Stormarn
Turnen

Mailin Rönicke aus Bargteheide turnt für den Bundeskader

Mailin Rönicke vom TSV Bargteheide ist ein Ausnahmetalent

Mailin Rönicke vom TSV Bargteheide ist ein Ausnahmetalent

Foto: HA

Neunjährige vom TSV überzeugt bei Sichtungs-Wettkampf in Halle. Kommendes Jahr will sie auf nationaler Ebene Erfahrung sammeln.

Bargteheide.  Wenn Mailin Rönicke am Boden Anlauf nimmt zum Überschlag mit Salto vorwärts, oder mit neun Jahren am Stufenbarren schon die Riesenfelge turnt, kommt selbst Monika Schumacher aus dem Staunen nicht heraus.

„Mailin turnt für ihr Alter bereits enorm schwierige Elemente“, sagt die Übungsleiterin des TSV Bargteheide. Seit rund fünf Jahren betreut sie das „Turnküken“. Sie sagt: „Mailin ist und bleibt ein Ausnahmetalent, wie ich es selten zuvor erlebt habe, zumal sie in der AK11 – der nächst höheren Altersklasse – turnt .“

Vor Kurzem wurde die junge Bargteheiderin in den Perspektiv-Bundeskader des Deutschen Turner-Bundes aufgenommen. Mailin überzeugte in ihrer Altersklasse die Kampfrichter in Halle (Sachsen-Anhalt) sowohl bei der Abnahme der technischen Norm als auch bei der Überprüfung des athletischen Standards.

„Bei diesem Sichtungs-Wettkampf müssen die Mädchen zunächst bestimmte Elemente am Sprung, Stufenbarren, Boden, Balken sowie am Reck turnen“, erklärt Schumacher, „ehe die Kraft, Sprung- und Dehnfähigkeit der Kinder überprüft wird.“

Die Kampfrichter wollen sehen, ob der Turnnachwuchs über die notwendige körperliche Voraussetzung verfügt, um später die äußerst anspruchsvollen Übungen einwandfrei turnen zu können.

Dabei legen sie Wert auf technisch saubere Ausführung. Elemente, die Kinder nicht einwandfrei vorführen, fließen nicht in die Wertung mit ein. So soll verhindert werden, dass Mädchen Übungen turnen, die sie nicht beherrschen. „Mailin ist eine sehr hoch talentierte Turnerin“, sagt Monika Schumacher. „Alles, was man ihr erklärt oder zeigt, setzt sie schnell in der Praxis um.“

Der Neunjährigen wurde das Turn-Gen praktisch in die Wiege gelegt. Vater Kai lernte seine spätere Ehefrau Imke beim Turnsport kennen. Während Mailins Mutter kurze Zeit später die Trainer- und Kampfrichterlaufbahn einschlug, blieb Mailin’s Vater dem aktiven Turnsport über viele Jahre treu.

„Imke und Kai sind stets darauf bedacht, dass ihre Tochter sich nicht übernimmt und ausreichend Zeit abseits der Turnhalle verbringt“, sagt Schumacher. „Dennoch lässt Mailin mit drei Trainingseinheiten in der Woche schon jetzt ein Jahr ältere Mädchen hinter sich, die fünf- bis sechsmal wöchentlich trainieren.“

Nun soll Mailin möglichst viele nationale Wettkämpfe bestreiten, um ausreichend Erfahrung zu sammeln.