Stormarn
TENNIS

THC Ahrensburg steigt aus Bundesliga ab

Der für den THC Ahrensburg spielende däne Philip Orno gewann das Spitzeneinzel gegen den Serben Boris Pashanski mit 4:6, 7:5, 10:4

Der für den THC Ahrensburg spielende däne Philip Orno gewann das Spitzeneinzel gegen den Serben Boris Pashanski mit 4:6, 7:5, 10:4

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Die in dieser Saison noch sieglosen Tennisherren 30 verlieren auch ihr vorletztes Saisonspiel beim RTHC Bayer Leverkusen mit 3:6.

Ahrensburg.  Die Tennisherren 30 des THC Ahrensburg stehen nach der 3:6-Niederlage beim RTHC Bayer Leverkusen vorzeitig als Absteiger aus der Bundesliga fest. Im abschließenden Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen den ebenfalls noch sieglosen TC Parkhaus Wanne-Eickel (13 Uhr, Fannyhöh) geht es bestenfalls darum, sich mit einem Erfolgserlebnis noch auf den vorletzten Rang zu verbessern.

Allerdings wissen die Ahrensburger noch nicht, in welcher Besetzung sie die Begegnung bestreiten werden. „Ich könnte mit vorstellen, dass da ein oder zwei Spieler die Chance auf einen Bundesliga-Einsatz bekommen, die bislang im Einzel noch nicht zum Zug gekommen sind“, sagte Teamsprecher Lars Borgstede.

Es wird wahrscheinlich für längere Zeit das letzte Bundesligaspiel an der Fannyhöh sein, denn in der aktuellen Besetzung wird die Ahrensburger Mannschaft wohl nicht mehr zusammenspielen. Einige Spieler haben schon signalisiert, aus Altersgründen einen Wechsel in die Herren 40 zu erwägen. Borgstede: „Wir werden uns nach dem letzten Spiel zusammensetzen und über die Zukunft sprechen.“ Dort soll dann auch noch einmal die Saison aufgearbeitet und geklärt werden, warum es wieder nicht zum Klassenerhalt gereicht hat.

Kasper Warming dreht 2:6, 2:5-Rückstand noch um

An der Leistung in Leverkusen lag es gewiss nicht: „Da hat wirklich jeder bis zum Schluss gekämpft und sein Bestes gegeben“, sagte Borgstede. Dass es nicht zum Sieg reichte, war auch ein wenig Pech: Michael Böckmann vergab gegen den Italiener Francesco Aldi vier Satzbälle, Michael Jeglinski führte gegen Benjamin Kohllöffel schon 7:6, 4:1 – und musste doch noch in den Match-Tiebreak, den er denkbar knapp mit 8:10 verlor. Allerdings holten die Ahrensburger auch einen Punkt, den sie eigentlich schon abgeschrieben hatten. Denn Kasper Warming brachte gegen Martijn van Haasteren aus Belgien das Kunststück fertig, einen 2:6, 2:5-Rückstand noch in einen Sieg zu drehen. Warming gewann zunächst im zweiten Satz fünf Spiele in Folge zum 7:5, und setzte sich dann auch in der „Verlängerung“ mit 13:11 durch.

„Die Begegnung war ein einziges Auf und Ab, die uns ziemlich geschafft hat“, sagte Borgstede, der ebenso wie Jochen Werner in seinem Match keine Chance hatte. Einen zweiten Einzelpunkt gewann Warmings dänischer Landsmann Philip Orno, sodass sich die Ahrensburger in den drei Doppel abschließenden Doppeln keine Niederlage mehr erlauben durften. Doch nach dem Sieg von Orno/Böckmann zum 3:4 in der Gesamtwertung unterlagen Warming und Werner – somit war der Abstieg perfekt. Jeglinski und Käselau gaben ihr bedeutungslos gewordenes Doppel daraufhin bei einer 4:3-Führung im zweiten Satz auf. (tj)

Einzel: Boris Pashanski (RTHC Bayer Leverkusen) – Philip Orno (THC Ahrensburg) 6:4, 5:7, 4:10; Francesco Aldi – Michael Böckmann 6:2, 7:5; Martijn van Haasteren – Kasper Warming 6:2, 5:7, 11:13; Benjamin Kohllöffel – Michael Jeglinski 6:7, 6:4, 10:8; Arnd Caspari – Jochen Werner 6:1, 6:1; Sascha Schewiola – Lars Borgstede 6:2, 6:0; Doppel: Pashanski/Aldi – Orno/Böckmann 6:1, 4:6, 2:10; van Haasteren/Kohllöffel – Warming/Werner 2:6, 6:3, 10:6; Caspari/Volker Kaupert – Jeglinski/Nils Käselau 6:2, 3:4 Aufgabe Ahrensburg