Volleyball

Oststeinbeks Volleyballer rücken auf Rang fünf vor

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Henrik Bagdassarian
Oststeinbeks Börge Wittmüss (l.) sieht die Lücke im Block des TKC Wriezen

Oststeinbeks Börge Wittmüss (l.) sieht die Lücke im Block des TKC Wriezen

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Drittligamannschaft des OSV bezwingt den TKC Wriezen mit 3:1. Kommenden Sonntag treffen sie auf den Dauerrivalen VfL Pinneberg.

Oststeinbek.  Das Konzept von Björn Domroese scheint voll und ganz aufgegangen zu sein. Denn kurz vor dem Saisonstart der Dritten Liga hatte der Trainer der Volleyballmänner des Oststeinbeker SV erklärt, dass die Mannschaft ausreichend eingespielt sei und ohne jeglichen Neuzugang über die spielerische Qualität verfüge, frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

Knapp drei Monate später führen die “Ostbek Pirates“ als Tabellenfünfter der Nord-Staffel das gesicherte Mittelfeld an. Kommenden Sonntag, 13. Dezember (16 Uhr, Jahnhalle), können sie mit einem Derbysieg beim Dauerrivalen VfL Pinneberg sogar den Sprung auf Rang vier schaffen, ehe sich die Mannschaft in die knapp vierwöchige Winterpause verabschiedet.

Die Stormarner unterstrichen ihre ansteigende Formkurve zuletzt in eigener Halle mit einem 3:1 (25:22, 20:25, 25:16, 25:21)-Sieg gegen den TKC Wriezen. Dabei konnten die Oststeinbeker seit Gründung der Dritten Liga vor drei Jahren – nach 3:1-Erfolgen gegen den SV Preußen Berlin und VC Olympia Hamburg – erstmalig drei Partien in Folge für sich entscheiden. Die Ansprüche beim OSV, der in den zurückliegenden drei Spielzeiten eher zu den Abstiegskandidaten zählte, sind gestiegen.

Finn Schwarmann überzeugt auf der Diagonalposition

„Die Mannschaft tritt mittlerweile zwar in sich geschlossener auf und ist in der Annahme und im Aufschlag stabiler geworden“, sagt Domroese, „dennoch muss sie nach einem gewonnenen Satz konsequent eine Schippe drauflegen, anstatt einen Gang zurückzuschalten.“ Was gegen Wriezen noch gut gegangen sei, würde spätestens in Pinneberg schiefgehen. „Ich glaube nicht, dass ich als Trainer zu ehrgeizig bin“, sagt der 35-Jährige. „Ich erwarte von der Mannschaft lediglich Dinge, die sie auch leisten kann.“

Finn Schwarmann – der 21-Jährige wechselte zu Beginn der vergangenen Spielzeit vom VC Olympia Hamburg an den Meessen – zeigte gegen Wriezen seine vielleicht beste Leistung im Trikot der Oststeinbeker. Domroese: „Über Finns Auftritt habe ich mich besonders gefreut, da er aufgrund von Verletzungen eher einen holprigen Start in die Saison hatte.“

Schwarmann führt als einen weiteren Grund für die Leistungssteigerung die gute Stimmung auf dem Feld an. „Es macht einfach unglaublich viel Spaß, Teil dieser Mannschaft zu sein“, sagt der blonde Außenangreifer. „Die gute Laune unter den Spielern überträgt sich nahtlos auf die Leistung, da jeder für jeden kämpft und der Siegeswille förmlich spürbar ist.“

Das Geheimnis der Erfolges ist die gute Stimmung im Team

Auf der Außenposition sind die Oststeinbeker neben Schwarmann mit Michael Kopf, Martin Stromecki und Johannes Begemann gut aufgestellt. Mit Timo Timpe und Jannis Lange stehen Domroese zwei gleichwertige Zuspieler zur Verfügung.

Thorben Stahmer, der zu Beginn der vergangenen Saison vom Erstliga-Aufsteiger SVG Lüneburg nach Oststeinbek gewechselt war, hat auf der Liberoposition – wie das Zuspiel eine Schlüsselposition im Volleyballsport – seine Qualitäten bereits bewiesen. Mit Enrico Fetz kann der OSV-Coach auf einen hervorragenden Ersatzmann zurückgreifen. Domroese: “Ein Trainer muss einfach dankbar sein, so viele gute Alternativen auf der Bank sitzen zu haben.“

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