Stormarn
Tischtennis

Sieker Herren erwarten Schwarzenbek zum Derby

Senioren-Weltmeister Wang Yansheng ist zugunsten der jüngeren Spieler freiwillig aus dem oberen Paarkreuz auf Position drei zurückgerückt

Senioren-Weltmeister Wang Yansheng ist zugunsten der jüngeren Spieler freiwillig aus dem oberen Paarkreuz auf Position drei zurückgerückt

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Sportler rechnen zum Drittligastart mit voller Halle. Oberligaaufsteiger SSC Hagen Ahrensburg muss nach Berlin reisen.

Siek.  Die Mehrzweckhalle in Siek dürfte am Sonnabend aus allen Nähten platzen: Die Tischtennisherren des SV Siek, ohnehin Zuschauerkrösus in der 3. Bundesliga Nord, erwarten gleich zum Saisonauftakt den Erzrivalen TSV Schwarzenbek – da ist eine stimmgewaltige Kulisse garantiert.

In Siek ist man über diesen Knaller-Start nicht unglücklich. „Ich finde das gut, dann wissen wir gleich zu Beginn, woran wir sind“, sagte Abteilungsleiter Stefan Zilz.

Statistisch gesehen sieht es schlecht aus

Sportlich haben die Stormarner allerdings nicht die besten Erinnerungen an die Derbys mit Schwarzenbek: Drei von vier Drittligaduellen gingen verloren. Vergangene Saison zogen die Sieker zweimal mit 4:6 den Kürzeren. Zilz: „Höchste Zeit also, diese Bilanz etwas aufzupolieren.“ „Wir wollen unbedingt mit einem Sieg in die Serie starten“, sagte Teammanager Klaus Bergmann.

Mit Spannung wird der erste Auftritt von Sieks Neuzugang Juan Lamadrid erwartet. Der 22-Jährige Chilene war zuletzt in Spanien unter Vertrag. Er soll an Position eins dazu beitragen, dass die Sieker eine sorgenfreie Saison spielen und am Ende einen guten Mittelfeldplatz belegen. Mehr wird für die Stormarner kaum möglich sein, da die Titelfavoriten wie der 1. FC Köln, Hertha BSC und SV Union Velbert deutlich stärker besetzt sind.

Lamadrid und Namedi bilden das obere Paarkreuz

Lamadrid bildet das obere Paarkreuz mit Valentin Nad Nemedi. Spielertrainer Wang Yansheng, aktueller Senioren-Weltmeister der Altersklasse Ü55, ist zugunsten der jungen Generation zumindest für die Hinserie freiwillig auf Position drei zurückgerückt. Der mehrfache Landesranglistensieger Daniel Cords komplettiert das Team.

Über die Zusammensetzung der Doppel ist noch nicht abschließend entschieden worden. „Es würde mich aber nicht überraschen, wenn es jeweils eine Links-/Rechtshänderkombination wird – beispielsweise mit Wang und Lamadrid sowie Nad Nemedi und Cords“, sagte Zilz.

Ahrensburg muss gegen den Topfavortiten spielen

Die Schwarzenbeker haben übrigens zwei Ex-Sieker in ihren Reihen – Spitzenspieler Hartmut Lohse und Sascha Nimtz, der allerdings noch eine Knieverletzung auskuriert und wahrscheinlich nur als Zuschauer dabeisein wird. Neben Lohse sollen Sören Wegner und die Brüder Moritz und Frederik Spreckelsen zum Einsatz kommen.

Auch in der Oberliga Nord-Ost wird am Wochenende gespielt: Vorjahres-Vizemeister SV Siek II startet zwar erst in zwei Wochen mit dem Spiel beim Regionalliga-Absteiger SC Poppenbüttel. Dafür ist der SSC Hagen Ahrensburg aber schon gefordert: Der Aufsteiger muss am Sonnabend gleich zum Topfavoriten TTC Düppel, am Sonntag folgt die Partie bei den Füchsen Berlin III. „Gegen Düppel wird nichts zu holen sein“, glaubt Mannschaftsführer Fabian Winter. „Im zweiten Spiel sind dagegen zwei Punkte Pflicht.“

Neuzugang sorgt für Optimismus zum Saisonstart

Die Ahrensburger wollen es diesmal sehr viel besser machen als in ihrer ersten Oberliga-Saison vor zwei Jahren, die mit dem Abstieg endete. „Den sicheren Klassenerhalt traue ich uns auf den Fall zu“, sagte Winter. „Ich glaube, diesmal ist die Oberliga so ausgeglichen besetzt, dass für uns zwischen Platz drei und neun alles möglich ist.“

Ein Grund für diesen Optimismus: Nach dem Wiederaufstieg haben sich die Hagener namhaft verstärkt. Der ursprünglich aus Trittau stammende Florian Ihde, der im Trikot des Hamburger SV und TSV Schwarzenbek große Erfolge gefeiert hat, schloss sich den Ahrensburgern auf eigene Initiative an. „Er hat von sich aus angefragt und ist natürlich eine absolute Verstärkung“, sagte Winter. Außerdem gehören noch der Ukrainer Dmyto Asieiev, Benjamin Krüger, Benedikt Broermann und Benjamin Winter zur Mannschaft.