Basketball

Ahrensburgs Coach feiert gelungenes Debüt

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Henrik Bagdassarian
Sabrina Ochs (r., Ahrensburger TSV) schirmt den Ball vor Julia Busalt (Tiergarten ISC) ab

Sabrina Ochs (r., Ahrensburger TSV) schirmt den Ball vor Julia Busalt (Tiergarten ISC) ab

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Sebastian Eickhoff führt Basketballdamen des ATSV zum ersten Sieg in der Ersten Regionalliga. 61:55 schlagen sie Tiergarten ISC.

Ahrensburg.  Es war ein Einstand nach Maß in der Ersten Regionalliga für Sebastian Eickhoff: Der neue Coach der Basketballdamen des Ahrensburger TSV feierte nach der Übernahme des Traineramtes von Carsten Schittkowski gegen den Tiergarten ISC mit 61:55 (27:27) den ersten Saisonerfolg.

Eickhoff blieb bescheiden. „Der Sieg geht einzig und allein auf die Kappe der Mannschaft, noch stelle ich mich hinten an“, sagte der 35-Jährige. Hinter dem turbulente Tage liegen, denn Mitte vergangener Woche hatte Schittkowski mit sofortiger Wirkung seine Trainerlaufbahn beendet, um beim SV Henstedt-Ulzburg das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen.

Als Co-Trainer kennt Eickhoff die Mannschaft aus dem Effeff. „Sebastian hat uns umgehend ein stimmiges Konzept vorgelegt“, sagte Abteilungsleiter Stefan Prohaska, „weshalb ich froh darüber bin, mit ihm nicht nur eine schnelle, sondern auch eine gute und langfristige Lösung gefunden zu haben.“ Er rechne damit, in Kürze Sebastians Handschrift im Spiel der „Twisters“ zu erkennen.

Co-Trainer der „Twisters“ kennt Eickhoff die Mannschaft aus dem Effeff

Nach den beiden Niederlagen genen die zweite Mannschaft des Osnabrücker SC (42:48) und die BG Hamburg-West (49:74) nagte der Selbstzweifel an der Mannschaft. „Für die Moral im Team war dieser Sieg unglaublich wichtig“, sagte Aufbauspielerin Samantha Ochs. „Jeder von uns hat jetzt die Gewissheit erlangt, dass wir als Aufsteiger in der Ersten Regionalliga mithalten können.“

Eickhoff gab bereitwillig zu, bei seinem Debüt „doch gehörig Lampenfieber gehabt zu haben.“ Seine Mannschaft sorgte dafür, die innere Anspannung ihres Trainers durch un-
konzentrierte Aktionen und manch leichtfertigen Ballverlust lange aufrecht zu halten.

Die Ahrensburgerinnen liefen bis zur Halbzeitpause über weite Phasen einem Rückstand hinterher, erarbeiteten sich erst zum Ende des dritten Durchgangs hin einen kleinen Vorteil. „Vor der Begegnung hatte ich die Mannschaft immer wieder darauf eingeschworen, endlich wieder mit Spaß Basketball zu spielen“, sagte Eickhoff, „was sie im letzten Viertel auch nahezu perfekt umgesetzt hat.“

Louisa Mallien überzeugt bei ihrem Debüt in der Ersten Regionalliga

Führungsspielerinnen wie Lea Vatthauer, Merle Bitter oder die Schwestern Samantha und Sabrina Ochs präsentierten sich viel selbstbewusster und erhöhten den Druck auf die gegnerische Abwehr. „Endlich hat die Mannschaft spielerisch und taktisch das abgeliefert, was ich von ihr sehen will“, sagt Eickhoff. Erfolgreichste Werferin mit 18 Punkten dabei war die 23 Jahre alte Sabrina Ochs.

Ihren ersten Auftritt in der dritthöchsten Spielklasse hatte Louisa Mallien aus der zweiten Ahrensburger Mannschaft. „Louisa hatte für die verletzte Centerspielerin Sabrina Lange aufgeboten“, sagte Eickhoff. „Sie hat ihre Aufgabe ordentlich gelöst und wird sicher noch einmal zum Einsatz kommen, auch wenn Sabrina kommende Woche wieder ins Training einsteigt.“

Kommenden Sonntag, 8. November, reisen die Schlossstädterinnen zum Tabellendritten Berlin Baskets. Eickhoff verspricht: „Wir werden nicht als Punktelieferant in die Hauptstadt fahren.“

Die weiteren Punkte für den Ahrensburger TSV erzielten: Mirja Beckmann (16), Samantha Ochs (9), Lara Müller-Mittwollen, Merle Schrade (je 6), Merle Bitter (4), Lea Vatthauer (2).

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