Stormarn
Turnen

Schülerinnen der Stormarnschule gewinnen Bronze

Sie holten in Berlin die Bronzemedaille (v.l.): Alste Schroeder, Greta Kastien, Linne Visscher, Eike Biemann (Trainerin), Magdalena Bürk, Delia de la Rubia, Emma Kastien

Sie holten in Berlin die Bronzemedaille (v.l.): Alste Schroeder, Greta Kastien, Linne Visscher, Eike Biemann (Trainerin), Magdalena Bürk, Delia de la Rubia, Emma Kastien

Foto: HA

Turnriege des Gymnasiums an der Waldstraße überrascht beim weltgrößten Schulsportwettkampf. Ihr Verein ist der SV Großhansdorf.

Ahrensburg.  Am Ende des Wettkampftages hatten Greta und Emma Kastien, Alste Schroeder, Linne Visscher, Delia de la Rubia und Magdalena Bürk allen Grund zur Freude. Überraschend war den Turn-Mädchen der Stormarnschule beim Bundesfinale des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ als drittplatziertes Team der Sprung aufs Treppchen gelungen.

„Ich hatte gehofft, aber ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir als einer von 16 teilnehmenden Landessiegern eine Medaille für Schleswig-Holstein holen“, sagt Turntrainerin Eike Biemann. Die 52 Jahre alte Abteilungsleiterin des SV Großhansdorf bot in Berlin gemeinsam mit Svenja Gemmrig von der Stormarnschule die Leistungsriege des SVG auf – allesamt Schülerinnen der Lehranstalt an der Waldstraße.

Vor der Stormarnschule platzierten sich aus Mannheim (Baden-Württemberg) das Ludwig-Frank-Gymnasium sowie aus Essen (Nordrhein-Westfalen) das Goethe-Gymnasium.

„Ich vergleiche das Bundesfinale mit einer Klassenreise, bei der nur der Sport im Vordergrund steht“, sagt Biemann, die als Studienrätin am Großhansdorfer Emil-von-Behring-Gymnasium die Fächer Sport und Französisch unterrichtet. Sie selbst nahm Anfang der 1980er-Jahre an dem mit rund 800.000 Teilnehmern weltgrößten Schulsportwettbewerb teil.

Berlin bietet den jugendlichen Turntalenten zahlreiche Eindrücke. Während des fünftägigen Aufenthalts begleitet ein buntes Programm mit Sightseeing und Kultur und vor allem jeder Menge Spaß die sportlichen Wettkämpfe. Und auf der großen Abschlussveranstaltung können die Nachwuchssportler schnell Kontakte zu anderen Sportlern knüpfen. „Es war schon ein bewegender Moment für mich, als der Berliner Innensenator uns auf der Abschlussfeier einen Pokal überreicht hat“, sagt Linne.

Während im vergangenen Jahr beim Bundesfinale noch Pflichtübungen geturnt wurden, standen dieses Mal Kürübungen der Klasse vier auf dem Programm. „Durch diese Änderung ist der Wettkampf spannender und offener geworden. Turnerinnen, die schwierige Elemente beherrschen, können deshalb mehr Punkte erlangen, während jene, die noch nicht so weit sind, trotzdem dabei sind, da sie einfachere Elemente turnen dürfen“, sagt Biemann. Delia und Magdalena, beide 14, zählen zu den erfahrenen Turnerinnen der Großhansdorfer Riege.

Biemann: „Beide haben bereits Wettkämpfe wie die Hamburg Gymnastiks nach internationalen Wertungsvorschriften geturnt.“ Linne ist mit ihren zwölf Jahren das Küken der Gruppe. „Sie war als Ersatzturnerin vorgesehen“, sagt die Trainerin. „Linne turnt sehr elegant, ausdrucksstark und hat eine große sportliche Zukunft vor sich.“ Greta und Emma, beide 15, bereiteten ihrer Trainerin in Berlin eine besondere Freude. Die Zwillingsschwestern turnten auf dem zehn Zentimeter breiten Balken erstmals den sogenannten Flick-Flack – einen Handstütz-Überschlag rückwärts.

Biemann bescheinigt Alste, 13, das für den Turnsport nötige Quantum Mut und Zuverlässigkeit. „Alste ist leider musikalisch sehr engagiert, deshalb fehlt ihr manchmal die Zeit fürs Training“, sagt die Studienrätin. „Sie verfügt aber über eine enorme Grundschnelligkeit, viel Kraft und die für den Turnsport erforderliche Motivation.“