Stormarn
BADMINTON

Trittaus Bundesligateam braucht den Doppel-Heimsieg

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

In der Badminton-Bundesliga wollen die Stormarner noch auf Platz vier springen. Es geht um das Heimrecht im Viertelfinale.

Trittau.  Hoch gewinnen und viel rechnen – das sind die Aufgaben des TSV Trittau am abschließenden Doppelspieltag der Bundesliga-Punktrunde. Die zweite Viertelfinal-Teilnahme der Vereinsgeschichte hat der Stormarner Badmintonclub zwar längst sicher. Doch in den Heimspielen gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg am Sonnabend und tags darauf gegen den TSV 1906 Freystadt (jeweils Heinrich-Hertz-Straße, 15 Uhr) geht es noch um den begehrten vierten Tabellenplatz.

Für die Partie am Sonnabend hat sich sogar Landrat Henning Görtz angekündigt. Die Stormarner hoffen auf viele weitere Unterstützer, denn die Tabellenplatzierung ist viel mehr als reine Kosmetik. Darum wäre es so wichtig, noch um einen Rang von fünf auf vier zu klettern: Als Viertplatzierter hätten die Trittauer wie vor einem Jahr Heimrecht im Viertelfinale, würden am Sonntag, 15. April, vor eigenem Publikum den Fünften empfangen. Die Chancen auf den Einzug in das Final Four wären damit ungleich höher als bei einem Auswärtsspiel. „Unseren Zuschauern zuliebe wollen wir es noch schaffen“, sagt Abteilungsleiterin Sabina Persson. „Und auch unsere Spieler fühlen sich zu Hause natürlich wohler.“

Die Rechnung ist recht kompliziert, die sich daraus ergebende Zielsetzung simpel: Trittau muss beide Spiele gewinnen, und das möglichst mit 7:0 oder 6:1, denn nur dann gäbe es pro Sieg drei Punkte. Ein 5:2 oder ein 4:3 würde nur jeweils zwei Zähler bringen. „Wir spielen auf hohe Siege und hoffen auf Schützenhilfe“, sagt Persson.

Am Sonnabend stehen die Chancen auf einen klaren Erfolg besonders gut. Schlusslicht Neuhausen-Nymphenburg wird in die Zweite Liga absteigen. Trotzdem warnt Sabina Persson vor dem Gegner, insbesondere weil Priskila Siahaya im Damendoppel wohl auf ihre Angstgegnerin Natalya Voytsekh treffen wird. Das Hinspiel in Süddeutschland endete 5:2 für Trittau, weil neben Siahayas Einzel auch das Doppel von Nikolaj Persson und Paul Reynolds verloren ging.

Sonntag kommt mit dem TSV Freystadt das nächste bayerische Kellerkind in die Sporthalle des Trittauer Gymnasiums, doch für den Tabellenvorletzten könnte es dann noch um den Klassenerhalt gehen. Deswegen bietet der Club voraussichtlich, wie schon beim Trittauer 4:3-Hinspielsieg, seinen starken Indonesier Fikri Ihsandi Hadmadi auf, der sonst eher selten in Erscheinung trat.

Trittaus Versuch, deutliche Erfolge zu erzielen, dürfte sich insbesondere in der Aufstellung der beiden Herrendoppel widerspiegeln. „Es gibt viele Optionen. Aber wir müssen ins Risiko gehen“, sagt Sabina Persson. Es gilt, zwei Doppel aufzubieten, die beide realistische Chancen auf den Sieg haben – auf die Gefahr hin, dass beide Matches verloren gehen. Denkbar ist, dass Jonathan Persson und Milosz Bochat sowie Nikolaj Persson und Ary Trisnanto gemeinsam antreten. Aber auch Reynolds und Joachim Persson stünden bereit. Bei der Aufstellung spielt auch eine Rolle, ob sich Nikolaj Persson rechtzeitig von einer Erkältung erholt.

Auf der Damenseite stellt sich die Formation wie üblich von selbst auf. Neben Einzelspezialistin Siahaya wollen und müssen Iris Tabeling und Kilasu Ostermeyer ihre starke Doppel-Bilanz (16 Spiele, 15 Siege) ausbauen.

Sonnabend hofft Trittau auf Schützenhilfe des BV Mülheim

Alle Begegnungen des letzten Spieltags beginnen am Sonntag zeitgleich. Sollte es, wie zu erwarten ist, in Trittau und hunderte Kilometer entfernt bei den Spielen der Konkurrenz noch um den vierten Platz gehen, wird der Hallensprecher die Zuschauer mit Zwischenständen von den anderen Partien versorgen. Die Ausgangslage vor dem letzten Doppelspieltag: Tabellenführer BC Saarbrücken-Bischmisheim (37 Punkte) steht bereits sicher im Final Four. Um den zweiten direkten Platz für die Schlussrunde streiten sich der BC Beuel und der BV Mülheim (je 30). Rang vier belegt Union Lüdinghausen (27) vor Trittau (25) und dem TV Refrath (22).

Am Sonnabend drücken die Trittauer den Mülheimern, die in Lüdinghausen antreten, die Daumen. Lüdinghausen gastiert am Sonntag beim Tabellenachten Fun-Ball Dortelweil. Aber auch die Mülheimer könnten noch aus den Top vier rutschen. Sollten sie gegen Lüdinghausen klar verlieren, würden sie plötzlich Trittaus Hauptkonkurrent. Am letzten Spieltag wartet nämlich Saarbrücken-Bischmisheim. Und auch der zweitplatzierte BC Beuel ist noch nicht durch. Sonnabend geht es in Saarbrücken gegen den Spitzenreiter, Sonntag ist der TV Refrath zu Gast in Bonn.