Stormarn
Basketball

Ahrensburgerinnen für Nationalteam nominiert

Laura Karacic (l.) und Louisa Moritz zählen trotz ihrer 15 Jahre im Damen-Regionalteam des Ahrensburger TSV bereits zu Führungsspielerinnen.

Laura Karacic (l.) und Louisa Moritz zählen trotz ihrer 15 Jahre im Damen-Regionalteam des Ahrensburger TSV bereits zu Führungsspielerinnen.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Die Basketball-Talente Laura Karacic und Louisa Moritz (beide 15) haben den deutschen Jugendbundestrainer bei Sichtung überzeugt.

Ahrensburg.  Hart und akribisch haben Laura Karacic und Louisa Moritz auf diesen einen Moment hingearbeitet. Nun erfüllte sich für die beiden Basketballtalente des Ahrensburger TSV ein Traum: Jugendbundestrainer Stefan Mienack nannte nach einem Sichtungslehrgang des Deutschen Basketball-Bundes vor versammelter Mannschaft die Namen der beiden ATSV-Spielerinnen. Somit stand fest: Laura und Louisa war der Sprung in den Kader der U-16-Jugendnationalmannschaft geglückt.

Bei der Endausscheidung in Heidelberg hatten die beiden den Nationalcoach endgültig überzeugt. Laura und Louisa präsentierten sich in Baden-Württemberg in bestechender Form und ergatterten – im Wettbewerb mit rund 90 der bundesweit besten Nachwuchsspielerinnen des Jahrgangs 2003 – einen der begehrten 30 Plätze in der nationalen Jugendauswahl.

Belohnung für die Dinge, auf die sie verzichten

„Die Nominierung macht mich sehr stolz“, sagt Louisa. „Es ist auch eine Bestätigung, dass sich der immense Einsatz, den wir Woche für Woche im Training leisten, auszahlt.“ Mit einem Lächeln fügt Laura hinzu: „Ich sehe es zudem als Belohnung und Ausgleich für all jene Dinge, auf die wir im täglichen Leben regelmäßig verzichten.“

Überrascht von der Nominierung waren beide jedoch nicht. Vergangenes Jahr standen sie schon einmal kurz vor dem Sprung in den Perspektivkader. „Damals waren wir scheinbar noch nicht so weit“, sagt Louisa.

Louisa geht auf eine Elite-Sportschule

Basketball und Schule bekommt die 15-Jährige gut unter einen Hut. In Hamburg besucht Louisa die zehnte Klasse der Gesamtschule Alter Teichweg. Das Institut ist eine von derzeit deutschlandweit rund 40 zertifizierten Eliteschulen des Sports. Vor Schulbeginn - um 7.45 Uhr – leitet Landestrainer Alexander May dort ein mit der Schule zeitlich abgestimmtes erstes Training.

Mehrmals in der Woche steht für Louisa, die in Tremsbüttel lebt, nach dem Schulschluss auch noch das reguläre Vereinstraining auf dem Programm: Bis zu drei Übungseinheiten absolviert sie bei den Regionalligadamen des Ahrensburger TSV. Ein- bis zweimal trainiert sie zudem noch mit den „Junior Hurricanes“, dem U-18-Nachwuchsteam der BG ’89 Rothenburg/Scheeßel. Für die Mannschaft aus Niedersachsen geht Louisa in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga auf Punktejagd.

Möglichst lange auf hohem Niveau

Laura, die durch mehrmaliges Training in der Woche und Auftritte in der Regionalliga und U16-Leistungsrunde am Wochenende ebenfalls stark eingespannt ist, sagt: „Mein Ziel ist, möglichst lange auf hohem Niveau spielen – und den Spaß am Basketballsport nicht zu verlieren.“

In der Zweiten Regionalliga zählen die beiden Ahrensburgerinnen in dieser Spielzeit zu den Führungsspielerinnen. Nach dem Weggang einiger Leistungsträgerinnen (Mirja Beckmann, Haley Darko, Muska Saidi) lastet ein großer Teil der Verantwortung nun auf den Schultern der beiden 15-Jährigen.

Eine große Herausforderung

Louisa hat die Belastung bereits in der abgelaufenen Spielzeit kennengelernt, obwohl Coach Sebastian Eickhoff zu Saisonbeginn der jungen Stormarnerin eine Führungsrolle noch nicht zugetraut hatte.

„Ich bin mit dem Druck gut zurechtgekommen, habe viel Spielpraxis gesammelt und einiges von Mirja Beckmann gelernt“, sagt Louisa. „Nun stehen wir aber vor einer ganz anderen Herausforderung, die ich gleichzeitig für unser junges Team auch als große Chance empfinde“, sagt sie.

Saisonziel für Ahrensburg ist Klassenerhalt

Dass das Saisonziel für den Tabellendritten der vergangenen Spielzeit nur der Klassenerhalt sein kann, ist Louisa bewusst. „Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir eine noch jüngere und unerfahrenere Mannschaft“, sagt sie. „Wir dürfen uns nicht auf den Gegner, sondern müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren. Den Basketball beherrschen wir alle. Gerade in Phasen, in denen es nicht gut läuft, müssen wir uns gegenseitig motivieren und aufbauen.“ Laura sagt selbstbewusst: „Wenn uns das gelingt und wir als Mannschaft weiter zusammenwachsen, werden wir jede Chance nutzen, die sich bietet.“

Mit der neuen Führungsrolle in der Regionalliga hat auch sie kein Problem. „Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung“, sagt Laura, die sogar der hohen Auftaktniederlage beim SC Alstertal-Langenhorn (47:113) eine gute Seite abgewinnt: „Selbst gegen einen so starken Gegner hat jede Spielerin von uns einen Moment erlebt, in dem sie spürte, dass wir als Team in die Zweite Regionalliga gehören.“

Mit zehn Jahren zum Basketball gekommen

Die Zehntklässlerin der Stormarnschule in Ahrensburg entdeckte im Alter von zehn Jahren die Leidenschaft für den Basketballsport. Laura: „Es ist die Komplexität des Spiels, die mich fasziniert. Eine Spielerin muss nicht nur physisch, sondern auch mental blitzschnell umschalten können.“

Louisa fügt hinzu: „Basketball ist ein enorm trickreicher und unglaublich schneller Sport. Selbst einen Rückstand von mehr als zehn Punkten kann ein Team in kürzester Zeit egalisieren.“

Ahrensburgs Damen starten mit 47:113-Pleite

Die Basketballdamen des Ahrensburger TSV sind mit einer erwartbaren 47:113 (28:58)-Niederlage beim SC Alstertal-Langenhorn in die neue Saison der 2. Regionalliga Nord gestartet. Das Team von Trainer Sebastian Eickhoff, das nach dem Verlust von drei Leistungsträgerinnen seinen hervorragenden dritten Platz aus dem Vorjahr wohl nicht wiederholen kann, hielt lediglich drei Minuten lang mit, dann gelang dem Gegner ein 17:0-Lauf.


Nach dem ersten Viertel lagen die wegen der Ferien lediglich mit sieben Spielerinnen angetretenen Ahrensburgerinnen somit schon hoffnungslos mit 16:32 hinten.
Lediglich drei Ahrensburgerinnen punkteten zweistellig: Caroline Schwarz (11), Laura Karacic und Louisa Moritz (je 10). Gegner der „Twisters“ im ersten Heimspiel am kommenden Sonnabend (17 Uhr, Waldstraße) ist der BBC Rendsburg.