Stormarn
FUSSBALL

Drei Stormarner Teams verpassen Klassenerhalt

Trainer Essmatulla Omid  feierte mit Bargteheides Fußballern trotz des feststehenden Abstiegs einen 5:3-Sieg

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Trainer Essmatulla Omid feierte mit Bargteheides Fußballern trotz des feststehenden Abstiegs einen 5:3-Sieg

Nach dem 3:4 in Siebenbäumen sind auch die Fußballer des VfL Tremsbüttel in der Verbandsliga Süd-Ost nicht mehr zu retten.

Stormarn.  Zwei Spieltage vor dem Saisonende stehen alle vier Absteiger aus der Fußball-Verbandsliga Süd-Ost fest. Neben dem Sereetzer SV und dem schon lange verlorenen TSV Bargteheide müssen auch der SC Elmenhorst und der VfL Tremsbüttel den Gang in die Kreisliga antreten. Drei der sieben Stormarner Clubs steigen ab – eine bittere Bilanz. Elmenhorst hat sich offenbar schon vor Wochen seinem Schicksal ergeben und droht nach dem 0:10-Debakel beim TSV Travemünde sogar auf den letzten Platz abzurutschen, da Bargteheide 5:3 gegen Eintracht Groß Grönau gewann.

Tremsbüttel peilt den Wiederaufstieg an: Anders als beim Nachbarn glühte in Tremsbüttel aufgrund der zuletzt ordentlichen Leistungen noch ein Fünkchen Hoffnung, das mit dem 3:4 bei GW Siebenbäumen aber endgültig erlosch. "Wir konnten uns zwar wochenlang auf den Abstieg vorbereiten, aber in dem Moment, wo es wirklich aktuell ist, fühlt es sich schon komisch an", sagte Trainer Marco Schier , der dem Verein ebenso wie sein Trainerkollege Carsten Holzmüller und ein Großteil der Mannschaft erhalten bleibt. "Wir gehen mit dem klaren Ziel Wiederaufstieg in die neue Saison", kündigte Schier an. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze sei beim Amtsantritt des Duos letztlich zu groß gewesen. "Durch die englischen Wochen konnten wir kaum trainieren. Die Mannschaft ist nicht fit", so Schier.

Pölitz ist gerettet: Der SSV Pölitz hat damit den Klassenerhalt geschafft. In einem spektakulären Spiel bei Phönix Lübeck nach 0:2-Rückstand, 3:2-Führung und einem erneuten Rückstand traf Stürmer Jan-Henrik Schmidt in der Nachspielzeit zum 4:4-Endstand.

Erdem lässt Hagen hoffen: Er war der umjubelte Matchwinner, musste als jüngster Ahrensburger nach dem 3:0 seines SSC Hagen beim SV Eichede II trotzdem den Arztkoffer in die Kabine schleppen. In einem nur selten mitreißenden Derby sorgte der 19-Jährige mit seinem ersten Dreierpack im Herrenbereich für die Glanzpunkte. "Tabellenplatz acht ist uns sehr wichtig, wir wollen unbedingt aufsteigen", sagte Erdem. Als Achter würden die Schlossstädter in die Aufstiegsrunde einziehen. "Unser Traum lebt weiter", sagte Trainer Michael Schmal. "Die Jungs haben in den letzten Wochen dazugelernt, der Sieg war völlig verdient." Kommenden Sonntag ist der direkte Konkurrent TSV Pansdorf zum richtungsweisenden Duell an der Hagener Alle zu Gast.

Nachholspiele am Mittwoch: Schützenhilfe für Hagen ist am morgigen Mittwoch wohl kaum zu erwarten, wenn Pansdorf in Elmenhorst zum Nachholspiel antritt (20 Uhr, Siebenbergen). Der SV Preußen Reinfeld, der zuletzt Spitzenreiter VfB Lübeck II trotz ordentlicher Leistung verdient mit 0:3 unterlag, empfängt um 19.45 Uhr (Bischofsteicher Weg) den TSV Bargteheide zum Kreisderby. aba

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