Stormarn
FUSSBALL

Bargteheides Jugendabteilung ist im Aufschwung

Bargteheides D-Junioren freuen sich über ihren dritten Platz bei den Landesmeisterschaften

Bargteheides D-Junioren freuen sich über ihren dritten Platz bei den Landesmeisterschaften

Foto: Juergen Nuppenau / HA

Die D-Junioren-Fußballer werden bei Landesmeisterschaften Dritter. A-Junioren zittern um Verbandsliga-Aufstieg.

Bargteheide.  Der TSV Bargteheide gehört zu den besten Fußballclubs Schleswig-Holsteins – zumindest auf D-Junioren-Ebene ist das erfreuliche Realität. An einem sonnigen Sonntag richten die Stormarner das Final 4 um den Landesmeistertitel aus und zu den vier Bewerbern gehört als amtierender Meister der Verbandsliga Süd-West auch die Mannschaft des Gastgebers, die von zahlreichen Eltern und Fans lautstark unterstützt wird – für den Verein ein kleiner Festtag.

Die Atmosphäre an der Alten Landstraße passt an diesem Tag zur Gesamtsituation des Bargteheider Jugendfußballs, die sich seit der Gründung des Jugendausschusses 2015 stetig verbessert hat. Zur kommenden Saison könnte der Verein sein Ziel, mit den A-, B- und C-Junioren in der Verbandsliga anzutreten, die in jenen Altersklassen die zweithöchste Spielklasse des Bundeslandes ist, erreichen. Die D-Junioren spielen heute gar um den Landesmeistertitel, grundsätzlich steht bei der U13 aber noch der Spaß im Vordergrund, auch wenn der Leistungsgedanke schon wesentlich ausgeprägter ist als in den noch niedrigeren Altersklassen.

Durch Platz zwei in der Kreisliga haben Bargteheides C-Junioren den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Die B-Junioren, diese Saison bereits in der Verbandsliga vertreten, erreichten als Tabellensechster souverän den Klassenerhalt. Nur hinter der Klassenzugehörigkeit der A-Junioren steht noch ein Fragezeichen, nachdem dort anderthalb Monate ein fettes Ausrufezeichen geprangt hatte. Die Mannschaft stand schon seit acht Wochen als Kreisliga-Meister und somit vermeintlich auch als Aufsteiger fest – bis am vergangenen Dienstagabend ein Schreiben des Schleswig-Holsteinischen-Fußballverbands hereinflatterte. Kurzfristig und völlig überraschend wurde eine Relegation gegen den Ratzeburger SV angesetzt.

Zum Hinspiel am Sonnabend trat die Mannschaft unter Protest an, erreichte trotz Trainingsrückstands – seitdem der Meistertitel rechnerisch perfekt ist, hatte das Team nicht mehr regulär trainiert – ein 1:1. Das Rückspiel findet kommenden Sonntag in Ratzeburg statt. Der Verein prüft für den Fall einer Niederlage rechtliche Schritte.

Gecoacht werden die A-Junioren in Ratzeburg dann voraussichtlich ein letztes Mal von Essmatulla Omid, der sich kommende Saison voll auf seine Aufgabe als Trainer der Herrenmannschaft konzentrieren wird. Das Aushängeschild der Fußballabteilung stieg mit einem namhaften Kader sang- und klanglos in die Kreisliga ab. Omid begann bereits während der Rückrunde, ältere Spieler aus- und Talente aus seinem A-Junioren-Team einzusortieren. So soll die Zukunft des TSV aussehen.

„Unser Ziel ist es, möglichst viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die Ligamannschaft einzubauen“, sagt Sven Fölsch, Mitglied des Jugendausschusses. Um nicht mehr so viele Talente an stärkere Vereine wie den SV Eichede zu verlieren, ist die Klassenzugehörigkeit der U19, U17 und U15 ein wichtiges Argument. Claudia Bargmann aus dem Jugendausschuss sagt: „Wir müssen den jungen Jahrgängen die Verbandsliga anbieten können. Dann entscheiden sich mehr Jungen, zu bleiben, statt zum Beispiel in Eichede in der zweiten Mannschaft Verbandsliga zu spielen.“ Die Zahl der Abgänge sei in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, sagt Jugendwart Lars Brinkmann. „Wir sind stolz, dass wir es auch geschafft haben, viele junge Jugendtrainer aus den eigenen Reihen zu gewinnen.“

Und auch im Mädchen-Bereich freut sich der TSV über Zuwachs. Allein nach dem vor einer Woche veranstalteten Tag des Mädchenfußballs haben sich 16 junge Interessentinnen beim Verein gemeldet.

Die D-Junioren freuen sich in der Sonntagssonne am Ende über Platz drei. Das „kleine Finale“ gewinnen die Stormarner 4:2 gegen den Pansdorf. Die Tore schießen Justin Krüger und Til Sauer (je 2) allesamt in der ersten Halbzeit. Den größten der vier Pokale sichert sich der Favorit Holstein Kiel. Nach dem 3:0 im Halbfinale gegen Bargteheide triumphiert die KSV im Endspiel gegen den Heider SV (gewann sein Halbfinale gegen Pansdorf 1:0 nach Verlängerung) mit 4:0.