Stormarn
Fußball

Pölitz schafft doch noch den Klassenerhalt

Hannes Lampe, die Torschützen Jan-Henrik Schmidt und Julian Ramm sowie Helge Höppner freuen sich über den Klassenerhalt

Hannes Lampe, die Torschützen Jan-Henrik Schmidt und Julian Ramm sowie Helge Höppner freuen sich über den Klassenerhalt

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Verbandsligafußballer retten sich am letzten Spieltag durch ein 3:0 gegen den Bargfelder SV und dank Schützenhilfe vom Breitenfelder SV.

Pölitz.  Trainer Sascha Vogt grinste über das ganze Gesicht: Der 41-Jährige hat mit den Fußballern des SSV Pölitz auf den letzten Drücker doch noch den Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd-Ost geschafft. „Das ist ja wie im Bilderbuch“, sagte Vogt. „Ich hätte mir das nicht schöner ausdenken können.“

Die Pölitzer entschieden am letzten Spieltag das Fernduell mit der SVG Pönitz für sich. Während die bislang mit zwei Punkten mehr auf dem rettenden 14. Rang stehenden Ostholsteiner gegen den als Absteiger feststehenden Breitenfelder SV auf eigenem Platz mit 2:5 verloren, gewann Pölitz sein Heimspiel gegen den Bargfelder SV mit 3:0 (1:0), schob sich damit noch am Konkurrenten vorbei. „Ich bin wahnsinnig erleichtet, hätte mich nur ungern mit einem Abstieg verabschiedet“, sagte Sascha Vogt, der nach 13 Jahren als Trainer in Pölitz nun eine Pause vom Fußball einlegt.

Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Florian Janzen (SV Rickling) brachen alle Dämme: Die Spieler tanzten ausgelassen über den Platz, Vogt fiel erst seinem Nachfolger Christian Hack in die Arme und bekam dann vom schon in der ersten Halbzeit wegen einer Zerrung ausgewechselten Abwehrchef Helge Höppner einen Wassereimer über den Kopf gegossen. Anschließend versammelte sich die gesamte Mannschaft am Mittelkreis und entrollte für den triefend nassen Vogt ein Banner mit der Aufschrift „Applaus für den Trainer 2003 – 2016“.

Die richtige Verabschiedung erfolgt aber erst auf der Saisonabschlussfeier in der kommenden Woche. Dass dann für mindestens ein Jahr Schluss mit Fußball sein wird, „ist für mich noch nicht real“, sagte Vogt. „Das werde ich wohl erst spüren, wenn die Jungs mit der Vorbereitung auf die kommende Saison beginnen.“

So ein Ende hatte er nicht unbedingt erwartet. Vogt: „Ich war mir sicher, dass wir unseren Teil dazu beitragen und das Spiel gegen Bargfeld gewinnen würden. Wir müssen uns aber auch für die Schützenhilfe aus Breitenfelde bedanken, da sind sicher ein oder zwei Kisten Bier fällig.“

Aber auch die Bargfelder gaben die Punkte nicht kampflos her: Pölitz begann forsch, hatte zwischenzeitlich jedoch Glück, dass der für Dominik Lindtner (Fingerverletzung) zwischen den Pfosten stehende Tim Nazarkiewicz bei seinem Comeback nach einem Kreuzbandriss einige Male stark reagierte – insbesondere bei zwei Großchancen für Carsten Rüder. „Über 90 Minuten waren wir aber die bessere Mannschaft und deshalb der verdiente Sieger“, sagte Vogt. Matchwinner war Jan-Henrik Schmidt (33., 76. Minute). Doch erst Julian Ramms 3:0 (84.) beseitigte sämtliche Zweifel am Sieg.

Über die Zwischenstände auf den anderen Plätzen war Vogt übrigens erst in der zweiten Halbzeit informiert. „Ich wollte nichts wissen, mich nur auf unser Spiel konzentrieren“, sagte der Trainer. „Später ließ sich das aber gar nicht mehr verhindern, weil mehrere Zuschauer auf den Laufenden waren und uns über jedes Tor informiert haben.“

Der SV Preußen Reinfeld schloss die Saison als bestplatzierte Stormarner Mannschaft auf Rang vier ab. Das Team von Trainer Ronny Tetzlaff gewann das zweite Kreisduell des abschließenden Spieltags beim SV Eichede II mit 3:0. Der SSC Hagen Ahrensburg folgt nach einem 0:4 gegen den neuen Meister NTSV Strand 08 auf Rang sechs.