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Ahrensburger TSV muss 67:44-Sieg teuer bezahlen

Ahrensbburg. Nach dem mühsamen 67:44 (30:23)-Heimsieg der Basketballdamen des Ahrensburger TSV gegen den EBC Rostock hat Sebastian Eickhoff nicht mit Kritik gespart. „Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall – mehr fällt mir vor allem zum Ausgang des ersten Viertels nicht ein“, sagte der Trainer der „Twisters“. Der Tabellenzweite führte gegen das Schlusslicht der 2. Regionalliga Nord nach den ersten zehn Spielminuten lediglich mit 8:6.

Erklären konnte sich Eickhoff die magere Wurfausbeute seiner Mannschaft nicht. „Vielleicht hatten einige Spielerinnen die Partie zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Nun haben sie erkannt, dass sie ohne die richtige Einstellung auch gegen einen vermeintlich leichten Gegner große Probleme bekommen können.“

Fabienne Fayaz droht Sperre von bis zu vier Spielen

Mirja Beckmann – Ahrensburgs Top-Akteurin tritt mit einem Doppelspielrecht auch für die BG ‘89 Rotenburg/Scheeßel in der Zweiten Bundesliga Nord an – war mit 33 Punkten treffsicherste Schützin. Dahinter folgen Muska Saidi und Caroline Schwarz mit jeweils acht Zählern. Beckmann bereitete sich nicht nur mit der herausragenden Wurfausbeute selbst ein Geschenk zu ihrem 20. Geburtstag. „Sie hat in allen Bereichen eine herausragende Leistung gezeigt und das Spiel praktisch allein getragen“, sagte Eickhoff.

Die Ahrensburgerinnen mussten den Sieg allerdings teuer erkaufen. Denn eine Schiedsrichterentscheidung könnte noch schwerwiegende Folgen haben. Eine Aktion am Boden von Fabienne Fayaz Sekunden vor dem Ende der Partie interpretierten die Unparteiischen als Tätlichkeit und ahndeten sie als disqualifizierendes Foulspiel. Die 15-Jährige muss mit einer Sperre zwischen einem und vier Spielen rechnen. Eickhoff erwartet das Urteil in den kommenden Tagen.

„Nachdem Louisa Moritz uns aufgrund eines Fingerbruchs schon bis zum Saisonende fehlen wird, fällt mit Fabienne nun eine weitere Leistungsträgerin aus. Das könnte uns bis zum Saisonende noch einige Probleme bereiten“, sagte der Coach.

In der Liga geht es für die „Twisters“ erst in knapp zwei Wochen (17. Februar) mit der Auswärtspartie beim SC Rist Wedel weiter. Kommenden Sonnabend, 10. Februar (13.30 Uhr, Höhnkoppelort), steht zunächst das Viertelfinalspiel im Hamburger Pokalwettbewerb gegen den punktgleichen Ligakonkurrenten SC Alstertal-Langenhorn auf dem Programm. Das Punktspiel am 9. Dezember hatten die Ahrensburgerinnen in eigener Halle mit 83:78 gewonnen.