Stormarn
Pferdesport

Granderheides Reiternachwuchs setzt auf Teamgeist

Die Freude nach den erfolgreichen Auftritten in Bad Segeberg ist den Granderheiderinnen noch immer anzumerken (v.l.): Marion Wenzel (Jugendwartin und Mannschaftsführerin der Junioren), Melanie Hornung, Lana Meyer-Williams, Philippa Bleck, Phoebe Griffin, Anne Sophie Wenzel, Brigitte Hilger (Mannschaftsführerin der Ponyabteilung), Friederike Röhr, Gina Knaak, Eva-Maria Speck, Chiara Pein, Katharina Stamer, Sophia Tschaikowski, Jemima Griffin und Kiara Kühl

Die Freude nach den erfolgreichen Auftritten in Bad Segeberg ist den Granderheiderinnen noch immer anzumerken (v.l.): Marion Wenzel (Jugendwartin und Mannschaftsführerin der Junioren), Melanie Hornung, Lana Meyer-Williams, Philippa Bleck, Phoebe Griffin, Anne Sophie Wenzel, Brigitte Hilger (Mannschaftsführerin der Ponyabteilung), Friederike Röhr, Gina Knaak, Eva-Maria Speck, Chiara Pein, Katharina Stamer, Sophia Tschaikowski, Jemima Griffin und Kiara Kühl

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Die Pony-mannschaft des PFerdesport Granderheide wird bei Landesmeisterschaften Vizemeister. Die Juniorinnen belegen Rang vier.

Grande.  Kiara Kühl ist die Erleichterung, aber auch ein wenig Stolz anzumerken, als sie sagt: „Beim Abteilungsreiten eine Gruppe anzuführen, hat mich anfangs schon recht nervös gemacht. Zum Glück hat sich die innere Unruhe aber schnell gelegt.“

Die 13-Jährige vom PS Granderheide hat ihre Aufgabe bei den in Bad Segeberg ausgetragenen Landesmeisterschaften der Ponys im Abteilungswettkampf – zu dem auch zwei E-Dressur- und Springprüfungen sowie für drei Mädchen ein Reiterwettbewerb gehören – jedenfalls hervorragend gemeistert. Obwohl es keine leichte Aufgabe ist, als sogenannte Tétenreiterin einer Gruppe von sechs hintereinander reitenden Mädchen das Tempo vorzugeben. Denn beim Absolvieren einer vorgegebenen Aufgabe darf der Abstand zum Vordermann eine Pferdelänge nicht über- oder unterschreiten.

Am Ende des Wettkampfs belegte Kiara mit den Vereinskameradinnen Melanie Hornung, Philippa Bleck, Phoebe Griffin, Gina Knaak, Sophia Tschaikowski und Lana Meyer-Williams den zweiten Rang hinter dem Reiternachwuchs des RV Südtondern Leck.

Abteilungswettkampf ist Bestandteil der Jugendarbeit

Kurz zuvor waren die Juniorinnen des Pferdesport Granderheide an gleicher Stelle nur knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt. Chiara Pein, Katharina Stamer, Eva-Maria Speck, Anne Sophie Wenzel, Melanie Hornung, Jemima Griffin und Friederike Röhr ritten mit ihren Pferden im Abteilungswettkampf auf den vierten Rang. Im Gegensatz zu dem Pony-Wettbewerb standen bei den U21-Reiterinnen jeweils zwei Dressur- und Springprüfungen der Klasse A auf dem Programm. Die Goldmedaille sicherte sich die Reitjugend des RuFV Großenwehe, Silber und Bronze gingen an den Fehmarnschen Ringreiterverein und den Lübecker RV.

Für Mannschaftsführerin Marion Wenzel (48) ist die Teilnahme an Abteilungswettkämpfen ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit. „Hierbei werden die Grundlagen für spätere Erfolge gelegt – sowohl in der Dressur- als auch in der Springreiterei“, sagt die Jugendwartin des PSG. „Jedes Teammitglied muss sich in die Gemeinschaft integrieren und lernen, jederzeit für seine Mannschaftsgefährten da sein.“

Chiara – sie gab als Tétenreiterin im Wettbewerb der Junioren das Tempo an – nickt zustimmend. „Du gewinnst als Mannschaft und du verlierst als Mannschaft“, sagt die 14-Jährige. Auf die Frage, ob sie auch im kommenden Jahr wieder die Spitze übernehmen wird, zuckt Chiara zunächst mit den Schultern. Ihre Mannschaftskolleginnen sind anderer Meinung. „Du wirst es machen müssen“, lautet der gemeinsame Tenor.

Der Erfolg der Granderheider Jugendmannschaften – 2012 gewannen sie den Titel bei den Junioren, drei Jahre später holten sie Gold mit den Ponys – ist eng mit dem Engagement und der langjährigen Zusammenarbeit von Wenzel und Brigitte Hilger von der Reitschule Schleushörn verknüpft.

Ponyreiter starten mit stark verjüngter Mannschaft

Hilger stellt in Lütjensee die Teams für den Pony-Wettbewerb zusammen, während Wenzel für die Junioren verantwortlich ist. „Reiten ist an und für sich eine Individualsportart“, sagt Hilger. „Wir erwarten aber von den Jugendlichen, auch als Team stark zu sein und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, die Fehler eines anderen zu akzeptieren und bestenfalls selbst auszubügeln.“

Wenzel rät jungen Pferdesportlern, in der Reitausbildung so lang wie möglich zweigleisig zu fahren. Sie sagt: „Nur wer die Grundlagen in der Dressur beherrscht, hat später gute Aussichten, auch im Springsport erfolgreich zu sein. Gleiches gilt natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge.“

Der zweite Rang der Ponyreiter bei den Landesmeisterschaften hat Imke Willenbrock indes überrascht. „Ich bin stolz auf die Leistung unserer Abteilungsreiter“, sagt die Vorsitzende des PS Granderheide. „Erwartet habe ich es nicht, zumal wir in diesem Wettbewerb im Vergleich zum Vorjahr mit einer stark verjüngten Mannschaft angetreten sind.“