Stormarn
Badminton

TSV Trittau ruft als Saisonziel den Klassenerhalt aus

Ist weiterhin als Leistungsträger gesetzt: Trittaus Ary Trisnanto

Ist weiterhin als Leistungsträger gesetzt: Trittaus Ary Trisnanto

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Stormarner starten mit zwei Heimspielen in die Bundesliga. Nach Fortgang von Iris Tabeling sinken die Erwarungen. Ein Überblick.

Trittau.  Endlich wird in Stormarn wieder Bundesliga geboten: Am morgigen Sonnabend startet der TSV Trittau gegen den SV Fun-Ball Dortelweil in die Saison, tags darauf ist der TSV Freystadt zu Gast (jeweils 15 Uhr, Heinrich-Hertz-Straße). Das Abendblatt blickt auf die Ausgangslage der Mannschaft.


Ab- und Zugänge: Trittau trennte sich von Spielern, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren, verlor aber auch die Leistungsträgerin Iris Tabeling – zu einem Zeitpunkt, als ein hochwertiger Ersatz nicht mehr zu finden war. „So schwierig war es noch nie“, sagte Abteilungsleiterin Sabina Persson über die Kaderplanung. Auf der Herrenseite verließen Bernardo Atilano, Milosz Bochat und Paul Reynolds den Verein. Neu dabei sind Gergely Krausz aus Ungarn und der Engländer Matthew Clare. In die Rolle Tabelings könnten Jessica Hopton, Ciara Torrance oder Fee Teng Liew hineinwachsen. Das Trio wurde neu verpflichtet, benötigt aber noch Zeit.


Kaderstärke: „Wir sind schwächer als in den Jahren zuvor“, sagt Persson. Iris Tabeling sei nicht zu ersetzen. Priskila Siahaya (Einzel und gelegentlich Doppel) sowie Kilasu Ostermeyer (Doppel) sind dem TSV erhalten geblieben. Auf der Herrenseite spielen weiterhin die drei Brüder Jonathan, Nikolaj und Joachim Persson sowie Ary Trisnanto und als Ersatzmann David Jones.


Konkurrenz: Fast alle Bundesligisten haben aufgerüstet. In der Vergangenheit schwächere Clubs wie Fun-Ball Dortelweil oder TSV Freystadt könnten näher an das Mittelfeld heranrücken. Auch Spitzenclubs wie Saarbrücken-Bischmisheim oder Union Lüdinghausen (verpflichtete den früheren Trittauer Jelle Maas) haben sich weiter verstärkt. Die Trittauer sind übrigens erstmals nicht mehr das einzige Nordlicht der Bundesliga: BW Wittorf schaffte den Aufstieg.


Saisonziel:
Zweimal in Folge schafften die Stormarner den Sprung in das Final Four. Für diese Saison startet der TSV mit einem defensiven Ziel: „Im Moment hoffe ich, dass wir die Klasse halten“, sagt Persson. Der Abstand zu den Topclubs ist größer geworden, der Vorsprung auf die Abstiegskandidaten hat sich verringert. Die Zeiten, in denen schon früh feststand, welche beiden Teams keine Chance auf den (sportlichen) Klassenerhalt haben, sind erst mal vorbei. Persson sieht das aber eher positiv: „Für die Zuschauer ist der Abstiegskampf auf jeden Fall spannender.“


Linienrichter:
Weniger als die Hälfte aller Bundesligisten setzen bei ihren Heimspielen neben den beiden Stuhlschiedsrichtern auch Linienrichter ein. Trittau gehörte bislang dazu, weil der Hamburger Badminton-Verband die Kosten übernahm, um junge Schiedsrichter zu fördern. Damit ist nun Schluss. Bundesliga ohne Linienrichter – Badminton bleibt in Deutschland eine Nischen-Sportart.


Erste Gegner: Zum ersten Doppelspieltag empfangen die Stormarner mit Dortelweil und Freystadt zwei Gegner, gegen die sie vergangene Saison noch klarer Favorit waren. „Inzwischen schätze ich beide Teams in etwa so stark wie uns ein“, sagt Persson. Mindestens ein Sieg soll aber her. Trittau wird voraussichtlich nur mit zwei Damen antreten, Priskila Siahaya und Kilasu Ostermeyer, während auf der Herrenseite die Persson-Brüder, Trisnanto und Neuzugang Krausz zur Verfügung stehen.


Spielplan: Positiv für Fans und Mannschaften: Die ungeliebten Dienstags-Spiele wurden abgeschafft. Die Bundesligisten sind wieder ausschließlich am Wochenende im Einsatz. Nach dem Auftaktwochenende haben die Clubs drei Wochen Pause. Dann gastiert Trittau beim TV Refrath (30. September). Eine Woche darauf steht der nächste Doppelspieltag an, wenn die Stormarner erneut auswärts gegen den BC Wipperfeld und Union Lüdinghausen gefordert sind (6./7. September). Es folgen drei Heimspiele gegen BW Wittorf (28. Oktober), Saarbrücken-Bischmisheim (10. November) und Mülheim (11. November). Letzte Partie der Hinrunde und des Jahres ist der Auftritt beim BC Beuel am 16. Dezember in Bonn.


Zweite Mannschaft: Auch für Trittaus zweite Mannschaft (Zweite Bundesliga Nord) beginnt die Saison am kommenden Wochenende mit einem Doppelspieltag. Sonnabend gastieren die Stormarner in Oberhausen bei der SpVgg. Sterkrade-Nord und tags darauf bei RW Wesel. Das erste Heimspiel steht erst am 7. Oktober gegen die SG VfB/SC Peine an. Saisonziel in der Zweiten Liga ist ebenfalls der Klassenerhalt.