Stormarn
Fussball-Regionalliga

Warum Eichede auch der vorletzte Platz reichen könnte

Martin Steinbek, Interimstrainer des SV Eichede

Martin Steinbek, Interimstrainer des SV Eichede

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Die Regionalligafußballer absolvieren am Sonnabend die letzte Partie des Jahres 2016: das Nachholspiel gegen den Lüneburger SK.

Steinburg.  Die letzte Amtshandlung des Eicheder Interimstrainers wird zu den angenehmeren gehören. Nach dem abschließenden Spiel des Jahres an diesem Sonnabend (14 Uhr, Matthias-Claudius-Straße) gegen den Lüneburger SK Hansa steigt bei dem Fußball-Regionalligaclub die Weihnachtsfeier. Die Amtszeit von Martin Steinbek läuft laut SVE-Fußballchef Heino Keiper bis Mitternacht – das bedeutet also Anwesenheitspflicht für Steinbek und seinen Co-Trainer Leif Löding.

Viel Anlass zum Feiern bot das erste Halbjahr in der Regionalliga nicht. Unabhängig vom Ausgang des Nachholspiels gegen Lüneburg werden die Stormarner abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz überwintern. Dennoch hält Steinbek kurz vor dem Ende seiner Amtszeit ein Plädoyer für die Mannschaft: „Die Jungs haben mir die Arbeit sehr leicht gemacht, besser geht es gar nicht. Das ist eine Truppe mit Potenzial, die für jeden Coach gut zu trainieren sein wird.“ Welcher Coach das sein wird, soll sich in den letzten Wochen des Jahres entscheiden, denn schon kurz nach Silvester beginnt die Vorbereitung auf die Restsaison. Der Vereinsvorsitzende Olaf Gehrken will zwar nicht ausschließen, dass Steinbek und Löding für ihre „sehr gute Arbeit“ mit einer Weiterbeschäftigung belohnt werden. „Aber momentan gehen die Planungen in eine andere Richtung.“

Fest steht, dass der SVE einen Regionalliga-Trainer verpflichten will, also einen Coach, der den für die Vierte Liga üblichen Aufwand betreibt und den Fokus auf die Gegenwart statt auf eine mögliche Zukunft in der Schleswig-Holstein-Liga legt. „Das sind wir den Spielern, den Fans und der Liga schuldig“, sagt Gehrken.

Doch wie realistisch ist der Klassenerhalt? Unwahrscheinlich, doch etwas realistischer als es auf den ersten Blick erscheint. Mit Glück reicht der vorletzte Tabellenplatz, wie der Norddeutsche Fußballverband der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn bestätigte. Dazu müsste der FC St. Pauli aus der Zweiten Liga und somit die U23 des Kiezclubs zwangsweise aus der Regionalliga absteigen, der Regionalliga-Meister den Sprung in die Dritte Liga schaffen und es dürfte kein Drittligist in die Regionalliga Nord absteigen. „Bevor wir uns damit beschäftigen, müssen wir aber die Leistungen stabilisieren“, betont Gehrken.

Martin Steinbek hofft gegen den schwächelnden Tabellensiebten aus Lüneburg auf eine weitere Leistungssteigerung und einen Punktgewinn. Mit einem Sieg würde der SVE den Rückstand auf den vorletzten Platz auf sieben Punkte reduzieren. Allerdings sind die Routiniers Nico Fischer und Torge Maltzahn gesperrt, zudem wird Marc Oldag wegen Knieproblemen wohl ausfallen.