Stormarn
Tischtennis

1599 Tischtennisspieler sorgen in Ahrensburg für Rekord

Organisator  Torben Günter gönnt sich auf der Tribüde der Heimgartenhalle eine kurze Pause

Organisator Torben Günter gönnt sich auf der Tribüde der Heimgartenhalle eine kurze Pause

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Bei der 47. Auflage des Winterturniers der TTG 207 Ahrensburg/Großhansdorf werden an 39 Platten 4400 Spielpaarungen ausgetragen.

Ahrensburg.  Torben Günter war der viertägige Dauerstress anlässlich des Winterturniers der TTG 207 Ahrensburg/Großhansdorf kaum anzumerken. Dennoch war der 37 Jahre alte Turnierleiter erleichtert. „Am Morgen nach dem letzten Spieltag mit dem Bewusstsein aufzuwachen, nicht gleich wieder in die Halle fahren zu müssen, war schon ein gutes Gefühl“, sagt der Organisator des nach eigenen Angaben größten Tischtennisturniers Deutschlands.

Günter war bei der 47. Auflage der nach den Weihnachtstagen ausgetragenen Ahrensburger Großveranstaltung besonders stolz auf die Rekordbeteiligung. „Mit 1599 Teilnehmern haben wir nie und nimmer gerechnet, da der Termin nur einen Wochenendtag beinhaltet und die Beteiligung unter der Woche erfahrungsgemäß bisher nicht ganz so groß war.“

Eine Pause vom Turniergeschehen hat sich der IT-Projektmanager einer Hamburger Container Reederei redlich verdient, auch wenn sie nur von kurzer Dauer ist. Denn in knapp drei Wochen (vom 22. bis 24. Januar) richtet die TTG 207 in der Sporthalle des Schulzentrums Am Heimgarten erstmals die norddeutschen Jugend-Meisterschaften aus.

„Die Organisation des Winterturniers ist quasi eine Generalprobe für die norddeutschen Titelkämpfe“, sagt Günter. Knapp 4400 Spielpaarungen wurden in den Sporthallen am Reesenbüttler Reder und der Schimmelmannstraße ausgespielt. Rund 60 Helfer sorgten in Schichten bis tief in die Nächte hinein für einen reibungslosen Ablauf.

Die Herausforderung des Auf- und Abbaus wurde ebenfalls problemlos gemeistert. Günter: „Insgesamt 39 Tischtennisplatten haben wir das Jahr über in mehreren Sporthallen in Ahrensburg und Großhansdorf zwischengelagert und nun zeitnah zu den Spielstätten transportiert und dort aufgestellt werden.“

Gerade eine Mammutveranstaltung wie das Winterturnier kommt ohne entsprechender Werbung nicht aus. Deshalb haben die Mitglieder der TTG in den vergangenen Monaten rund 5000 Ausschreibungen bei Tischtennis-Turnieren und Verbandsveranstaltungen im norddeutschen und Hamburger Raum verteilt.

Günter: „Selbstverständlich hatten wir bei jedem unserer Punktspiele ausreichend Infomaterial dabei, das wir den gegnerischen Teams in die Hand gedrückt haben.“ Wichtig ist dem 37-Jährigen aber auch, den eigenen Nachwuchs so früh wie möglich in die Durchführung so eines Spektakels mit einzubinden.

„Die meisten unserer Jugendlichen haben in den letzten drei, vier Jahren bereits im Organisationsteam mitgewirkt“, sagt Günter. „Sie wurden zunächst mit kleinen Aufgaben betraut, ehe ihnen immer mehr Verantwortung übertragen wurde.“

Der 37-Jährige hofft zudem, den vereinseigenen Nachwuchs noch einige Jahre an den Verein zu binden, bevor der Sprung ins Berufsleben folgt. „Jugendliche, deren Spielstärke eventuell noch nicht ganz für eine erfolgreiche Turnierteilnahme reicht, können sich auf diesem Weg ebenfalls für ihren Verein einbringen“, sagt Günter und lacht. „Das kann ich aus eigener Erfahrung bestens beurteilen.“

Seine beruflichen Kenntnisse nutzt der Turnierleiter, um die von ihm speziell entworfene Turnier-Software stetig zu verbessern. „Auch wenn dieses Mal keine nennenswerten Probleme mit dem Computer-Programm aufgetreten sind, werden wir uns in den kommenden Tagen zusammensetzen und überlegen, wie wir die vier Turniertage für die Teilnehmer und Zuschauer noch komfortabler gestalten können“, sagt der Organisator. Eine Idee scheint dabei schon kurz vor der Umsetzung zu stehen.

Günter: „Um den Turnierablauf transparenter zu gestalten und den Zuschauern auf der Tribüne mehr Informationen zu bieten, planen wir die Anschaffung einer elektronischen Anzeigetafel.“