Stormarn
Basketball

Ahrensburgs Saisonziel ist der Klassenerhalt

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

ATSV-Basketballdamen sind stark verjüngt in die Regionalliga-Spielzeit gestartet. Vier Leistungsträgerinnen haben den Verein verlassen.

Ahrensburg.  Für seine Mannschaft beginne die Spielzeit in der 2. Regionalliga Nord eigentlich erst am morgigen Sonnabend, betont Sebastian Eickhoff im Gespräch mit dem Abendblatt. „Die deutliche Auswärtsniederlage zum Saisonauftakt beim Titelaspiranten SC Alstertal-Langenhorn (47:116, wir berichteten) hatten wir einkalkuliert, sie ist längst abgehakt“, sagt der Trainer der Basketballdamen des Ahrensburger TSV.

Vor dem ersten Heimauftritt der „Twisters“ an diesem Wochenende in der Sporthalle der Stormarnschule (17 Uhr, Waldstraße) gegen den BBC Rendsburg Suns gibt das Abendblatt einen Überblick über die Veränderungen im Kader, die Ziele der Mannschaft und die neuen Hoffnungsträgerinnen.

Abgänge: Sechs Spielerinnen haben die Mannschaft verlassen. Die größte Lücke hinterließ dabei Bundesligaspielerin Mirja Beckmann. Das 20 Jahre alte Eigengewächs der Ahrensburgerinnen, das schon in der vergangenen Spielzeit mit einem Doppelspielrecht für die BG ’89 Rotenburg/Scheeßel in der Zweiten Bundesliga Nord auf Punktejagd ging, konzentriert sich nun voll und ganz auf die „Hurricanes“, um sich einen Stammplatz zu erarbeiten. „Aufgrund der vielen Spielplanüberschneidungen hätte uns Mirja lediglich für fünf Partien zur Verfügung gestanden. Das wäre für beide Seiten nicht zufriedenstellend gewesen“, sagt Eickhoff.

Auch Muska Saidi, Melis Özer und Hayley Darko zählten in der abgelaufenen Spielzeit zu den Leistungsträgerinnen der „Twisters“. Nachdem die drei Spielerinnen in den vergangenen Jahren sowohl in der Regionalliga als auch in der Jugendbundesliga und der Hamburger Auswahl viel Kraft und Zeit investiert hatten, fehlte ihnen die nötige Motivation, den Basketball weiterhin als Leistungssport zu betreiben. Yvonne Carmin wechselte in die zweite Mannschaft, Louisa Mallien beendete aus beruflichen Gründen ihre Laufbahn.

Zugänge: Mit der Verpflichtung von Mathilda Hähner von der BG Harburg-Hittfeld hat Eickhoff eine glückliche Hand bewiesen. Die 14 Jahre alte Flügelspielerin zählt bundesweit zu den größten Talenten und ist vom deutschen Basketball-Bund für das U-15-Länderturnier im Dezember in Frankreich nominiert. Eickhoff: „Mathilda ist eine athletische und schnelle Spielerin, die für ihr Alter in der Entwicklung schon sehr weit ist.“

Mit Pia Schulz und Laura Karacic rücken zwei Spielerinnen aus der eigenen Jugend fest in den Regionalliga-Kader auf. Dabei ist Laura eine Führungsposition zuzutrauen: Vor Kurzem ist der 15-Jährigen gemeinsam mit Teamkollegin Louisa Moritz der Sprung in den Kader der U-16-Jugendnationalmannschaft geglückt.

Neu im Team ist auch Stefan Lukas. Er soll als Co-Trainer für frische Impulse sorgen. Der 38-Jährige betreute beim ATSV mehrere Jugendmannschaften, ehe er sich zuletzt eine zweijährige Pause vom Trainergeschäft gönnte.

Vom Kader der vergangenen Spielzeit sind weiterhin dabei: Fabienne Fayaz (16), Merle Schrader (20) Caroline Schwarz (18) Jennifer Struve (22), Laura Walsleben (23), Marie Diers (16), Kiana Schneider, Lilya Koch und Celine Nguyen (alle drei 19).

Saisonziel: Eickhoff redet nicht lange um den heißen Brei: „Mit einer derart jungen Mannschaft kann das Ziel nur der Klassenerhalt sein“, sagt er. „Dennoch haben wir einen Anspruch auf ein bestimmtes Niveau und wollen uns von Spiel zu Spiel sowohl individuell als auch als Mannschaft weiterentwickeln. Die Anzahl der jungen Spielerinnen, die das Potenzial besitzt, eine Führungsrolle zu übernehmen, ist in dieser Liga sicherlich einmalig.“

Neben Moritz und Karacic traut der Coach dies vor allem Caroline Schwarz und Fabienne Fayaz zu. Der 38-Jährige gibt sich zuversichtlich, als er sagt: „Alles was meiner Mannschaft auf dem Spielfeld noch an Erfahrung fehlt, wird sie versuchen, mit Hunger auf Erfolg wieder wettmachen.“

Spielstätte: Bei Heimauftritten profitieren die Ahrensburgerinnen weiterhin von der intimen Atmosphäre der Sporthalle der Grundschule am Reesenbüttel „Für einige Partien, das betrifft auch die Begegnung am Sonnabend gegen Rendsburg, werden wir in die größere Sporthalle der Stormarnschule ausweichen“, sagt Eickhoff. „Eine Abwechselung könnte bei den Spielerinnen zusätzliche Kräfte freisetzen, auch wenn die meisten die Sportstätte gut kennen.“

Die Basketballdamen des Ahrensburger TSV haben zunächst viermal Heimrecht: am 13. Oktober gegen den BBC Rendsburg Suns, am 3. November gegen die BG Hamburg-West und am 10. November gegen die SG Harburg-Baskets. Auswärts treten sie erst wieder am 17. November bei der BG Ostholstein an.