Stormarn
FUSSBALL

Drei Derbys, nur ein Sieger: Preußen Reinfeld

Foto: Nuppenau / HA

Fußballer schlagen in Verbandsliga Süd-Ost den TSV Bargteheide mit 3:0. Die übrigen Spiele enden Unentschieden. Misstöne beim SV Eichede II.

Bargteheide.  Mehr geht nicht: Gleich drei Stormarn-Duelle hielt der Spielplan der Verbandsliga Süd-Ost am 14. Spieltag bereit. Doch nur eine der sechs beteiligten Fußball-Mannschaften durfte sich danach als Derbysieger feiern lassen.


Einseitiges Derby: Die Talfahrt des TSV Bargteheide geht weiter. Das 0:3 gegen den SV Preußen Reinfeld war für den Aufsteiger bereits die zwölfte Saison-Niederlage. Die Weinroten bleiben trotz mehrerer Spieler mit höherklassiger Erfahrung Tabellenschlusslicht, der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wuchs auf sieben Zähler an. Trotzdem gab es ein Lob aus Reinfeld, wo man weiter auf die neue Landesliga zusteuert: „Die Einstellung der Bargteheider hat mir imponiert“, sagte Trainer Ronny Tetzlaff. „Sie haben arge Probleme, uns das Leben aber schwer gemacht. Es war kein einfacher, aber letztendlich ein verdienter und auch ungefährdeter Sieg.“ Aus der Personalnot heraus setzt Tetzlaff seit Wochen oft auf die identische Startelf – das macht sich jetzt bezahlt. „Die Mannschaft funktioniert gut“, sagte der Coach, der sich zudem weiterhin auf Kristof Rönnau verlassen kann. Der Torjäger erzielte seine Saisontreffer 23 und 24.


Kurioses Derby: Seinen vielleicht kuriosesten Punktgewinn der laufenden Saison feierte der VfL Tremsbüttel gegen den SV Eichede II: Die ersatzgeschwächten Stormarner lagen früh und hochverdient mit 0:2 zurück, spielten mit Torwart Stefan Timm als Außenverteidiger. „Dann haben wir es fantastisch gemacht und hätten sogar gewinnen können“, jubelte Trainer Flemming Nielsen. Ein Grund für den Punktgewinn sah Nielsen auch im (mangelnden) Teamgeist des Gegners: „Man hat gemerkt, dass da keine super-harmonische Truppe auf dem Platz stand.“ Da wollte selbst Eichede-II-Coach Bernd Helbing-Saß nicht widersprechen. „Das stimmt schon, das habe ich auch gemerkt“, sagte er. Ob der Zuwachs aus dem Regionalliga-Kader ein Grund für die Probleme sei, könne er aber noch nicht einschätzen. Gegen Tremsbüttel standen neben den dauerhaft degradierten Vincent Janelt, Ridel Monteiro und Eudel Monteiro auch William Wachowski und Evgenij Bieche in der Startelf. Saß kündigte eine verkürzte erste Trainingseinheit der Woche an, um im Anschluss „Tacheles“ zu reden. „Das ist keine Krise, aber wir haben seit dem 1:5 beim VfB Lübeck II nicht mehr gut gespielt und einige Spieler verhalten sich schlecht, zum Beispiel wenn sie ausgewechselt werden. Darüber muss geredet werden.“ Für Routinier Fabian Kolodzick ist die Hinrunde beendet. Der Stürmer zog sich bei einem unglücklichen Zusammenprall eine schwere Gesichtsverletzung zu, erlitt einen dreifachen Jochbeinbruch und wohl auch eine Fraktur der Augenhöhle.


Hitziges Derby: Das hitzigste Derby bekamen die 158 Zuschauer in Pölitz zu sehen. Der SSV und der SC Elmenhorst trennten sich nach Toren mit 1:1. Die Gäste „gewannen“ aber den Vergleich nach Gelben (7:6) und Roten Karten (1:0). „Ich hatte mit viele Karten gerechnet. Es war ein hitziges, aber kein unfaires Derby“, sagte Reiner Gösch, Trainer des SC Elmenhorst. „Wir haben wenig Chancen zugelassen, sind aber nicht zu unserem gewohnten Spiel gekommen. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein.“ Auch Pölitz-Coach Jan-Christian Hack war nicht ganz zufrieden: „Uns fehlten die Ideen.“ Der SSV wartet seit fünf Partien auf einen Sieg und muss nun auch noch beim TSV Travemünde antreten – dem Tabellenführer der (allerdings verzerrten) Heim-Tabelle.

Hagener Formkrise:
Jener Travemünder Heimstärke musste sich an diesem Spieltag der SSC Hagen Ahrensburg unterwerfen, unterlag bei den Lübeckern mit 0:2. „Wir haben eine Formkrise. Uns gelingt derzeit auf dem Platz recht wenig“, sagte Trainer Michael Schmal, wollte die Situation aber nicht dramatisieren. „So eine Phase hat jede Mannschaft mal. Wichtig ist jetzt, dass wir den Spaß und die Lockerheit wiederfinden.“ Besorgniserregender ist die neue Entwicklung um den eigenen Kunstrasenplatz (siehe Seite 1), auf dem die Ahrensburger eigentlich in dieser Woche wieder trainieren wollten. „Langsam wird es kritisch“, so Schmal, dessen Team wegen der Bauarbeiten seit September nur Auswärtsspiele absolviert hat. Das nächste Heimspiel ist eigentlich für den 30. Oktober geplant.


Kreispokal: Bereits am heutigen Dienstag geht es für den Ahrensburger mit dem Kreispokal-Achtelfinale beim SC Elmenhorst weiter. Außerdem stehen schon zwei Viertelfinal-Partien an (alle Termine siehe unten).