Stormarn
Volleyball

Volleyballfrauen des Oststeinbeker SV starten in die Saison

Das Regionalligateam des Oststeinbeker SV fiebert dem Saisonstzart entgegen (v.l.): Anne Adolphsen, Mareike Schierenbeck, Michelle Alex, Kerrin Brüggemann, Svenja Berger, Julia Wanke, Daniela Paukert, Mia Jeschke, Stefanie Thomsen, Anika Lehmkuhl, Katharina Pape

Das Regionalligateam des Oststeinbeker SV fiebert dem Saisonstzart entgegen (v.l.): Anne Adolphsen, Mareike Schierenbeck, Michelle Alex, Kerrin Brüggemann, Svenja Berger, Julia Wanke, Daniela Paukert, Mia Jeschke, Stefanie Thomsen, Anika Lehmkuhl, Katharina Pape

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Das Regionalligateam des OSV hat zehn Neuzugänge. Aufsteiger SC Neubrandenburg kommt als Auftaktgegner an den Meessen.

Oststeinbek.  An diesem Sonnabend starten die Volleyballfrauen des Oststeinbeker SV in die neue Spielzeit der Regionalliga Nord. Vor der Begegnung am Meessen (16.30 Uhr) gegen den SC Neubrandenburg gibt das Hamburger Abendblatt einen Überblick über die Veränderungen im Kader, die Ziele der Mannschaft und die Auftaktgegner.

Abgänge: Sieben Spielerinnen haben die Mannschaft zum Saisonende verlassen. Mittelblockerin Maren Fehrs erklärte ebenso ihr Karriereende wie Außenangreiferin Joy Page und Ballverteilerin Wiebke Böttcher. Diagonalspielerin Sarah Deppe gönnt sich aus gesundheitlichen Gründen eine längere Auszeit vom Volleyballsport, während Leistungsträgerin Anne Domroese ihre Zukunft noch offen lässt.

Die ehemalige Erstligaspielerin Laura Mathias dagegen suchte als Annahmespezialistin eine neue Herausforderung und wechselte zum SC Alstertal-Langenhorn in die Dritte Liga. Elisa Braun hat die Volleyballschuhe vorübergehend an den Nagel gehängt – die 35 Jahre alte Mittelblockerin erwartet im kommenden Frühjahr Nachwuchs.

Zugänge: Mit zehn Neuzugängen haben die „Ostbek Cowgirls“ ihren Kader verstärkt. Dabei erwiesen sich die Verpflichtungen von Stefanie Thomsen und Katharina Pape als wahre Glücksgriffe, beide verfügen über Zweitliga-Erfahrung. Thomsen verteilte in der Zweiten Liga für den VC Norderstedt die Bälle am Netz. Pape vereitelte für das VT Aurubis Hamburg am Mittelblock geschickt die Angriffe des Gegners. Kerrin Brüggemann (Außen) hat bei der ersten Mannschaft der VG WiWa Hamburg in der Dritten Liga ebenfalls höherklassig gespielt.

Mareike Schierenbeck (Außen) kennt die Regionalliga aus den Zeiten beim Ligakonkurrenten VG WiWa Hamburg II. Gleiches gilt für Diagonalspielerin Julia Wanke, die von Grün-Weiß Eimsbüttel an den Meessen kam.

Für die Abwehr- und Annahmespezialistinnen Danijela Vukmann und Svenja Berger dagegen ist der Sprung aus der Verbandsliga in die vierthöchste Spielklasse ebenso eine Herausforderung wie für Daniela Paukert (Mitte) aus der Bezirksliga. Anika Lehmkuhl – die ehemalige Kapitänin der Oberligamannschaft des BSV Ostbevern, pausierte zuletzt knapp drei Jahre. Sie spielt in den Plänen von Jörg Förster eine besondere Rolle. „Anika werde ich je nach Situation auf Außen oder Diagonal einsetzen“, sagt der Trainer der Volleyballdamen. Die letzte im Bunde ist das Eigengewächs Luisa Boess. Die 24 Jahre alte Außenangreiferin rückt aus der zweiten Mannschaft des OSV auf in die Regionalliga.

Vom Kader der vergangenen Saison geblieben sind Anne Adolphsen (Diagonal), Michelle Alex (Außen), Marie Fleischmann (Zuspiel), Mia Jeschke (Libera), Lisa Nadolny (Außen) und Svenya Banse (Mitte).

Saisonziel: Coach Förster gibt sich selbstbewusst, als er sagt: „In der Mannschaft steckt genügend Potenzial, um am Saisonende einen Platz im oberen Tabellendrittel zu erreichen.“ Der 50-Jährige kehrte als Trainer vor zwei Jahren zurück an alte Wirkungsstätte. Zwischen 2005 und 2011 trainierte er die Verbandsliga-Frauen des OSV.

Der enorme Aderlass bereitet ihm keine Kopfschmerzen. „Die Mannschaft benötigt Zeit, um weiter zusammenzuwachsen“, sagt der Coach. „Spielerisch haben wir uns auf jeden Fall verbessert und sind in der Spielgestaltung variabler geworden.“

Schwierigkeiten bereitete den Volleyballfrauen – ebenso wie den Drittligamännern des OSV – in der Vorbereitungsphase die Hallensituation am Meessen. Aufgrund eines Wasserschadens ist die große Sportstätte in der Walter-Rukert-Halle seit Monaten gesperrt – und wird es voraussichtlich auch bis Anfang Dezember bleiben.

Förster: „Seit Wochen trainieren wir in der kleinen Halle. Dort werden wir auch die ersten Heimpartien austragen, wobei uns sicherlich die gewohnte Umgebung fehlen wird.“

Auftaktgegner: Die Oststeinbekerinnen bekommen es zum Saisonbeginn mit zwei Aufsteigern aus der Verbandsliga zu tun. Sonnabend haben sie den SC Neubrandenburg zu Gast. Eine Woche später steigt in der Moorbek­straße (15 Uhr) die Partie beim VC Norderstedt. Von einem vermeidlich leichten Auftaktprogramm will Förster nichts wissen. „Beide Aufgaben dürfen wir keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen“, sagt der Coach. „Als Aufsteiger schweben beide Teams auf einer Euphoriewelle und können frei aufspielen.“