Stormarn
Tischtennis

Daniel Cords bleibt die Nummer eins im Land

Daniel Cords vom SV Siek hat sich für das Bundesranglistenturnier in Chemnitz qualifiziert

Daniel Cords vom SV Siek hat sich für das Bundesranglistenturnier in Chemnitz qualifiziert

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Der 22 Jahre alte Tischtennisspieler vom SV Siek verteidigt bei Landesranglistenturnier ungeschlagen seinen Titel. Patrick Khazaeli wird Dritter.

Siek.  Es heißt ja: „Erfolg zu haben ist schwer, diesen zu wiederholen aber umso mehr.“ Zumindest auf Daniel Cords trifft diese Aussage diesmal nicht zu. Scheinbar leicht und locker verteidigte der 22 Jahre alte Tischtennisspieler des SV Siek bei Schleswig-Holsteins Landesranglistenturnier in Itzehoe seinen Titel.

Cords gewann alle elf Matches, nur zweimal wurde es dabei für ihn etwas haarig: Gegen den zweitplatzierten Regionalligaspieler Frederik Spreckelsen (TSV Schwarzenbek) und Außenseiter Nick Rother (SV Fockbek) setzte er sich jeweils knapp mit 4:3 durch.

Mit dem Titel hatte der Drittligaspieler selbst nicht unbedingt gerechnet. „Ich wusste natürlich, dass meine Form ganz gut ist und ich für viele der Favorit war. Aber ich habe mir selbst keinen Druck gemacht. Das Ziel war ein Platz unter den ersten drei, um mich für das Bundesranglistenturnier zu qualifizieren.“ Dort treffen am 10./11. Oktober in Chemnitz 48 der besten deutschen Spieler aufeinander – und Cords ist erneut dabei.

Vergangenes Jahr hatte er dort mit Platz neun und der direkten Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften für eine kleine Überraschung gesorgt. Cords: „Es wird schwer, noch einmal so weit zu kommen, da muss alles stimmen: Tagesform, Glück, Auslosung.“

Für ihn war es bislang einer seiner größten Erfolge. Noch höher sortiert er lediglich den Zweitliga-Titelgewinn mit den Siekern in der Saison 2011/2012 ein – es war sein erstes Jahr bei den Stormarnern. Mittlerweile ist Cords dort neben Spielertrainer Wang Yansheng die einzige Konstante im Team. „Ich fühle mich in Siek richtig wohl und kann mir im Augenblick nicht vorstellen, irgendwo anders zu spielen“, sagt Cords.

Angesichts seiner Erfolge ist es schwer vorstellbar, dass er vorübergehend nur zweimal pro Woche in der Trainingshalle steht. Mehr geht derzeit nicht, vor allem aus beruflichen Gründen. Cords arbeitet bei den Stadtwerken in Norderstedt. Nach seiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik wurde er dort übernommen. Einmal pro Woche trainiert er zudem kleine Kinder in Henstedt-Ulzburg. Cords: „Ich mache nebenbei aber noch viel für die Fitness, gehe laufen oder ins Studio. Sonst könnte man so ein Turnier mit elf Matches über vier Gewinnsätze nicht so leicht wegstecken.“

Das Talent fürs Tischtennis hat er wohl von seinen Eltern, insbesondere von Mutter Jin-Sook, einer gebürtigen Südkoreanerin, die früher zunächst für ihr Heimatland und später auch für Deutschland in der Nationalmannschaft gespielt und in ihrer besten Zeit zahlreiche nationale Titel gewonnen hat. Heute, im Alter von 52 Jahren, ist sie für die Kaltenkirchener TS noch immer Punktelieferantin in der Regionalliga. „Früher hab ich gegen sie keine Chance gehabt, jetzt dürfte das anders sein“, sagt Cords lächelnd.

Die Reise nach Chemnitz wird er nicht allein antreten müssen: Auch Mannschaftskamerad Patrick Khazaeli hat sich als Dritter des Landesranglistenturniers qualifiziert. Entscheidend war sein ungefährdetes 4:1 über Ole Markscheffel, mit dem er den Spitzenspieler der Bargteheider Regionalligamannschaft auf den vierten Platz verdrängte. Khazaeli bestätigte damit sein starkes Abschneiden bei den Landesmeisterschaften im Januar, als er für viele überraschend den zweiten Platz belegt hatte. Diesmal verlor er lediglich gegen Cords und Spreckelsen.

Insgesamt waren fünf Stormarner in Itzehoe dabei: Leo Schultz (TSV Bargteheide) wurde Sechster, Teamkamerad Constantin Velling belegte Rang sieben, Harun Bozanoglu (SV Siek) kam auf den neunten Platz.

Für die drei Bargteheider geht es schon am kommenden Sonntag weiter: Dann steht das erste Saison-Punktspiel beim TSV Lunestadt auf dem Programm. Die „Unabsteigbaren“ haben erneut nur ein Ziel – den Klassenverbleib.

Beim zeitgleich ausgetragenen Landesranglistenturnier in Hamburg waren sogar acht Aktive aus Stormarner Vereinen dabei. Allein bei den Herren stellte die in die Oberliga abgestiegene TTG 207 Ahrensburg/Großhansdorf mit sechs Spielern die Hälfte aller Teilnehmer. Ganz oben auf dem Podest standen am Ende dennoch zwei Spieler des TSV Sasel: Leon Abich (11:0 Siege) siegte vor dem bei den Ahrensburgern groß gewordenen Malte Dittmar (9:2). Dahinter folgte auf Rang drei als bester TTG-Spieler Kai Enno Kleffel (8:3). Daniel Schildhauer, Adrian Weyhe, Georg Gütschow, Jonathan Dietrich und Christopher Hahn kamen auf die Plätze vier, fünf, sechs, neun und elf.

Bei den Damen wurden Vivian Schütt und Veronika Rhein vom FC Voran Ohe Fünfte und Achte.