Stormarn
Basketball

Ahrensburgs Basketballerinnen setzen sich zur Wehr

Erklärten  in der Redaktionsräumen des Hamburger Abendblatts ihre Sichtweise, hinten v.l.: Samantha Ochs, Sabrina Ochs, vorne v.l.: Sabrina Lange, Lara Müller-Mittwollen

Erklärten in der Redaktionsräumen des Hamburger Abendblatts ihre Sichtweise, hinten v.l.: Samantha Ochs, Sabrina Ochs, vorne v.l.: Sabrina Lange, Lara Müller-Mittwollen

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Entlassene Leistungsträgerinnen der ATSV-Damenmannschaft weisen Vorwürfe des Abteilungsvorstands zurück. Abteilungsvorstand rudert zurück.

Ahrensburg.  Die Basketballspielerinnen Sabrina und Samantha Ochs, Lara Müller-Mittwollen sowie Sabrina Lange wollen die Begründung des Abteilungsvorstands für die Trennung von der Basketballsparte des Ahrensburger TSV nicht so im Raum stehen lassen und setzen sich zur Wehr.

Am Mittwoch vergangener Woche hatten Abteilungsleiter Stefan Prohaska und Trainer Sebastian Eickhoff den vier Leistungsträgerinnen in einem Gespräch mit der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn die Überschreitung einer klaren Grenze vorgeworfen. „Innerhalb der Mannschaft hatten sich Gruppen gebildet, das stimmt“, sagte Mannschaftskapitänin Müller-Mittwollen. „Unstimmigkeiten waren über Wochen zu unüberbrückbaren Differenzen herangewachsen.“

Prohaskas Vorwurf, sie habe ihre Funktion als Mannschaftsführerin nicht erfüllt, weist sie entschieden von sich: „Gemeinsam mit Samantha Ochs habe ich die ganze Zeit über zwischen Mannschaft und Trainer vermittelt“, sagte Müller-Mittwollen. Mehrere Versuche, die Probleme aus der Welt zu schaffen, seien leider gescheitert.
Samantha Ochs sagte: „Lara und ich hatten als Führungsspielerinnen der „Twisters“ mehrfach von Herrn Eickhoff Rückhalt gefordert und angedeutet, dass wir ansonsten Konsequenzen ziehen werden.“

Sabrina Ochs sagte: „Da in diese Gespräche weder Sabrina Lange noch ich involviert waren, ist nicht nachvollziehbar, dass auch wir von dem Rausschmiss betroffen sind.“ Sabrina Lange betonte, dass die vier Spielerinnen dem Verein liebend gern im Abstiegskampf geholfen hätten. Dass das Interview vor einem ersten – vielleicht klärenden – Gespräch zwischen den vier Akteurinnen und dem Abteilungsvorstand veröffentlicht wurde, sehen beide Seiten als Fehler an.

Auf Nachfrage erklärte Prohaska: „Den Zeitpunkt bedaure ich ebenso wie den Begriff ,Revolutionsführerin’, mit dem ich Lara aus einer überzogenen Emotion heraus tituliert habe. Gerade sie hat in den letzten Jahren für den Verein Großes geleistet“