Stormarn
Ahrensburg

In Ahrensburg: 24 Teams kicken gegen Fremdenhass

Für Antirassistisches Turnier kamen auch Mannschaftenaus Frankfurt und Berlin

Ahrensburg. Während viele Menschen in Ahrensburg über die ablehnende Haltung einer Hausgemeinschaft gegenüber einer Flüchtlingsfamilie aus Syrien diskutieren (wir berichteten), haben die Roter Stern Kickers ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Bereits zum neunten Mal veranstaltete der 2005 gegründete Verein das Antirassistische Fußballturnier. Unter den 24 Mannschaften: Teams aus Berlin, Frankfurt, Flensburg, Hamburg, Bad Oldesloe und Ahrensburg.

Abseits der beiden Fußballfelder auf dem Stormarnplatz informierten unter anderem Pro Asyl mit der Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ und der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte, gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus aus Ahrensburg über ihre Aktivitäten. Später ließen Punk-Bands aus Berlin und Bamberg den Tag ausklingen.

„Zum einen wollen wir uns über das Turnier mit anderen Menschen und Vereinen vernetzen, die ebenfalls den Fußball nutzen, um gesellschaftlich aktiv zu sein“, sagte Florian Meyer, Fußball-Obmann der Kickers. „Außerdem möchten wir mit diesem offenen Turnier den Leuten zeigen, dass es nicht immer nur um das Gewinnen gehen kann, sondern darum, Spaß zu haben und neue Menschen kennenzulernen. Es herrschte eine schöne Stimmung“

Einen sportlichen Sieger gab es am Ende trotzdem: Das Turnier gewann der 1. FC KNZS, eine Mannschaft mit Spielern aus Ahrensburg, Großhansdorf und Volksdorf.