Stormarn
Jevenstedt

Preußen Reinfeld erreicht souverän Pokal-Halbfinale

Fußballer feiern in Jevenstedt 5:1-Auswärtssieg. Stürmer Kristof Rönnau verletzt sich

Jevenstedt. Nachdem der SV Preußen Reinfeld das Landespokal-Finale in der vergangenen Saison knapp verpasst hatte, lebt der Traum vom diesjährigen Einzug in das Endspiel weiter. Im Viertelfinale setzten sich die Landesligafußballer unerwartet deutlich beim TuS Jevenstedt (Landesliga Schleswig) durch. „Der Gegner kam mit unserer Spielweise überhaupt nicht klar“, sagte Co-Trainer Pascal Lorenz nach dem 5:1 (3:0)-Auswärtssieg.

Patrick Witten (3. Minute) und Kristof Rönnau (11.) brachten die Gäste früh auf die Siegerstraße. Mit Rönnaus 3:0 in der 37. Minute war die Partie schon fast entschieden. Noch vor der Pause musste Reinfelds Torjäger allerdings ausgewechselt werden, nachdem er das Knie eines Gegenspielers in den Rücken bekommen hatte. Ob Rönnau rechtzeitig zum Saison-Auftakt am kommenden Sonnabend beim TSV Pansdorf fit wird, ist fraglich.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Witten mit seinem zweiten Treffer auf 4:0 (47.). Jevenstedt gab nie auf und verkürzte, doch Dennis Lie stellte den alten Abstand wieder her (70.). Chefcoach Michael Clausen, der beim Pokalspiel beruflich verhindert war, hatte eigentlich eine engere Partie als noch beim Viertelfinal-Sieg gegen Oberligaclub PSV Neumünster (3:0) erwartet. „Wir sind mit einer gehörigen Portion Respekt reingegangen“, sagte auch Lorenz. „Rückblickend muss man sagen, dass es für uns das bessere Spiel war. Das schnelle 1:0 hat uns natürlich in die Karten gespielt, wir haben gut umgeschaltet. Es war eine gute, geschlossene Mannschaftsleistung.“

Gastgeber und Außenseiter stehen im Semifinale

Der Halbfinal-Gegner steht noch nicht fest, auf jeden Fall bekommen die Reinfelder aber ein Heimspiel gegen ein höherklassiges Team. Neben den Stormarnern stehen bereits Regionalliga-Spitzenclub Weiche Flensburg und Oberligist SV Todesfelde in der Vorschlussrunde. Im letzten Viertelfinale trifft der NTSV Strand 08 (Oberliga) wahrscheinlich auf Regionalligist VfB Lübeck, der sich im Achtelfinale noch gegen den TSV Bordesholm durchsetzen muss.

Wer der attraktivste Gegner wäre, „das haben wir schon wild diskutiert“, verriet Lorenz. „Ich persönlich würde mir den VfB Lübeck wünschen, auch weil ich dort jahrelang gespielt habe. Andere hoffen auf Todesfelde, weil wir dann vermeintlich die realistischste Chance auf das Finale hätten und viele Auswärtsfans kämen.“ Laut Rahmenterminkalender wird das Halbfinale Anfang oder Ende Oktober ausgetragen.

SV Preußen Reinfeld: Marschner – Dankert, Böckelmann, Grimm, Pirch (79. Wolf) – Schecke, Brügmann (75. B. Schröder), P. Schröder, Witten – Lie, Rönnau (38. Kunert)