Stormarn
Fußball

Bargfelder glauben noch an den Klassenerhalt

Ralf Bargmann ist seit dem neunten Spieltag Trainer des Bargfelder SV

Ralf Bargmann ist seit dem neunten Spieltag Trainer des Bargfelder SV

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Fußball-Trainer Ralf Bargmann will dem Verein auch im Falle des Abstiegs treu bleiben – und ihn professionalisieren

Bargfeld-Stegen.  Mut macht die Auswärtstabelle. Auf fremdem Platz hat sich der Bargfelder SV bislang besser verkauft als daheim. So kommt das Auswärtsspiel beim TSV Pansdorf an diesem Sonnabend gerade recht, um das enttäuschende 0:5 gegen den VfL Tremsbüttel aus dem Gedächtnis zu streichen. Es ist vielleicht die letzte Chance für die Stormarner Fußballer im Abstiegskampf in der Verbandsliga Süd-Ost. „Bis der Drops nicht gelutscht ist“, versichert Trainer Ralf Bargmann, „glaube ich an den Klassenerhalt.“

Als der BSV im vergangenen Sommer das erste Mal in seiner Geschichte in die Verbandsliga einzog, war das in erster Linie verblüffend. Die Mischung aus Lockerheit und Vereinsgeist hatte das Team für eine ganze Saison stärker gemacht als professioneller aufgestellte Konkurrenten. Weil man auch und gerade in Bargfeld die Feste feiert, wie sie fallen, wurde die Aufstiegsparty gern genommen – auf das harte Programm in der Verbandsliga hätte mancher in der Mannschaft und dem Umfeld auch verzichten können.

„Einige sind jetzt erst in der Verbandsliga angekommen“, sagt Bargmann, der das Team nach acht sieglosen Spielen zu Beginn übernahm und mit einigen Wochen Anlaufzeit spürbar stärkte. Inzwischen punkten die Stormarner regelmäßig, doch angesichts des großen Rückstands bei elf ausstehenden Spielen könnte es zu spät sein. „Wir brauchen mindestens sechs Siege. Das wird sehr schwer“, weiß Bargmann.

Und wenn es diesen Sommer wieder zurück geht in die Kreisliga Stormarn/Lauenburg? An den Planungen würde das nichts ändern. Bargmann hat als Trainer für die kommende Spielzeit zugesagt, auch für den Fall eines Abstiegs. Auch die meisten Spieler würden bleiben, „zwei, drei punktuelle Verstärkungen brauchen wir aber“, so der Coach, der die Bargfelder Fußballabteilung mittelfristig auf verbandsligataugliche Beine stellen will.

Der wochenlange Mangel eines Torwarts soll letztes Relikt aus alten Zeiten sein

Helfen soll dabei der neue Abteilungsleiter Hendrik Alberts, der Torben Knuth abgelöst hat: „Er ist gut verknüpft und rhetorisch bewandert“, lobt Bargmann den Abwehrspieler, der nur noch in Ausnahmefällen selbst auflaufen wird. Hochklassige Spieler an den Waldweg zu locken, dürfte aber auch künftig schwer werden, denn Aufwandsentschädigungen zahlt der BSV im Gegensatz zu vielen anderen Sechstligaclubs nicht, und das wird sich auch nicht ändern. Bargmann: „Zumindest an der Zahlung von Fahrgeld kommt man aber nicht vorbei, wenn man in der Verbandsliga spielen will.“

Allein die Tatsache, dass wieder langfristig geplant wird, dürfte künftig schon einige Probleme lösen. Dass wochenlang kein Torwart zur Verfügung steht und deswegen auch in Pansdorf wieder Feldspieler Florian Bunk zwischen die Pfosten muss, soll ein letztes Relikt aus alten Zeiten bleiben.

Die anderen fünf Verbandsligaclubs aus Stormarn sind Sonntag im Einsatz. Der Tabellendritte SV Preußen Reinfeld will durch einen Sieg gegen den Breitenfelder SV (Platz 15) dem Spitzenduo auf den Fersen bleiben. Unter Druck steht der SSV Pölitz (17.) gegen Eintracht Groß Grönau (10.).

Die anderen fünf Verbandsligaclubs aus Stormarn sind allesamt am Sonntag, 15 Uhr, im Einsatz. Auswärts muss dabei nur der SV Eichede II ran. Die neuntplatzierten Steinburger gastierten beim Tabellennachbarn SSV Güster. Der Tabellendritte SV Preußen Reinfeld will durch einen Sieg gegen den Breitenfelder SV (Platz 15) am Spitzenduo der Liga dranbleiben. Auch für den Tabellenvierten SSC Hagen Ahrensburg zählt gegen die SVG Pömitz (11.) nur ein Sieg. Der VfL Tremsbüttel (13.)empfängt den aufstrebenden 1. FC Phönix Lübeck (14.). Unter Druck steht der abstiegsgefährdete SSV Pölitz (17.) im Heimspiel gegen Eintracht Groß Grönau (10.).