Stormarn
Tischtennis

Bargteheider bei Deutscher Meisterschaft in K.o.-Runde

Ole Markscheffel (TSV Bargteheide)

Ole Markscheffel (TSV Bargteheide)

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Regionalligaspieler Ole Markscheffel verliert bei DM in Berlin gegen den späteren Vizemeister.

Berlin.  Der Bargteheider Ole Markscheffel hätte gerne mit Kay Stumper getauscht. Das erst 15 Jahre alte Nachwuchs-Ass vom SV Salamander Kornwestheim zog bei den 86. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften im Berliner Sportforum das große Los: Er durfte nach überstandener Gruppenphase in der ersten Hauptrunde gegen Weltstar Timo Boll (Borussia Düsseldorf) spielen.

Auf ein Aufeinandertreffen mit dem Weltranglistenersten hatte auch Markscheffel gehofft. Der 24-Jährige traf statt dessen auf den weit weniger namhaften Kilian Ort, der mit dem TSV Bad Königshofen seine erste Saison in der ersten Bundesliga bestreitet. Markscheffel verlor 0:4 (6:11, 8:11, 10:12, 8:11), hielt aber teilweise gut mit. „Ich habe alles versucht, aber er spielt halt drei Ligen höher und trainiert zweimal pro Tag“, sagte der norddeutsche Meister.

Der Bargteheider kann mit seinem Abschneiden dennoch zufrieden sein – zumal sein Gegner anschließend sogar Vizemeister wurde. Bei seiner dritten DM-Teilnahme überstand Markscheffel erstmals die Vorrunde. Er gewann gegen Daniel Rinderer (FC Bayern München) mit 3:0 und gegen Matthias Bomsdorf (TTC RW 1921 Biebrich) mit 3:2, verlor lediglich gegen Qiu Liang (TTC Frickenhausen) mit 2:3 – das bedeutete Platz zwei und die Qualifikation für die K.o.-Runde. „Es war mein Ziel, am zweiten Turniertag noch dabeizusein“, sagte Markscheffel. Bei seinen ersten beiden DM-Teilnahmen hatte er kein Match gewinnen können.

„Betreuer“ Velling springt im Doppelwettbewerb ein

Der Doppelwettbewerb war für ihn dagegen schon nach der ersten Begegnung vorbei: Gemeinsam mit seinem Gruppengegner Qiu Liang verlor er gegen Torsten Mähner und Marius Zaus (TG 1860 Obertshausen/DJK SpVgg Effeltrich) mit 0:3 (9:11, 9:11, 8:11). Bei einem Sieg wäre die an Nummer eins gesetzte Paarung Ruwen Filius/Ricardo Walther (TTC Fulda-Maberzell/ASV Grünwetterbach) nächster Gegner gewesen.

Markscheffels Mannschaftskamerad Constantin Velling, der eigentlich nur als Betreuer mitgereist war, kam unverhofft ebenfalls zu einem Einsatz. Weil viele namhaftere Spieler auf einen Einsatz im Doppelwettbewerb verzichteten, war das Feld dort ziemlich ausgedünnt. So durfte Velling einspringen. Mit Markscheffels Vorrundengegner Bomsdorf unterlag er jedoch Marius Hagemann und dem früheren Sieker Richard Hoffmann (TTS Borsum/Hannover 96) mit 0:3 (5:11, 11:13, 5:11).