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Bad Oldesloe

VfL Oldesloe gewinnt 7:2 und verlängert mit 14 Spielern

Bad Oldesloe.  Zu den Gepflogenheiten von Fußball-Trainern gehört, oftmals auch mit deutlichen Siegen nicht zufrieden sein zu können. "Ich hätte gern zweistellig und zu Null gewonnen. Das wäre ein Ausrufezeichen gewesen", haderte Marius Kuhlke, Chefcoach des VfL Oldesloe, nach dem 7:2-Erfolg seiner Kreisligafußballer über den TSV Berkenthin. "Schon zur Halbzeit hätten wir 6:0 oder 7:0 führen müssen. Auch die beiden Tore für Berkenthin waren schmeichelhaft."

Die Gesamtsituation rund um seine Mannschaft kann Kuhlke allerdings gutheißen. Weil der Bargfelder SV überraschend gegen den Krummesser SV patzte, beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nun schon sieben Punkte. Und so stabil, wie sich der VfL derzeit präsentiert, kann sich das Team auf dem Weg in die Verbandsliga nur noch selbst stoppen. Es sei aber wichtig, die Spannung zu halten, betonte Kuhlke vor den nächsten Partien gegen den TSV Trittau und die SG Union/Grabau. "Beide haben uns schon Probleme bereitet."

Parallel zum Kampf um den Aufstieg arbeitet der VfL an der Personalplanung für die neue Saison. 14 Spieler aus dem aktuellen Kader haben bereits ihre Zusage gegeben, wie Kuhlke bekanntgab. Weil die beiden Keeper noch nicht wissen, ob sie ein weiteres Jahr bei den Blau-Weißen bleiben, hat der Club auf dieser Position gehandelt: Aus der A-Jugend wird der talentierte Fabian Neels aufrücken. Von der SG Rönnau-Segeberg (Kreisliga) kommt zudem Michael Sasse.

Doch die Kreisstädter haben auch einen schmerzhaften Verlust zu beklagen. Mit Torben Burmeister geht am Saisonende der Kapitän von Bord – und schließt sich Stadtkonkurrent Union/Grabau an. "Das war eine private Entscheidung von ihm. Wir hegen überhaupt keinen Groll", sagte Kuhlke. "Dennoch ist es ärgerlich, so einen Spieler und Menschen zu verlieren. Er ist bei uns auch A-Jugend-Trainer und Schiedsrichter-Obmann, sein Abgang reißt also eine gewisse Lücke."

Der SV Eichede III meldete sich nach drei Pleiten in Folge mit einem 8:0 gegen den TuS Hoisdorf zurück – profitierte allerdings auch von prominenter Unterstützung. Vincent Janelt, der eigentlich zum Regionalliga-Kader des SVE zählt, traf dreifach.

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