Stormarn
Pferdesport

Lasbekerin ist Deutsche Meisterin im Springreiten

Die Deutsche Meisterin Frederike Staack aus Lasbek mit den beiden anderen Medaillengewinnern Henry Delfs (l.) aus Eichede und dem Fehmarner Sven Gero Hünicke (Fehmarn)

Die Deutsche Meisterin Frederike Staack aus Lasbek mit den beiden anderen Medaillengewinnern Henry Delfs (l.) aus Eichede und dem Fehmarner Sven Gero Hünicke (Fehmarn)

Foto: Alexander Marx / HA

Frederike Staack holt in Aachen Titel bei den Jungen Reitern. Henry delfs aus Eichede wird Zweiter.

Aachen.  Mit einem Stockmaß von 1,60 Meter zählt Saskia eher zu den kleineren Pferde – für ihre Reiterin Frederike Staack ist die 12-Jährige Stute aber derzeit die Größte. Denn Saskia hat die Lasbekerin bei den Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter (U21) im Springen zum Titel getragen.

„Das ist der wichtigste Sieg, den ich bisher im Sport erreicht habe“, sagte Staack jubelnd. Und ihr Pferd habe an diesem Erfolg natürlich wesentlichen Anteil gehabt: „Meine Stute ist an allen drei Tagen richtig super gesprungen. Sie hat ein großes Herz und soviel Kraft und ist einfach ein tolles Pferd“, sagte Staack, die aktuell für den Stall von Reitsportlegende Paul Schockemöhle reitet. Von ihm wurde ihr auch das Erfolgspferd zur Verfügung gestellt, mit dem sie am Finaltag zwei fehlerfreie Runden hinlegte.

Aachen scheint beiden zu liegen: Dort hatten Staack und Saskia bereits beim während des CHIO ausgetragenen Finale von Deutschlands U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport mit Platz sechs eine starke Leistung gezeigt.

Die ersten Glückwünsche via SMS und Instagram ließen nicht lange auf sich warten. Auch Bundestrainer Peter Teeuwen reihte sich in die Schlange der Gratulanten ein: „Frederike ist eine würdige Deutsche Meisterin“, sagte er. „Sie hat in diesem Jahr eine super Entwicklung gemacht und gezeigt, dass sie absolut an die Spitze gehört.“

Staack selbst war sich ihrer Sache keineswegs so sicher: „Mit dem Titel habe ich absolut nicht gerechnet“, sagte sie. „Ich habe in den vergangenen Jahren bei den Deutschen Meisterschaften irgendwie immer richtig Pech gehabt. Meistens ist mir ein blöder Fehler oder irgendwas anderes Ärgerliches passiert. Deshalb freue ich mich natürlich umso mehr.“ Jetzt will sie sich und ihrem Pferd erstmal eine Pause gönnen.

Die Lasbekerin (2,07 Punkte) stand mit zwei weiteren Schleswig-Holsteinern auf dem Siegespodest: Henry Delfs (2,31) aus Eichede, der für den RSV Lübeck-Wulfsdorf startet, wurde mit Consuela Zweiter, der Fehmarner Sven Gero Hünicke (5,17) und Sunshine Brown kamen auf den Bronzerang. Delfs blieb am Schlusstag ebenfalls fehlerlos, verbesserte sich somit noch um vier Plätze. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir an den ersten Tagen nicht zu viel riskiert haben“, sagte der 19-Jährige, dessen Eltern das Gestüt Eichenhof in Eichede betreiben. Bundestrainer Teeuwen sagte über Henry Delfs: „Er hat sich das ganze Jahr über kontinuierlich gesteigert und jetzt hier seinen Jahreshöhepunkt gehabt.“

Linn Hamann verpasst Medaillenränge knapp

Vorjahressieger Hünicke hatte das Feld der Jungen Reiter nach dem ersten Umlauf angeführt. Ein Abwurf in der finalen S***-Springprüfung am viertletzten Hindernis, einem Oxer in der dreifachen Kombination, kostete ihn jedoch die Titelverteidigung.

Fast hätte es für Stormarns Reittalente sogar noch zu einer dritten Medaille gereicht: Doch die bis zum abschließenden S**-Springen bei den Junioren (U18) auf Platz drei liegende Linn Hamann (RV Ahrensburg-Ahrensfelde) leistete sich mit Crystal Clear zwei Fehler. Mit 9,12 Punkten wurde sie am Ende Fünfte.

Beim Voltigieren kam die Junioren-Gruppe des RFV Hoisbüttel mit Kathrin Meyer, Neeke Steinhilb, Louise Foraita, Maybritt von der Geest, Hanna Tendam und Maj-Ann Böttcher auf Andersen und mit Trainerin Ruth Jückstock an der Longe auf Platz zehn. Im Einzelwettbewerb wurde Kathrin Meyer auf San Classico Zwölfte.