoche gehabt und dafür nun im Spiel die Quittung bekommen. Daraus sollten wir unsere Lehren ziehen“, sagte er mahnend in Richtung Spieler.

Die Gäste haben angedeutet, warum sie im Gegensatz zu den Reinfeldern von vornherein als ein Topfavorit gehandelt wurden. Sie verfügen auf entscheidenden Positionen hohe individuelle Qualität, sind routiniert und in vielen Situationen sehr clever. Einen allzu sympathischen Eindruck haben die Gäste trotzdem nicht hinterlassen. Das lag nicht nur an ihrer ruppigen Spielweise. „Sie haben nach ihrer Führung keine Möglichkeit ausgelassen, um durch Zeitschinden den Spielrhythmus zu unterbrechen“, sagte Clausen. „Das hat mir gar nicht gefallen. Warum der Schiedsrichter da nicht früher eingegriffen und sich immer wieder auf Diskussionen eingelassen hat, kann ich nicht verstehen.“

Morgen geht es um den Kreispokal

Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt nicht: Bereits am morgigen Dienstag (20 Uhr, Bahnhofstraße in Grönwohld) geht es für den Titelverteidiger im Kreispokalwettbewerb bei der zwei Klassen tiefer spielenden FSG Südstormarn (Kreisliga Süd) um den Einzug ins Halbfinale. Dortiger Gegner wäre am 1. November der SV Eichede. Clausen: „Dieses attraktive Spiel wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Deshalb werden wir kein Risiko eingehen und die bestmögliche Mannschaft aufbieten.“ Am Donnerstag folgt dann das vierte Viertelfinale zwischen dem Bargfelder SV und JuS Fischbek (19.30 Uhr Waldweg) – dann stehen alle Vorschlussrundenteilnehmer fest. Neben Eichede hat sich bereits der TSV Zarpen qualifiziert.

SV Preußen Reinfeld: Marschner – Vogel, Grimm, Böckelmann, Dankert – Decker (46. Treichel), Witten, Schröder, Schecke (64. Heinze)– Lie (72. Kunert), Rönnau