Stormarn
Siek

Sieks Wang Yansheng ist Senioren-Weltmeister

Siek. Wang Yansheng stand auf der obersten Stufe des Siegerpodests und lächelte – mit der Goldmedaille um den hals – stolz in die Kameras. Der 57-Jährige aus der in der 3. Bundesliga Nord spielenden Tischtennis-Herrenmannschaft des SV Siek ist Weltmeister. Sieks Spielertrainer setzte sich bei den World Veteran Championships in Las Vegas (USA) im Einzel der Altersklasse Ü55 durch. Der Altmeister gab dabei in sämtlichen Partien nicht einen Satz ab und gewann im Finale gegen den topgesetzten gebürtigen Chinesen und für Österreich startenden Yi Ding mit 3:0 (11:4, 11:9, 11:9). Zuvor schlug er im Halbfinale den für Luxemburg angetretenen Traian Ciociu ebenfalls glatt in drei Sätzen.

Im Doppel holten Wang und der Sieker Neuzugang Matthias Bluhm mit ihren Partnern jeweils Bronze. Wang spielte an der Seite von Nicolai Popal aus Oldenburg. Beide mussten sich erst im Halbfinale der Ü50-Konkurrenz den früheren Weltklassespielern und späteren Siegern Jörgen Persson und Erik Lindh aus Schweden mit 1:3 geschlagen geben. Persson hatte in seiner Zeit als Profi außer dem Olympiasieg alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Er war Welt- und Europameister, europäischer Ranglistensieger. Zudem gewann er mit der schwedischen Mannschaft vier Weltmeister- und sechs Europameistertitel. „Gegen den darf man verlieren“, sagte Wang lachend.

Bluhm, der vom ASV Grünwettersbach kommt und Sieks Oberligateam verstärkt, unterlag an der Seite von Alexander Michajlov in der Ü55-Konkurrenz knapp mit 2:3 im Halbfinale gegen die Chinesen Qumahong Tuluhong und Xu Bing und sicherte sich ebenfalls eine Bronzemedaille.

„,Wangi’ ist unverwüstlich“, sagte Abteilungsleiter Stefan Zilz. Während die meisten anderen Spieler schon längst ihre Sommerpause genießen, trainiert und spielt er fleißig weiter.“ Erst kürzlich hatte Wang, der bei den Stormarnern in seine 14. Saison geht, bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren mit dem Oldenburger TB, für den er mit einem Zweitspielrecht antrat, den Titel gewonnen. Im Finale war er drei von vier Punkten der Matchwinner.