Stormarn
Handball

Trainer verlässt den Ahrensburger TSV zum Saisonende

Matthias Steinhoff nutzt eine Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen

Matthias Steinhoff nutzt eine Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Nach zwei Jahren als Coach der Handballfrauen kündigt Matthias Steinhoff seinen Weschsel zum ATSV Stockelsdorf an.

Ahrensburg.  Die Nachricht kam überraschend: Matthias Steinhoff wird nach nur zwei Spielzeiten die Handballfrauen des Ahrensburger TSV am Saisonende wieder verlassen. Der 58 Jahre Trainer kehrt zurück zum ATSV Stockelsdorf, um an alter Wirkungsstätte die Handballfrauen in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein zu betreuen.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt Steinhoff. „Es war aber keineswegs eine Entscheidung gegen den Ahrensburger TSV, sondern vielmehr eine zugunsten eines Vereins, dem ich vor meinem Wechsel viele Jahre als Jugendtrainer sehr verbunden war“, sagt Steinhoff. Der Abschied fällt ihm schwer. „Zwei Jahre durfte ich für einen tollen Verein arbeiten, der mich durch den symphatische Umgang der Menschen untereinander sehr beeindruckt hat.“

Lars Kiesbye zeigt Verständnis für die spontane Entscheidung. „Dass Matthias uns verlässt, finde ich äußerst schade. Zwischen uns hat es sportlich und menschlich einfach hervorragend gepasst“, sagt der Leiter der Ahrensburger Handballabteilung. „Persönlich kann ich diesen Schritt aber nachvollziehen. Matthias kommt aus Bad Schwartau, ist mit der Region verwachsen und steht vor einer sportlichen Herausforderung, die wir ihm in der Form nicht bieten können.“

Abteilungsleiter Lars Kiesbye will bis Monatsende einen Nachfolger präsentieren

Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren. Kiesbye: „Wir haben erste Gespräche geführt. Ich gehe davon aus, innerhalb der kommenden zwei oder drei Wochen einen geeigneten Trainer für die kommende Saison in der Hamburg-Liga zu präsentieren.“

Auch Silke Thom bedauert den Abschied von Steinhoff. „Matthias hat dem Spiel der Mannschaft mittlerweile seine Handschrift verliehen“, sagt die 38 Jahre alte Kreisspielerin. Seit 15 Jahren trägt sie das Trikot des ATSV. „Unter seiner Regie sind wir zu einer Mannschaft gereift, die ihre individuellen Stärken als Team auf das Spielfeld überträgt – wie die letzten Erfolge beeindruckend aufzeigen.“ Neun der letzten zwölf Begegnungen entschieden die Stormarnerinnen für sich. Eine Partie endete unentschieden.

Dass die Mannschaft auch über den Kampf zum Erfolg kommen kann, unterstrich sie zuletzt beim 22:20 (12:12)-Erfolg gegen TuS Esingen. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen ein junges, spielstarkes Esinger Team, in dem wir nie unsere Linie gefunden haben“, sagt Steinhoff.

Im ersten Durchgang hielten die Ahrensburgerinnen sich zunächst mit mehreren verwandelten Siebenmetern im Spiel, ehe sie von Beginn der zweiten Halbzeit an mehr und mehr die Kontrolle übernahmen. Mit acht Treffern – zwei davon von der Siebenmeterlinie aus – war Rückraumspielerin Maren Eckert erfolgreichste Werferin.

Ihr Saisonziel haben die Ahrensburgerinnen erreicht

Nach dem fünften Heimsieg in Folge ist der Mannschaft von Steinhoff zwei Spieltage vor dem Saisonende der fünfte Rang in der Tabelle sicher. Bei Punktgleichheit mit der sechstplatzierten SG Bergedorf/VM würde der direkte Vergleich zu ihren Gunsten entscheiden. „Sogar Platz vier ist noch drin. Dafür müssen wir aber unsere verbleibenden Spiele beim Elmshorner HT und gegen den TSV Uetersen gewinnen und auf einen Patzer vom HT Norderstedt hoffen“, sagt Steinhoff.

Ihr Saisonziel – eine bessere Platzierung als der siebte Platz im Vorjahr – haben die Ahrensburgerinnen jedenfalls längst erreicht.

Die weiteren Tore für den Ahrensburger TSV erzielten: Silke Wegers (4), Antje Bründlicnger (4/1), Eileen Wicher, Silke Thom, Lena David (je 2).